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Liederkranz & Chorisma Warthausen

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Chor

Chorisma-Ausflug

Es hat alles gestimmt beim Ausflug am 28.05.2011

Bilder vom Ausflug

Aktuelles

Tettnanger Dschungelprüfung

Ein gravierender Vorteil der Chorisma-Ausflüge gegenüber denen des Liederkranzes ist die moderate Abfahrtszeit. So trafen sich am 28.05.2011 gut 20 Sängerinnen und Sänger und der Chorleiter um 8.30 Uhr am Biberacher Bahnhof. Die erste Aufgabe bestand in Gruppenbildung für die Wochenendtickets und pünktlich um 9.36 Uhr hieß es einsteigen. Ein Großteil war gleich in Singlaune und hatte sich im Gepäckwagen nieder gelassen, die anderen gingen es etwas langsamer an. Bald wurde Holundersirup gereicht und weil der pur nicht zu trinken ist, wurde mit Sekt oder Prosecco verdünnt und fast hätte der vordere Wagen den Ausstieg in Meckenbeuren verpasst. Die Wolken hatten sich schon fast verzogen und die ersten Kleidungsstücke wurden abgelegt, dabei hatte Heidrun das wohl etwas zu intensiv getan, denn plötzlich war das Handy weg.

Mit dem Strauss (Busunternehmen) sind wir dann nach Tettnang gefahren und beim Aussteigen strahlten die Mädels nach dem Kloobesuch mit der Sonne um die Wette. Durch das Stadttor mit den Wappen der Herren von Tettnang waren wir gleich mitten im Markt und boten auch unsere Waren feil: "For the longest time", "Hallelujah" und "Ich war noch niemals in New York" war ein Angebot dass den Marktbesuchern anscheinend gefallen hat, denn es gab viel Applaus und Bäckermeister Bär spendierte hervorragenden Brezeln für den gesamten Chor. In die bereitgestellten Becher wurden tatsächlich ein paar Euros eingeworfen und so konnten wir die Zeit bis zur Schlossführung beim Einkehren absitzen.

Bei einer kurzweiligen Führung im neuen Schloss erfuhren wir allerhand über die Geschichte Tettnangs und die Grafen von Montfort. Neben den Appartements des Grafen und der Gräfin wurden wir durch den Bacchussaal, das holländische Kabinett das grüne Zimmer, das Vagantenzimmer und schließlich in die Kapelle geführt. Von den ganz vornehmen Plätzen aus sangen wir dann auch ein paar passende Stücke "Hallelujah, Salvation and Glory".

Im Garten des Schlosses hieß es dann erst mal ausruhen. Bei Kaffee und Kuchen genoss man den Blick über den Schlossgarten bis zum Bodensee. Der Erdbeerkuchen war ganz lecker, die anderen waren noch etwas gefroren aber bei dem Wetter konnte man auch Eiskuchen vertragen. Mit dem Bus ging es aus der Stadt bis Holzhäusern und dann wurde gewandert. Vorbei an Hopfenfeldern ging es in die Natur. Warum auch immer, an einer Kreuzung wurde plötzlich für die "Nichtgutzufußen" eine Abkürzung anboten, es sei der halbe Weg und immer gerade aus. Elli und Else hatten dieser Verlockung nicht widerstehen können und Siegmar hatte sich als Geleitschutz angeboten.

Diese Abkürzung war zunächst auch ein schöner Wanderweg und an der Argentalstraße war dann auch ein kleines Schildchen mit dem Hinweis "Schöre". Aber kaum waren die Drei über der Straße musste eine Entscheidung getroffen werden: rechts den Berg hoch in Morast oder links auf einen halbwegs einladenden Waldweg abbiegen. Nach gemeinsamem Beschluss wurde die linke Variante gewählt. Nach einem halben Kilometer wurde die anfänglichen Pfützen straßenbreit und nach einem Kilometer hörte der Weg ganz auf - also umkehren. An der Kreuzung der Argentalstraße lief Siegmar dann eine große Distanz konnte aber nur die Wegweiser nach Wiesertsweiler und Gebhartsweiler sehen und das war dann keine Abkürzung mehr. Inzwischen hatte Elli einen einheimischen Traktorfahrer angehalten und nach dem Weg gefragt. Mit einem Zahn im Mund bestätigte er tatsächlich: "DooneireachtsaufidanngradausbiszorSchörre". Alles klar, also rechts hoch. Da hatte es tags zuvor heftig geregnet und der Weg bestand aus den mit Wasser gefüllten Spuren des Bäumevollernters und so musste mit Schieben und Ziehen der erste Anstieg erklommen werden. Ein Weg war anschließend nicht mehr zu erkennen in der Pflanzenhölle aber wenigstens ein Wanderzeichen am Baum. Ein Reh und ein Specht waren die Begleiter und dann kamen wir endlich an den Waldrand und sahen Hausdächer und die Zivilisation. Das Dach mit der Aufschrift "Brauereigaststätte" und der Blick auf die Kapelle ermunterten uns und mit neuer Luft bezwangen wir die letzte Steigung. Gerade als wir die Treppe zum Biergarten hochgehen wollten, schweifte unser Blick nach rechts und da kam auch schon der Rest vom Ausflug. In Flip-Flops hatten die den weiten Weg bewältigt und wären sogar vor uns da gewesen, wenn nicht wegen eines Jackenverlustes eine Pause eingelegt werden musste. Auf jeden Fall nahmen wir als erste Platz und bestellten gleich ein Bier.

Der Biergarten der Schöre, was übrigens Bier heißt, ist wirklich großartig und kein Wunder, dass er im Jahr 2007 zum schönsten Biergarten des Südens gewählt worden war. Nach einem kurzen Antrinken und Abzählen, wer eine Bierprobe mitmachen will, gab es zunächst eine Führung in der Brauerei. Der Braumeister erzählte in einer burschikosen Art wie das Brauen auf der Schöre angefangen hat und dass es ursprünglich nur ein Versuch war, der dann aber so gut angekommen sei, dass man ein eigenes Sudhaus gebaut habe und nun richtig braue. Für Kopfweh sei in erster Linie die schlechte Lagerung verantwortlich und die Schöre-Biere seien gut gelagert, in zweiter Linie könne die Menge auch verantwortlich sein.

Nach der Brauereiführung wurde gegessen und zwar hervorragend. Egal ob Sauerbraten oder Schnitzel, das war richtig gutes Fleisch vom eigenen Hof und der Salat war wahrscheinlich auch selbst angebaut. Die Bierproben aus Hellem, Dunklem, Pils und Weizenbier schmeckten ebenfalls vorzüglich und die kleinen Gläser animierten zum vielfachen Anstoßen. Zum Dank für die großherzige Bedienung und den tollen Service brachten wir dann das Marktprogramm nochmals dar und erhielten neben Beifall eine Runde Klaren und einige Maß Bier. Bea Math bedankte sich bei Dietmar Geier für die hervorragende Organisation und darauf und auf die nächsten Ausflüge wurde nochmals angestoßen.

Und dann hieß es schon einsteigen. Der Bus brachte uns nach Meckenbeuren und mit der Schwäbischen Eisenbahn ging es zurück nach Biberach.

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