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Bleib bei uns - ein großer Erfolg
Chorleiterin Christine Wetzel hatte mit der Auswahl der Stücke den Geschmack des Publikums getroffen und in der vollbesetzten Pfarrkirche in Warthausen ein großes Kirchenkonzert präsentiert.
Pfarrer Müller begrüßte die Besucher in der vollbesetzten Pfarrkirche. In seinen Einleitungsworten zitierte er Bischof Georg Moser: "Die Musik vermag es, in die tiefen Kammern des Gemütes hinunter und in die verborgenen Winkel des Herzens einzudringen...und im Kampf der Welt, die Schönheit der Vollendung aufleuchten zu lassen".
Bei der Einleitung des „Ave verum“ hatte das
Orchester anfangs Mühe, das Tempo der Dirigentin richtig aufzunehmen,
fand sich aber schnell und war dann ein sicherer Begleiter des Chores.
Das Mozartstück wurde ergreifend, ausdrucksstark und überzeugend
vorgetragen.
Jederzeit dem Dirigat der Chorleiterin folgend, harmonierten Chor und
Orchester in dem Stück „Verleih uns Frieden“.
„Freut euch alle“ hieß es anschließend beim „Festchor“ von J. S. Bach. Bei diesem mächtigen Chorsatz konnten die mehr als 60 Sängerinnen und Sänger ihr gesamtes Klangvolumen ausbreiten, aber auch dosiert zurücknehmen.
Nach soviel klassischer Wucht war der deutsche Gospel „Oh Lord“ absolutes Kontrastprogramm. Von Dieta Hiller am Klavier und Ines Kling an der Querflöte begleitet, sang der Chor begeistert und meisterte die vielen Tonartwechsel und rhythmischen Schwierigkeiten bravourös.
Traumhaft erklang das einleitende Klavierspiel von Dieta Hiller bei John Rutters „The Beauty of the Earth“. Von Andrea Sigg wurde das Thema zunächst mit der Querflöte übernommen und dann setzten zunächst von die Männer- und dann den Frauenstimmen, jeweils umspielt von der anderen Stimme ein. Alle vereint, besangen dann die Schönheit der Erde.
„Die Himmel erzählen“ von Haydn ist der wohl mächtigste und populärste Chor aus der „Schöpfung“. Nach imposanter Einleitung überzeugten Sabine Krauß, Stefan Keck und Knud Balandis als Erzengel im solistischen Zwischenteil. Mit intensiver Orchesterunterstützung und enormem Einsatz der Dirigentin meisterte der Chor den schwierigen und fulminanten Schlussteil.
Den passenden Abschluss bildete das sechsstimmige Abendlied von Josef Rheinberger. Zart beginnend steigerte sich der Chor zum Forte um dann piano zu enden: „Denn es will Abend werden“.
Lang anhaltender Applaus war der Dank des Publikums für die beeindruckende Leistung. Sichtlich erleichtert gab der Chor als Zugabe „Gott ist die Liebe“ und als der Applaus nicht enden wollte, nochmals „Oh Lord“.
Der Liederkranz hatte das Konzert mit „Bleib bei uns“ betitelt. In erster Linie war damit die Eingangszeile des Abendliedes gemeint, aber als Hintergedanke auch die Hoffnung, dass einige der Projektsänger nach dem Konzert beim Chor bleiben werden – und die Hoffnung ist in Erfüllung gegangen.



