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Gemeinschaftkonzert Liederkranz & Musikverein
Musik erfüllt die Welt
Für die Gemeinde Warthausen war der 900. Geburtstag das zentrale
Ereignis, das mit dem Festwochenende im Juli seinen Höhepunkt fand.
Maßgeblich am Erfolg dieser Veranstaltungen waren die Warthauser Vereine
beteiligt und aus diesem Miteinander der Vereine entstand die Idee, dass
Liederkranz und Musikverein mit einem gemeinsamen Konzert die Feierlichkeiten
beschließen sollten.
So einfach die Idee zunächst schien, denn beide Vereine machen Musik,
so schwierig war die Umsetzung. Bläser und Sänger sind zwei Welten, aber die musikalisch
Verantwortlichen, Christine Wetzel für den Liederkranz und Peter Schuck für den Musikverein,
hatten eine gemeinsame Basis gefunden.
Das Angebot sollte dem Geburtstag entsprechend, ein
breites Spektrum der Musikgeschichte abbilden, für alle machbar sein und den Publikumsgeschmack
treffen.
Die ersten Proben waren alles andere als harmonisch aber mit jeder weiteren gemeinsamen Probe
wuchsen Chor und Orchester zusammen und letztendlich gelang am 15. November 2008 ein gemeinsames
Konzert, das wohl als einmalig bezeichnet werden kann.
„Das Miteinander aller Vereine hätte das Jubiläum erst ermöglicht und aus dieser Erkenntnis – gemeinsam sind wir stark – sei die ambitionierte Idee eines Gemeinschaftskonzertes geboren worden“, so begrüßten die Vorsitzenden der beiden Vereine, Stefanie Lendle und Siegmar Schmidt das Publikum.
„Freude schöner Götterfunken“ war die musikalische Begrüßung von Chor und Orchester. Von einem Bläserensemble begleitet besang der gemischte Chor des Liederkranzes anschließend das Konzertmotto: „Musik erfüllt die Welt“. Auch bei „Drei schöne Dinge fein“ und „die Rose“ wurde der Chor von den Bläsern elegant begleitet.
Beeindruckend waren die Solisten mit großartigen und ausgebildeten Stimmen. Christine Wetzel mit „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical Elisabeth und ebenso Roland Weber bei „Il signore con te“. Die Bläser verstanden die Solisten dezent zu untermalen und in den freien Passagen ihr Volumen zu unterbreiten.
Das Prunkstück und den Abschluss des ersten
Konzertteiles bildete der „Triumphmarsch“ aus Verdis Oper „Aida“. Hier
konnte der Klangkörper der über 100 Aktiven seine Masse voll zur Geltung
bringen. Vom bekannten Trompetensolo über den Frauenchorteil bis zum Stakato des Männerchores
beim Einmarsch der Ägypter, gelang dieser Teil vortrefflich.
Gegenüber den sonst üblichen Saitenwürsten hatten die Aktiven ein umfangreiches Buffet im Franz-Reichle-Saal
vorbereitet. Für 2,50 € konnte dort aus einem überwältigenden Angebot der Hunger gestillt werden.
Beim „Donauwalzer“, bei dem sich das Schifflein des Chores anfänglich durch durch die
Wellen des Orchester durchzusetzen hatte, kam man schließlich mit frischem Mut in Wien an.
Weiter ging der Streifzug durch die Musikgeschichte dann bis in die Gegenwart.
Bei den „Morning Spirituals“, einer Rhapsodie verschiedener Spirituals,
war der Chor, bedingt durch die vielen Tempowechsel und die englische
Sprache, intensiv gefordert aber durch das präzise Spiel des Orchesters
wurde diese Schwierigkeit bravourös gemeistert.
Als Soldat Berger und als Hippies hatte sich das Quartett der Sänger (Margot und Ehrenfried Müller, Christine Wetzel und Siegmar Schmidt) für das Medley aus dem Musical „Hair“ hergerichtet und als bei „Hare Krishna“ noch Blumenkränze umgehängt wurden, sprang der Funke auf das Publikum über und es wurde mitgeklatscht. Von den Musikern war bei diesem acht Minuten dauernden Stück Höchstleistung gefordert, denn das Tempo steigerte sich permanent.
Zum Abschluss gab es ein Medley aus den Hits von Udo Jürgens und insbesondere bei „Mit 66 Jahren“ bestätigten die Sänger, dass noch lange nicht Schluss ist.
Lang anhaltender Applaus war der Dank des Publikums für die große Leistung von Chor und Orchester. Die Vorsitzenden der beiden Vereine bedankten sich insbesondere bei den musikalischen Leitern Christine Wetzel und Peter Schuck für ihren Einsatz und die Programmauswahl. Abwechselnd hatten beide die Konzertvorträge dirigiert.
Mit den Zugaben „Wahre Freundschaft“ und dem „Bozener Bergsteigermarsch“ wurde das Gemeinschaftskonzert beendet.

