Chronik
2004 -
Am 10. Januar 2004 fand im Feuerwehrgerätehaus die 139.
Jahreshauptversammlung statt. Nach der Feststellung der ordentlichen
Bekanntmachung des Termins begrüßte der Vorsitzende die Gäste, insbesondere
Bürgermeister Fark, die Ehrensänger und die Vertreter der örtlichen Vereine.
Es folgte das Gedenken für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder:
Edmund Fürch, Josef Boscher, Konrad Eggert, Alfred Hörmann und Gerlinde Kanz.
Nach seinem ausführlichen Rechenschaftsbericht bedankte sich der Vorsitzende
bei den aktiven Sängern beider Chöre und bei den fördernden Mitgliedern. Ein
besonderer Dank galt allen Mitgliedern von Vorstand und Beirat sowie den
Notenwarten, der Fahnenabordnung und natürlich der Chorleiterin.
Schriftführerin Elke Aumann konnte von 13 gesanglichen Auftritten beider Chöre
berichten. Bei den externen Auftritten von Chorisma in Betzenweiler und
Bergatreute sowie beim Auftritt des LKW in Sipplingen hätten die Chöre das
singende Warthausen gut dargestellt.
Kassierin Irmgard Weiler präsentierte die Ein- und Ausgaben centgenau und von
den Kassenprüfern Iris Wagner und Ingrid Raiber wurde ihr wieder eine tadellose
Kassenführung bescheinigt.
Abteilungssprecher Martin Lang berichtete für Chorisma. Von der Gründung über
die Eingliederung bis zum heutigen Stand zeigte er den Weg des Chores auf.
In Anspielung auf den Kassenbericht verwies Bürgermeister Fark auf die überall
leeren Kassen, bevor er die Entlastung der Versammlung vorschlug.
Bei den anschließenden Wahlen wurde Hubert Pfender als neuer Kassier und
Gerhard Pahl als neuer Schriftführer gewählt. Mit einem herzlichen Applaus und
Blumen wurden die Vorgängerinnen in diesen Ämtern, Irmgard Weiler und Elke
Aumann, verabschiedet.
Auf Grund der veränderten Vereinsstruktur und der Eingliederung von Chorisma
als eigenständige Abteilung wurden folgende Satzungsänderungen einstimmig
beschlossen und beim Amtsgericht zur Eintragung eingereicht:
Die Möglichkeit der Abteilungsbildung wurde neu aufgenommen. Die
Wahl der Rechnungsprüfer als Aufgabe der Hauptversammlung wurde gestrichen. Die Zusammensetzung des Ausschusses wurde folgendermaßen
geändert: Mindestens 6 aktive Mitglieder des Liederkranzes so die
Abteilungssprecher und nach Möglichkeit ein passives Mitglied.
Etwas enttäuscht war der Vorsitzende, dass lediglich zwei von neun zu ehrenden
passiven Mitglieder anwesend waren. Nachdem in den vergangenen Jahren nur
Männer für vollständigen Probenbesuch geehrt werden konnten, hatte es diesmal
eine Frau geschafft an allen 54 Proben und Auftritten anwesend zu sein: Irmgard
Weiler
Das einstige Highlight des LKW, die Fasnet, verkommt immer mehr.
Gerade noch zu einer
Fasnetssingstunde kommt man zusammen. Dass jedes Mal die Gleichen ihre Sketche vorbringen wird sich wohl auch nicht mehr
ändern und doch ist es immer wieder erstaunlich, was diese wenigen auf die
Beine bringen. Seien es die Seitenhiebe von Moni Grope auf das männliche
Geschlecht und der Konter von Hubert Pfender: "Wir Männer sind
spitze!" oder die sportliche Abmagerungskur mit der Speckbehandlung per
Wellholz durch Irmgard Weiler und Ingrid Raiber. Der Keyboardkauf wegen Lambada
von Margot und Ehrenfried Müller sorgte auch für einiges Gelächter.
