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Liederkranz & Chorisma Warthausen

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Chor

Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung ist laut Satzung das oberste Organ des Vereines. Nur hier können Satzungsänderungen beschlossen werden und auch die Festsetzung des Beitrages ist Aufgabe der JHV.

 

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Aktuelles

144. Jahreshauptversammlung

Nach Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung eröffnete der Vorsitzende Siegmar Schmidt die 144. ordentliche Jahreshauptversammlung des Liederkranz Warthausen am 16. Januar 2009 im Feuerwehrhaus.
Besonders willkommen hieß der Vorsitzende die Ehrensänger und Gäste, allen Anwesenden wünschte er noch ein gutes neues Jahr. Enttäuscht war Schmidt, dass kein Vertreter der Gemeinde anwesend war aber kaum hatte er seinen Satz beendet, erschien Bürgermeister Fark.
Mit einer Gedenkminute wurde den im abgelaufenen Jahr verstorbenen Mitgliedern gedacht. Das Ehrenmal vor der Warthauser Kirche wird beim Totengedenken als Bild eingeblendet und nachdem es nach dem Auftritt am Volkstrauertag einen unschönen Zeitungsartikel wegen falschen Liedgutes gegeben hatte, las Schmidt ein passendes Gedicht von Heinz Erhardt zu diesem Thema vor:

Ein Trauertag

Hunderttausend Menschen strömen auf die Friedhöfe der Städte.
Die Gedanken gehn nach unten und nach oben die Gebete.
Vater Staat hat uns befohlen, heut der Toten zu gedenken –
ihnen Kränze oder Blumen oder Tränen gar zu schenken!
Vater Staat mischt sich in alles, selbst in die intimsten Dinge –
als ob der, der wirklich trauert, nicht auch so zum Friedhof ginge.

Schriftführer Gerhard Pahl eröffnete den Reigen der Berichte. Zu drei Ausschusssitzung hätte man sich getroffen. Dies sei wenig gewesen, aber der Vorsitzende hätte gemeint: "Es gibt halt nichts", dabei sei musikalisch soviel los gewesen wie schon lange nicht mehr. 10 offizielle Auftritte hätte der Liederkranz gehabt, dazu noch das Singen an der Beerdigung von Ehrensänger Anton Kahle und das Geburtstagständchen für Alois Weber. Als Höhepunkt bezeichnete Pahl das Kirchenkonzert. Das Motto "Bleib bei uns" hätten fünf neue Sänger als Aufforderung verstanden beim Liederkranz zu bleiben. Das Singen am Maibaum sei sehr gut angekommen und soll in diesem Jahr wiederholt werden. Auch die sonstigen Aktivitäten können sich sehen lassen und seien mit dafür verantwortlich, dass sich die "Neuen" beim Liederkranz wohl fühlen. Man konnte dem Schriftführer glauben, dass selbst eine Werbeveranstaltung und vor allem die Metzelsuppe bei den Gartenfreunden zu unterhaltsamen Abenden werden. Der Ausflug am 1. Juni bei schönstem Wetter hatte zum Schloss Linderhof und Kloster Ettal geführt. Der Schriftführer bedankte sich für die Organisation der Reise bei Marlies und Helmut Schmidberger

Auch Hubert Pfender begann seinen Kassenbericht mit einem Gedicht:

D'r Müller schempft an Maier na: "I sag d'r, i ben übel dra,
mei Alta macht me narret schier, all Tag verlangt se Geld von mir."
D'r Maier guckt da Müller a - wia no d'r Mensch so domm sei ka!
Er frogt: "Om alles en d'r Welt, was macht dui mit deam viela Geld?"
"Woiß i's? Jetzt lacht der Tropf vergnügt - se hot no nia ois von m'r kriagt

Der Kassier hatte es diesmal leicht seine Zahlen zu präsentieren, denn unter dem Strich war ein Plus von 2391 € zu verzeichnen. Den größten Teil hatte der Liederkranz erwirtschaftet und dabei sei der Einsatz beim Jubiläum der Gemeinde der größte Brocken gewesen.
Die Kasse war von Ingrid Raiber und Thomas Schmid geprüft worden und die Prüfer bescheinigten dem Kassier eine tadellos geführte Kasse.

