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Mumm - Mozart und Manches mehr
Nachdem der Liederkranz in den letzten Jahren zusammen mit Chorisma konzertiert hatte, wurden Stimmen laut, dass man den traditionellen Chor mal wieder ohne Popzusatz hören wolle und deshalb gab es am 12. Mai 2007 wieder ein traditionelles Liederkranz-Konzert. Von Marlies Schmidberger und Susanne Enderle war die Bühne der neu renovierte Festhalle frühlingshaft dekoriert worden.
Ein Team von Chorisma hatte sich bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen und der Mumm-Sekt stand parat. Was fehlte waren die Zuhörer und mit etwas mehr Zuspruch aus der Gemeinde hatten die Veranstalter schon gerechnet.
Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch und die Besucher wurden von W. A. Mozart, in Person von Ehrenfried Müller, höchstpersönlich begrüßt. Der Meister verteilte Mozartkugeln und manches "Küss die Hand". Mozart führte auch durch den klassischen Teil des Programms und dabei gab er etliches Unbekanntes sowie viele heitere Anekdoten aus seinem Leben preis.
Vom Liederkranz hieß es dann "So soll
unsre Freundschaft sein".
Es folgte die "Warnung" in der die Väter, sprich Männer, vor den süßen
Verlockungen durch die Plätzchen, gemeint sind die Frauen, gewarnt
wurden.
Ruhig erklang anschließend die "Abendruhe"
Zwischen den einzelnen Mozartstücken
plauderte der Meister aus dem Nähkästchen. Ob es ein Brief an seine
Schwester war oder die überzogene Kündigung beim Landesfürsten,
Ehrenfried Müller stellte den Mozart prächtig dar.
"Im Grünen" war wohl das schwerste Stück des Abends aber der Chor folgte
der Chorleiterin auf jeden Wink und war voll konzentriert.
Fein und ganz nach Schumann Art hieß es dann "Mich zieht es nach dem
Dörfchen hin"
Der erste Block des Salonorchesters war mit "Frühling in Wien" überschrieben und die Zuhörer in den vordersten Reihen wurden nicht nur von den Melodien, sondern auch vom Duft des riesigen Fliederstraußes in das frühlingshafte Wien versetzt. Das Highlight war sicherlich der vom Chor und Orchester gemeinsam dargebrachte Strauß-Walzer "An der schönen blauen Donau". Viele Zuhörer meinten nach dem Konzert man hätte in dieser Art mehrere Stücke gemeinsam aufführen sollen. Ja man hätte sollen, aber durch die lange Sperrung der Festhalle war die Planung schwierig gewesen und Kooperation mit dem Salonorchester relativ kurzfristig zu Stande gekommen.
Nach der Pause spielte das Salonorchester beliebte und bekannte Evergreens. "Puppchen, du bist mein Augenstern", "Ich hab das Fräulein Helen baden sehn" oder "Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren" brachten den verdienten Beifall.
Auch beim Liederkranz ging es im zweiten
Teil heiter und tierisch zu. "Ich wollt ich wär ein Huhn" gackerte der
Chor und dann trieb "der Floh" sein Unwesen. In rasantem Tempo kitzelte
und bitzelte das Tierchen durch die Weiberwelt.
In dem Stück "Bel ami" wurden die Vorzüge des Mannseins besungen und zum
Schluss hieß es "Probier's mal mit Gemütlichkeit".
Siegmar Schmidt bedankte sich mit je
einer Flasche Mumm bei Klaus Pfalzer, Florian Eggert (Klavier) und
Ehrenfried Müller (Mozart).
Einen Blumenstrauß und riesigen Beifall erhielt die Chorleiterin
Christine Wetzel, ehe sich der Liederkranz mit dem Kanon "Bona nox -
bist a rechter Ochs" vom Publikum verabschiedete.