Am 21. März fand eine Klausurtagung des gesamten Vorstandes statt. Im Vorfeld des Konzertes zum 140 jährigen Jubiläum wollte der Vorsitzende die Tätigkeiten der einzelnen Vorstands- und Ausschussmitglieder definiert und festgeschrieben haben. Wenn diese Beschlüsse in die Tat umgesetzt werden, dann hat in der Führung des Vereins ein Umbruch zu echter Teamarbeit stattgefunden.
Am 28. März sang Chorisma zum ersten Mal an der Konfirmation. Nach anfänglichen Unstimmigkeiten mit dem LKW-Chor gab der Erfolg dieser Entscheidung recht. Begeleitet von Thomas Sauter am Keyboard brachte Chorisma Schwung in die Konfirmation. "Hallejuja salvation and glory", beim ersten Auftritt am Konzert 2002 noch schüchtern gesungen, gelang dem Chor exzellent. Bürgermeister Fark war voll des Lobes und erzählte, dass in seiner Bankreihe mit geschnippst wurde. Auch Pfarrer Bosch sprach von einer guten Entscheidung, denn nicht nur die Konfirmanden sondern auch deren Eltern seine doch durchwegs jung und wüssten diese Art der Musik zu schätzen.
Am Freitag, 21.05.2004 starteten 3 Busse, nicht in aller Herrgottsfrühe, sondern
um 8.00 Uhr zur 750 Jahrfeier von Warthausen aus nach Waldenburg. Mit
Pinkelpausen und einer Rast zum Mittagessen, gelangten wir gegen 15 Uhr in
Waldenburg an. Dort wurden wir von Bürgermeister Fark erst einmal gefangen
genommen, denn er verkaufte die Eintrittskarten für die
"Randfichten". Die Warthauser Sänger wurden dann von ihren
Gastfamilien in Empfang genommen. Bei dem ganzen Durcheinander war der Koffer
des Vorsitzenden irgendwie abhanden gekommen, hatte sich aber nach 2 Stunden glücklicherweise
wieder eingefunden.
Am Freitagabend ging es nach Callenburg in die Sportgaststätte. Ingrid Bachert
begrüßte die Sängerinnen und Sänger aus Warthausen und überreichte dem
Vorsitzenden des LKW die zum Fest erstellte Chronik über die Töpferstadt
Waldenburg. Ein deftiges Abendessen mit grünen und weißen Kartoffelklößen,
Blaukraut und Jägerbraten war die rechte Grundlage für den geselligen Abend. Gekonnte
Einlagen und Gedichte über Stuhlgang, Bäumefällen oder das missliche Kerzenlöschen
begeisterten die Sänger. Hubert Pfender spielte auf dem Akkordeon und es wurde
kräftig geschunkelt. Die Einlage des Holzmichels, den einige Schwaben noch
nicht kannten, war die rechte Einstimmung für das, was uns am Samstagabend
erwarten sollte.
Am Samstagmorgen war Zeit für
einen Spaziergang durch Waldenburg. Leider war der historische Markt noch nicht
geöffnet aber jeder hat individuell etwas über Waldenburg erfahren, manche
waren sogar im Museum. Liebevoll, mit Puppen vor vielen Häusern und mit Fähnchen
war die Stadt geschmückt. Irgendwie hat sich dann ein Großteil so gegen
11 Uhr beim Festzelt getroffen. Dort gab der MV Warthausen ein Frühschoppenkonzert
in einem fast leeren Festzelt. Auf jeden Fall gab's Applaus vom Liederkranz.