Die Reihenfolge der Berichte sei geändert worden, sagte der Vorsitzende, da er in den vergangenen Jahren meist den Jahresablauf dem Schriftführer vorweggenommen hätte. So beschränkte er sich auf einen kurzen Rechenschaftsbericht in dem er die vielfältigen Tätigkeiten des Vorsitzenden vorstellte.
Da in der vergangenen Woche das Thema der "sterbenden Chöre" in der Schwäbischen Zeitung behandelt wurde und er dort in einem Interview seine Meinung gesagt hatte, wollte er die Gelegenheit nutzen und der Versammlung seine Gedanken dazu näher bringen. Die traditionellen Dorfchöre hätten nach Überzeugung von Schmidt keine Überlebenschance und junge Sänger seien für dieses Liedgut nicht zu gewinnen. Der Versuch des Liederkranzes mit dem Projektchor zum Kirchenkonzert hätte zwar fünf Neue gebracht aber die Jugend würde sich wohl eher für Chöre wie Chorisma entscheiden. Auch seine im Jahr 2005 gemachten Aussagen zum Schwund der fördernden Mitglieder hätten sich bestätigt und bis zum Jahr 2020 hätte der LKW wohl keine Passiven Mitglieder mehr. Dies sei insofern bedenklich, da in diesem Rahmen auch das Publikum weniger werde.
Zum Abschluss seiner Rede bedankte sich der Vorsitzende bei den Sängerinnen und Sängern insbesondere dafür dass sie bei den vielen spontanen Ereignissen immer mitziehen. Er bedankte sich auch bei den Vorstands- und Ausschussmitgliedern, der Fahnenabordnung und den Notenwarten. Ein dickes Dankeschön zollte er der Chorleiterin, die zwar manchmal streng sei, aber mit ihrer Beharrlichkeit letztendlich doch immer recht gehabt hätte.

Die stellvertretende Vorsitzende Irmgard Weiler wollte zunächst nicht, aber einer müsste sich letztendlich auch beim Vorsitzenden für seinen großen Einsatz um den Liederkranz bedanken.

Bea Math berichtete für Chorisma. Die Auftritte an der Konfirmation, am Martin-Luther-King-Gedächtnis und in Ingerkingen seien durchwegs erfolgreich gewesen. Das Highlight sei das Konzert Quer Beæt gewesen. In der übervollen Festhalle sei der Mix aus Chormusik, Tanz und den Beatboxern mit Begeisterung aufgenommen worden.
Chorisma hätte derzeit 54 aktive Sänger, davon aber nur 10 Männer und deshalb sei man dabei eine Werbeaktion für Männer zu gestalten (SMS: Sänger-Männer-Suche). Die Chorsprecherin erläuterte die Schwierigkeiten der Chorleitersuche und dass man mit Simon Föhr den passenden Mann gefunden hätte. Der wöchentliche Probenbesuch und die mitreißende Art des Chorleiters hätten Chorisma einen Schub nach vorne gebracht.

Bürgermeister Fark entschuldigte sich zunächst für seine Verspätung, dankte dann den Chören des Liederkranzes für ihr Engagement in der Gemeinde und er wisse, dass er sich auf den Liederkranz verlassen kann. Die Problematik des demographischen Wandels hätte auch den Liederkranz erreicht, aber er sei überzeugt, dass die Vorstandschaft diese Herausforderungen meistern werde. Er sei froh, dass Frau Math bei ihren Ausführungen zur Männerwerbung ihn nicht direkt angeschaut hätte, aber Singen sei nicht seine Sache. Fark schlug der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft vor, die dann auch einstimmig erteilt wurde

