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Liederkranz & Chorisma Warthausen

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Chor

Beautiful

Bilder, aufgenommen von Petra & Arthur Kling, gibt es hier

DasProgramm zum wundervollen Konzert gibt es ...hier

Das Plakat zum Konzert gibt es...hier

Aktuelles

Bewundernswert, wunderschön, einfach beautiful war das Konzert

Es muss schon was besonderes dran sein an den Chorisma-Konzerten, wie sonst könnte es sein, dass bereits vor der Öffnung der Pausenhof der Schule voll von Gästen ist. Jeder will einen guten Platz ergattern und man weiß inzwischen, dass diese Konzerte bis auf den letzten Platz ausverkauft sind und man sich sputen muss. Aber immerhin lässt sich die Stunde bis zum Konzert am großartigen Buffet locker überbrücken und bei den vielen Bekannten ist die Zeit recht für ein Gespräch.

Aber dann geht es los. Pünktlich um 19.30 Uhr beginnt die Band und die Sängerinnen und Sänger von Chorisma betreten von beiden Seiten das Podest und kaum dass alle da sind, gibt es den ersten Hit "Mama Loo". Rockig und fetzig und mit einem klasse Schlussbild gibt das gleich die rechte Stimmung.

Abwechslung war bewusst eingeplant und nach dem Reißer wurd' es leiser. Beim einzigen Lied in deutscher Sprache an diesem Abend heißt es "Dieser Weg wird kein leichter sein" und dieses Stück ist in der Fassung für Chor wahrlich kein leichter Weg. Enorm viele versetzte Einsätze und wechselnde Hauptstimmen machen die Schwierigkeit aus aber Chorisma meisterte sie an diesem Abend mit Bravour.

Nun kam das Stück der Stücke: "Hallelujah" scheint wie für Chorisma gemacht und Leonard Cohen, aus dessen Feder das Stück stammt, hätte wohl nicht schlecht über die Interpretation seines Hits gestaunt. So schmuseweich wurde das Hallelujah gesungen und der Chor wog im off-beat hin und her um dann bei den Strophen immer fordernder zu werden. Für Zuhörer und Sänger ein Genuss.

Ja und dann besangen die Männer den Californischen Herbst in dem Stück "California Dreamin". Bis zur Leichtigkeit der Mamas & Papas fehlt da wohl noch was aber es wurde einfach zu wenig vorher geprobt und trotzdem gab es ordentlich Applaus für die Männer.

Anschließend wurde es wieder besinnlich bei "The Rose". Die Sologruppe sang so einheitlich und zart und der Gesamtchor setzte behutsam zur Begleitung ein, dass die Spannung spürbar wurde aber es sollte noch schöner kommen. Allerdings nur vom Titel, denn das Stück "Beautiful", das dem Konzert das Thema gegeben hatte, war ein Kraftakt. Bereits vor zwei Jahren hatte man die Noten gekauft mit dem tollen Song von Christina Aquilera im Ohr, aber dass der Chorsatz so eine Schufterei sein würde hatte niemand bedacht. Und so war letztlich auch der Vortrag, eher erarbeitet und die Freude am Singen hielt sich bei diesem Stück in Grenzen aber auch da muss ein Chor und die Zuhörer durch.

Zum Abschluss des ersten Teiles gab es dann noch einmal einen Hit zum mitklatschen: "Oh happy day" mit Ehrenfried als Solisten und glücklich ging der Chor dann in die Pause.

Bei einem normalen Chor-Konzert nutzt man die Pause für einen Klobesuch und ein schnelles Getränk, in der Hoffnung dass es bald wieder weiter geht. Ganz anders bei der Pause bei einem Chorisma-Konzert: Für geringes Geld wird ein Teller erworben und dann wird von dem opulenten Buffet gekostet, ausgesucht und von manchen auch aufgeschichtet was das Teller hält. Auf jeden Fall ist für alle Geschmäcker (auch Vegetarier) etwas geboten und reichlich vorhanden und doch musste irgendwann der Gong ertönen. Ein paar Häppchen gingen vor dem zweiten Gong noch rein aber dann ging es weiter. Und zwar fetzig mit Tanz der Streetdance-Gruppe "Funki-Kids".

Tänzerisch und sportlich demonstrierten die Jugendlichen einen Schulalltag und erhielten viel Beifall für ihren Vortrag. Nach einer kurzen Umbaupause war die Bühne wieder bereit für Chorisma.

"Bohemian Rhapsody" von Queen ist, obwohl unheimlich schwierig, ein Lieblingsstück des Chores und war von Melanie Straub nochmals eine Stufe aufgepeppt worden und wurde intensiv vorgetragen.

Dann kam der Auftritt der Damen. "It's raining men" sangen sie mit einer solchen Inbrunst und choreographisch so stimmig, dass es Szenenapplaus gab

Vor dem nächsten Stück war zunächst das Publikum gefordert: Für "the lion sleeps tonight" musste die rechte Dschungelatmosphäre geschaffen werden und das Publikum machte so intensiv die Geräusche der Affen, Elefanten und Schlangen, dass der Chor den Anfangston nicht hörte und ein paar Takte brauchte bis er in der Tonart war, aber im Dschungel kann so was schon mal passieren.

Das Licht ging aus in der Festhalle und es begann zu regnen und schließlich donnerte es von der Bühne, ehe der Chor in den Song "Africa" überging. Da mussten die Männer ganze Passagen schwierigen Text singen, und das auswendig und hervorragend und der Song von Toto gelang einfach großartig. Zum Abschluss gab es noch mal ein Donnerwetter und tosenden Applaus.

Der Applaus galt in erster Linie der Chorleiterin Melanie Straub, die den Chor kurzfristig übernommen hatte, da Simon Föhr die Möglichkeit zu einem Stipendium in USA genutzt hatte. Für Simon wurde übrigens per Webcam das gesamte Konzert nach Amerika übertragen.

Der stellvertretende Chorsprecher Dietmar Geier bedankte sich beim hervorragenden Publikum und allen Helfern. Ein weiterer Dank ging an die Band: Ines Kling (Querflöte und Gitarre), Christoph Schlanser (Klavier), Simon Rauch (Schlagzeug), Daniel Wenk (Percussion) und Gilbert Muchitsch (Bass) und natürlich bei der Chefin vom Ganzen: Bea Math.

Nach soviel Dank gab es "Africa" und "Mama Loo" nochmals als Zugabe und ein großartiges Abschlussbild eine großen Konzertes.

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