Um 14 Uhr trafen sich die Sänger im Schloss zur Chorprobe. Peter Haller war
auch eingetroffen und so konnte eigentlich nichts schief gehen. Etwas überrascht
war man über den vielfältigen Auf- und Abgang aber durch die gekonnte Ansage
von Frau Höppner wurde jede Gruppe trefflich vorgestellt. Die
Chorgemeinschaft Waldenburg eröffnete den ersten Teil des Konzertes in dem viel
zu kleinen Schlosssaal. Sehr diszipliniert und von hoher Qualität (Aussage der
Warthauser Chorleiterin) waren die Vorträge der Chorgemeinschaft. Das
Quintett der vier jungen Sängerinnen um die Chorleiterin Claudia Grünwald
bestach mit gekonnten klassischen und modernen Liedern. Der Liederkranz hatte
mit den Melodien zum Verlieben nach der Pause seinen Auftritt. Von Warthauser
Seite war immerhin der ehemalige Bürgermeister Wohnhaas zugegen, der uns nach
dem Konzert eine gelungene Vorstellung bestätigte. Mit
drei gemeinsam gesungenen Liedern wurde das Konzert beendet. "O happy
day" war der krönende Abschluss eines gelungenen Konzertes, das auf Grund
der Zeitknappheit keine weitere Zugabe mehr zuließ. Denn
es hieß sich sputen, da im Festzelt die reservierten Plätze bei den
"Randfichten" belegt werden mussten. Fast alle Warthauser Sänger
und auch Bürgermeister Fark hatten sich im Zelt eingefunden. Ein besonderer
Dank gebührt dem Bürgermeister für seine Fahrdienste.
Bei hellem oder dunklen Bier, bei Kümmerling oder sonstigem Getränk ließ man
es sich gut gehen und als dann die Randfichten auftraten explodierte die
Stimmung. Beim
Holzmichel gab es kein Halten mehr denn: "Er lebt noch". Jung und Alt
sprang auf und riss die Arme in die Höhe. Auf Bänken und Tischen stehend wurde
gefeiert. Eine echte
Stimmungsband die Randfichten und die Gelegenheit zum tanzen wurde auch
ausgiebig genutzt. Zwar
waren manche Texte kaum zu verstehen "Griene Kließ und Schwammebrie"
oder "de Spackfettbemm" aber das war egal, es ging auf jeden Fall ins
Ohr (nicht nur der Lautstärke wegen). Gegen
22.30 Uhr gab es noch ein Feuerwerk. Weidlich ausgekostet wurde Rakete um Rakete
in den Nachthimmel geschossen. Ein organisatorisches Manko waren die Toiletten.
Selbst die Männer mussten in Dreierreihen Schlange stehen (hoffentlich hat's
jedem gereicht).
Am Sonntag war's dann chaotisch.
Auf Grund des Regens wurde von der Mehrheit der Sänger beschlossen,
noch vor dem Umzug nach Hause zu fahren. Da aber zur abgemachten Zeit nicht alle
verfügbar waren, entschloss die Chorleiterin auf jeden Fall mit zu laufen. Und
so harrten die Sänger in Kälte und Regen am Straßenrand aus und Juliane,
Gebhard und Hubert bildeten die Delegation des Liederkranzes vorne weg im Block
der Warthauser Vereine. Die Freiwillige Feuerwehr Warthausen spritzte aus
vollen Rohren, als ob das Wasser von oben nicht gereicht hätte. Die
Risstalgurren, die Schützen aus Birkenhard und natürlich der Musikverein waren
für die Gemeinde Warthausen am Umzug vertreten. Ein kräftiger Graupelschauer
durchnässte auch die letzten, denn der Bus war geschlossen, da der Busfahrer
beim Mittagessen war.
Schade für die Veranstalter die sich so viel Mühe für einen wunderschönen
Umzug gegeben hatten. Dann ging es an die Heimreise. Da wurden dann die Liederbücher
ausgepackt und unter der Leitung von Juliane auch kräftig gesungen. Irmgard
Weiler setzte mit ihrer Blinknase dem Ganzen die Krone auf und bei so viel
Unterhaltung war man fast zu früh zu Hause.
Die alte Tradition des Geburtstagsständchensingens ließ man am 20. Juni wieder aufleben. Der gemischte Chor des Liederkranz sang am Vortag des Geburtstages von Maria Bretzel und Karl Natterer. Für Maria gab es "Erlaube mir feins Mädchen" und vom Männerchor "Erlaube mir feins Mädchen". Karl hatte sich seine Lieblingsstücke "Als Freunde kamen wir" und "Dank an die Freunde" gewünscht und neben anderen Liedern auch erhalten. Anschließend ging es gemeinsam ins Schloss Cafe wo gegen später nochmals kräftig gesungen wurde.
