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Gegenbesuch von Chorisma in Breisach
Der Gegenbesuch war beim Konzertbesuch von Chor'n more gleich nach dem Konzert im Jahr 2009 vereinbart worden und wurde am Wochenende 19./20. Juni 2010 vollzogen. 25 Sängerinnen und fast alle Sänger (11) von Chorisma trafen sich morgens auf dem Gigelberg in Biberach und pünktlich um 8.00 Uhr startete der Bus in Richtung Baden. In Hochdorf wurde der Chorleiter, die Fans und das Schlagzeug samt Schlagzeuger sowie zwei Kisten Bier aufgenommen. Für das Geburtstagkind Regina war in der Vorabendprobe extra ein Ständchen eingeübt worden und das wurde ihr im Bus dargebracht. Als Dank hatte die Jubilarin bei der Rast dann eine Runde Sekt ausgegeben, man musste allerdings aufpassen, dass der Trunk nicht durch den Regen verdünnt wurde.
Gemächlich ging es durch das Donautal über das Höllental vorbei am Hirschsprung und durch Freiburg, bis wir mit etwas Verspätung in Breisach ankamen. Im Rheinblick wurden wir von einer Abordnung empfangen und dann gab es erst Mal ein ausgiebiges Mittagessen und weil alle brav aufgegessen hatten, strahlte dann auch die Sonne und die Jacken konnten abgelegt werden. Leider war zu wenig Zeit und so musste das Breisacher Münster im Sauseschritt erstiegen werden. Eine tolle Aussicht auf reife Kirschen, den Kaiserstuhl und über den Rhein nach Frankreich begeisterten. Erika von Chor'n more führte uns noch schnell durch das Münster und dann ging es schon wieder zurück zum Parkplatz, wo wir von den Gastgebern empfangen wurden und in die Quartiere gebracht wurden.
In der Evangelischen Kirche in Ihringen trafen wir uns dann zum Einsingen und dass war zunächst nicht erbauend. Die ungewohnte Akustik und die ungewohnte Aufstellung führten dazu, dass nichts so klappte wie es sollte. Der Lautsprecher wurde schnell umgestellt und dann war die Einsingzeit auch schon vorbei und viele skeptisch, ob das wohl klappen würde.
Aber es kam ganz anders - Chorisma, diesmal in schwarz, mit roten Accessoires, eröffnete pünktlich um 20 Uhr in der nicht ganz vollbesetzten Kirche das Konzert. "Komm sag es allen weiter, denn Breisach lädt uns ein" hieß es im Refrain des Auftaktstückes und nach dem gelungenen Opener waren sich Chor und Chorleiter ihrer Sache sicher. Komplett auswendig (bis auf ein paar Spickzettel) wurden die Stücke dargebracht und die Band mit Christoph Schlanser am Klavier und Simon Rauch am Schlagzeug harmonierte hervorragend. Ein traumhaftes "Look at the world" und "What a wonderful world" mit dem Solo von Simon Föhr verzückten das Publikum. Frenetischer Beifall gab es nach dem abschließenden "O Happy day" mit Solosänger Ehrenfried Müller und die bereits abgetretenen Sänger mussten nach vehementen Zugaberufen nochmals zurück auf die Bühne.
Den zweiten Teil übernahm Chor'n more, diesmal in weiß und türkis gekleidet und wie gewohnt alles auswendig singend. "Come let us sing" war die passende Eröffnung. Etliche gute Solistinnen traten bei den Gospels in den Vordergrund und ein gut aufgelegter Chorleiter Frank Herrmann leitete engagiert den musikalischen chariot.
Hans Baulig, der in seiner Moderation das Altarfenster mit den Liedinhalten verknüpft hatte, dankte zum Abschluss den Akteuren und den Zuhörern und mit dem gemeinsamen "Möge die Straße" wurde ein großartiges Konzert beendet.
Nach dem Erfolg in der Kirche ging es in die Rheinstiege aber dort war man noch nicht auf uns eingerichtet denn das Fußballspiel Kamerun gegen Dänemark war noch nicht beendet. Wir setzten uns schon mal hin, in der Hoffnung ein Bier zu ergattern, aber es dauerte gefühlte 2 Stunden bis das erste Weizen zischte. Auch die ersten Flammkuchen kamen zögerlich, aber je später der Abend, desto besser die Bedienung und schließlich war so viele Flammkuchen auf den Tischen, dass alle über satt wurden.
Die Stimmung wurde zusehends lockerer und als Bea die Tasche mit den Warthauser Schokoladenspezialitäten (Baur Schokolade ist die Beste) hervorholte und Dietmar die Kiste mit den schwäbischen Bieren an chor'n more übergeben hatte, wurde gesungen was das Zeug hielt. Zunächst Chor'n more und schließlich auch Chorisma und zuletzt gemeinsam war es ein Singen bis in den Morgen. Zumindest bei manchen.
Am Sonntag wurde in den Gastfamilien gefrühstückt und um 11.00 Uhr war schon der nächste Programmpunkt angesagt, nämlich Führung und Weinprobe in der WG (WG heißt dort nicht Wieland Gymnasium sondern Winzergenossenschaft) Bischoffingen. Nach dem Gang durch den Keller und vorbei an den riesigen Tanks erhielten wir eine Einführung in die Besonderheiten des Bischoffinger Weines und es schmeckte auch dann auch bald schon wieder.
Die Gastgeber wurden nochmals geherzt und gedrückt und dann hieß es einsteigen und Türen schließen. Wehmütig wurde zum Abschied gewunken und wer weiß, vielleicht kommt die Geschenkekiste aus Breisach wieder nach Warthausen - Wir freuen uns schon darauf