Nach dem positiven Kassenbericht für den Liederkranz wurde von der Versammlung beschlossen, den Beitrag für die aktiven des Liederkranzes unverändert bei 25 € und für die Fördernden bei 13 € zu belassen
Anja Willmann hatte für Chorisma wurde eine Budgetrechnung präsentiert aus der hervorging, dass bei einer Chorstärke von 50 Sängern, der Betrag etwa 55 € betragen müßte. Die Versammlung stimmte deshalb dem in der Abteilungsversammlung gefassten Vorschlag zu, den Jahresbeitrag für Chorismasänger auf 50 € festzulegen. Auch dem Vorschlag, dass Familienmitglieder für den halben Betrag bei Chorisma singen können, wurde zugestimmt. Und auch der dritte Antrag, dass in beiden Chören Singende jeweils den höchsten Betrag zahlen sollen, der dann zur Hälfte beiden Chören gutgeschrieben wird, wurde zugestimmt

Nach dem leidigen Thema Geld kamen die Chorleiter zu Wort. Simon Föhr konnte leider nicht anwesend sein und ließ ein Schreiben verlesen in dem er sich bei Chorisma für die tolle Mitarbeit bedankte. Der Entschluss den Chor zu übernehmen sei ihm zunächst nicht leicht gefallen aber inzwischen hätte er ihn keinen Tag bereut.

Chorleiterin Christine Wetzel atmete zunächst tief durch um dann dem Vorsitzenden erst einmal kräftig zu widersprechen. Ein Chor der in einem Jahr zwei solche außergewöhnliche Konzerte stemmen könne, bräuchte sich keine Gedanken um die Zukunft zu machen sondern solle sich an dem Erreichten erfreuen. Das Jahr 2009 solle nicht so stressig werden wie das vergangene, aber das Maisingen und eine ähnliche Veranstaltung im Sommer seien ihre nächsten Pläne.

Franz Jakesch, Gott sei Dank rechtzeitig wieder auf den Beinen, führte als Wahlleiter anschließend durch den nächsten Tagespunkt. Die Wahlen konnten rasch durchgeführt werden, da sich die zur Wahl Stehenden bereit erklärt hatten ihre Ämter weiter zu führen und keine Gegenkandidaten gefunden wurden. Wiedergewählt wurden der 1. Vorsitzende Siegmar Schmidt und die Ausschussmitglieder Maria-Luise Schmidberger sowie Claudio Blasizzo. Keiner der Anwesenden fördernden Mitglieder war bereit als Vertreter für die fördernden Mitglieder zu kandidieren und so bleibt dieses Amt weiterhin vakant.

Ehrungen Fördernde:
(Die mit * gekennzeichneten waren nicht persönlich anwesend)

Ehrung Aktive:

Statistik

Für Heiterkeit sorgte wieder die Auswertung der Singstundenbesuche. Erstmals seit vielen Jahren konnte der Sopran mit 83,9 % die Tenöre überflügeln.
Für vollständigen Probenbesuch wurde Elsa Hörmann und für nur eine Fehlstunde Paula Heckenberger mit einem Präsent belohnt. Zwei Fehlstunden hatten Maria-Luise Schmidberger und Anton Gantner und drei Fehlstunden Maria Lerch.

Unter dem Punkt Sonstiges wurde angesprochen dass die Aufstellung am Gemeinschaftskonzert unvorteilhaft für die Frauen war. Und nachdem es bereits zwei Gedichte gegeben hatte, schloss Iris Wagner mit einem passenden Gedicht über die "Hauptversammlung des Gesangvereins"

Der Vorsitzende bedankte sich bei den Teilnehmern für ihre Geduld und bei der Feuerwehr für die Bewirtung und mit dem gemeinsamen Lied "Mögen sich die Wege" wurde der offizielle Teil der Hauptversammlung beschlossen.

 

 

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