Aktuelles
Vocal im Spital
Singen attraktiver als Frauenfußball
Die Kollision mit der Männer-Fußball-WM und Olympiade veranlasste die
Organisatoren von der Durchführung an geraden Jahre auf die ungeraden
Jahre zu wechseln. Dass man von der Frauen-Fußball-WM Konkurrenz
bekommen könnte, hatte man nicht bedacht. Aber der Besucherandrang bei
der Open-Air-Veranstaltung am 03. Juli 2011 hat gezeigt, dass Singen
locker mit Frauenfußball mithalten kann.
Die Mädels von "LEMONS4motion" hatten es als Erste nicht leicht, denn zu
acht und ohne große technische Unterstützung den Museumshof zu
beschallen ist keine einfache Aufgabe. Aber mit ihrer Unbekümmertheit
und unter der Führung von Ulrike Bannier sangen sie sich gleich in die
Herzen der Zuhörer und ihre Frage "Do you love me?" wurde mit viel
Beifall bejaht.
Conny Schuler moderierte gekonnt und charmant durch den Abend und
leitete zu den hübschen Männern aus Schemmerhofen über. Ob dieses
Komplimentes zeigten sich die Herren dann auch von ihrer besten Seite
und beim "Fliegermarsch" klatschte das Publikum begeistert mit. Der
gemischte Chor der Concordia Äpfingen hatte sich zunächst "fröhlichen
Liedern" verschrieben und das abschließende "Kalinka" war wieder eine
Sache für das Publikum.
Ganz andere Musik gab es anschließend vom "Jungen Chor" aus Eberhardzell.
Chorleiter Dr. Helmut Schönecker hatte die Blues- und Rockstücke
allesamt für den Chor arrangiert. Ausdrucksstark waren die Solisten und
insbesondere Michael Dümmler glänzte bei "Always lock on the bright
sight of life".
Die Biberacher Gaukler gaben ein tolles Kontrastprogramm nach soviel
Singen. Mit toller Akrobatik und Hebefiguren, unterstützt von ihren
Trommlern, entlockten sie dem Publikum viel Jubel, der sich bei den
Feuerspuckern noch verstärkte.
Nach einer Pause, in der mit Butterbrezeln eher schwäbische Kost geboten
wurde, luden die Männer der "Sängerlust Mittelbiberach" zu einem
italienischen Buffet ein und beim "Chianti-Lied" stimmten etliche
Besucher in den Refrain ein.
Die Bühne reichte anschließend kaum aus für die Sängerinnen und Sänger
von Chorisma. Dieser Chor ist der Beweis dafür, dass Singen im Chor
"absolut in" ist, wenn das Liedgut und das Umfeld stimmt. Zum Vorspiel
mit Schlagzeug und Keyboard wurde der Text von "You've got a Friend"
übersetzt, ehe der Chor in die Originalfassung einstimmte. Bei "Ich war
noch niemals in New York" bedurfte es keiner Aufforderung, denn das
Publikum klatsche spontan mit.
Eine beeindruckende Vorstellung zeigte auch der neu gegründete junge
Chor "Sing" aus Winterstettenstadt. Die drei Jungs behaupteten sich
tapfer gegen die Übermacht der Mädels und der Dank "Merci, dass es dich
gibt" ging an das gesamte Publikum. Als einzige Zugabe des Abends gab es
eine viel umjubelte Jazzimprovisation von Chorleiterin Barbara Sigg und
ihren Sings.
Conny Schuler lobte in ihrer Schlussmoderation das "beste Publikum" und
der stellvertretende Regionsvorsitzende Andreas Mayer schloss sich
diesem Lob an und gab es in Form eines Blumenstraußes an die Moderatorin
zurück. Er bedankte sich bei allen Aktiven aber auch bei den vielen
Helfern, insbesondere den Männern vom Männerchor Unteressendorf für den
Bühnenaufbau, Beschallung und Beleuchtung sowie dem Frohsinn Biberach
für die Bewirtung und dem Gesangverein Mittelbuch für die Kasse.
Das von allen Chören unter der Leitung von Barbara Sigg vorgetragene
"Neigen sich die Stunden" war der passende Abschluss für Vocal im
Spital.