In den Pfaffenwinkel, benannt nach den vielen Kirchen und Kapellen, führte der Ausflug des LKW am 27. Juni 2004. Geführt von einer Benediktiner-Schwester war der berühmte Gang im Fürstentrakt und der Tassilosaal zu bewundern. Erbaut und stukkiert wurden diese von Mitgliedern der Familie Schmuzer. Weiter ging es nach Altenstadt, dem ehemaligen historischen Zentrum von Schongau, die "alte Stadt". Früher lag Altenstadt am Schnittpunkt zweier alter römischer Straßen, der Via Claudia Augusta und der alten Salzstraße von Kempten nachSalzburg. Die Basilika im romanischen Stil wird urkundlich 1237 das erste Mal erwähnt. Bauliche Veränderungen an der Kirche in den letzten Jahrhunderten nahmen der Basilika nichts von ihrem hoheitsvollen Erscheinungsbild. Das mächtige Kruzifix "Der Große Gott von Altenstadt" auf dem Lettnerbalken, fand nach aufwendiger Restaurierung Mitte der neunziger Jahre einen neuen Platz in der Basilika. Die Basilika mit ihrer überwältigenden Akustik ist natürlich wie geschaffen für einen Liederkranz. Leider ging unser sakrales Repertoire total daneben. Zum Mittagessen ging es auf den 988 Meter hohen Peißenberg, auch Bayerischer Rigi genannt. Nach Süden hin hat man einen schönen Ausblick auf die Alpen. Von der Nordseite aus sieht man , den Ammersee. Vielleicht hat der eine oder andere das alles gesehen, denn nach dem Essen hieß es sich schon Sputen um an den Staffelsee zu kommen. Nach einer Wanderung war Einkehrpunkt das Restaurant Alpenblick. Die Nichtwanderer hatten derweil eine Seerundfahrt gemacht. Der Durst konnte an dem riesigen Ausschank gelöscht werden und selbst ein kleiner Schauer tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Gegen 17 Uhr wurde die Heimfahrt angetreten. Im Gasthof Krone in Berkheim wurde dann der letzte Einkehrschwung eingelegt. Wieder mal viel gesehen, viel gelernt und viel gegessen hat man am LKW Ausflug. Gesungen wurde dann auf der Heimfahrt natürlich auch noch. Ein dickes Dankeschön an den Organisator: Fritz Zitzler!!
Am 10. Juli sang der Männerchor unter Leitung von Siegmar Schmidt am Fest des Pflegeheimes. Kurzfristig vom ehemaligen Bürgermeister Wohnhaas eingeladen, sagten die Männer spontan zu, den Pflegeheimbewohnern und den Gästen einen musikalische Freude zu bereiten. Wegen der ungünstigen Witterung musste das Fest in der Tiefgarage abgehalten werden. Trotz der Unbilden (schlechtes Wetter, laute Gäste) machten die Männer mit einem kräftigen Deutschen Sängergruß auf sich aufmerksam. Dass das "Mädchen vom Lande" etwas zu hoch angestimmt war, merkten nur die Insider, denn es wurde auch in der falschen Tonart zu Ende gebracht. Mit "Aus der Traube in die Tonne" und anderen bekannten Liedern brachten die Männer des LKW eine gern gehörte Abwechslung. Beim Abschließende Schützenlied sang die gesamte Tiefgarage mit.
Am 18. Juli war es endlich soweit: Die neuen Proberäume für MV und LKW wurden
beim Sommerfest des Musikvereins offiziell übergeben. Das Bläserensemble des
Musikvereins eröffnete den Festakt. Bürgermeister Fark gab einen Rückblick
wie es durch die Beharrlichkeit der beiden Vereine überhaupt zu den
Umbaumaßnahmen gekommen war. Er bedankte sich bei den Vereinen für das
Engagement und die vielen Stunden an Eigenleistungen. Er vermisse jetzt schon
die Gespräche und Anfragen mit den Vertretern des Musikvereins. Weiter dankte
er dem Gemeinderat und dem Architekten Gapp. Dieser führte in seiner Ansprache
aus, dass durch die Eigenleistungen der für die Umbaumaßnahmen vorgesehene
Etat sogar noch unterschritten worden sei. Als Anerkennung überreichte er den
Vereinen jeweils eine Spende über 100 €.
Der Liederkranz sang dann
"Musica die ganz liebliche Kunst". Das Preisen der Frau Musica
nahm dann der Vorsitzende Siegmar Schmidt als Aufhänger für seine Rede und er
meinte, dass sich die Frau Musica bedingt durch die unsäglichen Zustände schon
fast vom Liederkranz abgewandt hätte. Natürlich war auch er voll der
Dankesworte für Bürgermeister Fark. Er führte aus, dass der Bürgermeister
sehr schnell festgestellt hätte, dass er sich auf seine musikalischen
Aushängeschilder Musikverein und Liederkranz verlassen kann und dass besonders
der MV auch oft vor den Karren der Gemeinde gespannt würde und dass diese
Überlegungen wohl mitentscheidend waren für die Schaffung des Zentrums.

Schmidt nannte aber auch die Vorgabe des Bürgermeisters, dass er die
beiden Vereine in den nächsten 10 Jahren wegen dieser Angelegenheit nicht mehr
auf dem Rathaus sehen möchte. Der LKW Vorsitzende bedankte sich ganz besonders
beim Musikverein, da dieser die Hauptlast des Umbaus getragen hätte. Namentlich
nannte er Uli Hepp und Andreas Blos als die Initiatoren des gesamten Projektes.
Mit einem Seitenhieb verwies er auf den neu angebrachten Schriftzug
"Musikverein Warthausen" und es sei wohl so, dass wer zuerst kommt
eben auch zuerst malt.
Die Räume des musikalischen
Zentrums sollen nach dem Willen beider Vereine mit den Namen verdienter
Vereinspersönlichkeiten bezeichnet werden. Der Liederkranz entschied sich für
Franz Reichle als Namenspatron. Dass aus dem Übungsraum nun ein Franz Reichle
Saal geworden sei unterstreiche die Ehrung noch, meinte der Vorsitzende des
Liederkranzes.
Der Vorsitzende des Musikvereins Uli Hepp schloss sich den Dankesworten seiner
Vorredner an. Ganz besonders und mit einem Blumenstrauß bedankte er sich bei
der Gemeinderätin Christa Haller für ihren Einsatz in der Sache um die
Probenräume. Für den Musikverein wurden folgende Personen zur Benennung der
Räume geehrt: Willi Zoller, Alfred Hörmann und Konrad Eggert.
Bürgermeister Fark übergab den Vorsitzenden zum Abschluss den Schlüssel für
die neuen Räumlichkeiten in Form eines gebackenen Hefezopfschlüssels.
Der Anfrage von K.-H. Amedick (Vorsitzender der Dürnachspatzen) hatten Chorisma und Liederkranz zugesagt und wirkten mit ihrem Singen am 17. Juli 2004 am Sulminger Dorffest mit. Bei herrlichstem Wetter hatten sich dann alle am Treffpunkt Bar eingefunden und es war auch noch genügend Zeit ein Bier oder einen anderen Lockermacher zu genießen. Zum Einsingen ging es dann in die Haifischbar (ohne Getränke). Juliane machte den Chorismatikern auch noch mal deutlich, dass "wade in the water" heute einfach sein müßte. "O happy day" vom Liederkranz war mit der Superakustik der Haifischbar einfach klasse. Chorisma sang mit "Only you" und "I'm walking" die Stücke die einfach laufen und das gefürchtete "wade in the water" klappte hervorragend mit allen Pausen. Anschließend kam der afrikanische Block mit dem neuen "Nuhu chonga safina" auf der Trommel begeleitet von Sabine Bauch. Zum Schluss gab es "Hallo Django", dem Sommertag angebracht mit Hut und Sonnenbrille. Der Liederkranz erhielt die letzten Anweisungen vom Dorfbüttel und begann mit "Musica die ganz lieblich Kunst". Dem herrlichen Wochenendwetter angemessen war dann "Wochenend und Sonnenschein". Schwierigkeiten gab es dann bei den getrageneren Stücken da das Dürnachzügle munter und laut vor sich hinpfiff und der Sensendengler seinen eigenen Rhythmus beibehielt. Das gemeinsame "V'amo die core" wurde in den Biergarten verlegt. Der Liederkranz schloss die gesangliche Vorstellung mit "O happy day" und es war ein schöner Tag. Eine ganze Anzahl Sängerinnen und Sänger blieben im Biergarten oder besuchten die anderen Attraktionen des Sulminger Dorffestes. Einige Unentwegte blieben bis spät in die Nacht und forderten vehement den "Holzmichel" von den Maselheimer Musikanten - aber vergebens.
Schon zur Tradition geworden ist der Halbjahresabschluss, der am 23. Juli im Schulhof abgehalten wurde. Beide Chöre waren zahlreich vertreten und nach dem Fototermin wurde mit Leberkäs und Salaten ausgiebig gefeiert.
Zum Ausklang des Heggbacher Sommerfestes am 25. Juli sang Chorisma auf der Treppe des dortigen Marktplatzes.
Das Programm mit dem Block der afrikanischen Lieder und die Gospels kamen bei
den Zuhörern sehr gut an. "Somewhere over the rainbow" wurde erstmals
der Öffentlichkeit vorgestellt und klappte trotz aller Bedenken auch recht gut.
Ebenfalls eine Uraufführung war das Heggbacher Sommerfestlied zu der Melodie
"Jetzt kommen die lustigen Tage". Für die Gehörlosen wurde der Text
durch Gebärden angezeigt.
Trotz wöchentlicher Proben wollte sich der rechte musikalische Erfolg bisher noch nicht einstellen und deshalb war am 2. Oktober wieder ein Chorsamstag angesagt. Leider war sehr schönes Wetter, was für solche Veranstaltungen eigentlich Gift ist, und trotzdem waren fast alle Chorismatiker anwesend. Melanie Straub, als noch Mitglied bei Chorisma, hatte sich wieder bereit erklärt einen Teil der Einzelproben zu halten. Die Männer wurden derweil von Juliane betreut. Ein musikalisches Weiterkommen war dann am Ende doch vernehmlich. Die Choreographie liegt jedoch noch sehr im Argen, was aber teilweise auch kein Wunder ist, denn das Schnippsen zum Jazzkanon alleine stellt schon eine enorme Schwierigkeit dar und wenn das dann erst im Einklang mit der Gruppe erfolgen soll (Man beachte den Gleichklang auf dem Bild). Wahrscheinlich haben die Meisten eingesehen, dass der exakte musikalische Vortrag denn doch wichtiger ist als ein gequältes Tanzen dazu. Man wird sehen was letztendlich am Konzert dabei heraus kommt. Zum Mittagessen wurde wieder Pizza bestellt und die Sängerinnen hatten reichlich Kuchen mitgebracht. In der Mittagspause kam dann auch das Thema Kleidung auf den Tisch. Eine T-shirt Projektgruppe wurde gebildet und für das Konzert wurde festgelegt, dass es bei bunt bleibt aber jeder soll in einem einheitlichen Farbton von oben bis unten gekleidet sein.
Als Generalprobe kam der Auftritt beim MGV Ummendorf am 2. Oktober gerade recht.
Etwas unbehaglich war dem einen oder anderen sicherlich, denn die letzten Proben waren doch
qualitatives ein Auf und Ab der geplanten Stücke. Der LKW traf sich bereits um
19 Uhr in der auf Oldies und mit Oldies dekorierten Festhalle zu einem
gründlichen Einsingen und es hat sich aber wieder einmal gezeigt, dass ein
Konzertauftritt dann doch etwas anderes als eine Probe ist. Nach der Pause
öffnete sich der Vorhang für die Warthauser und die als so schwierig
erachteten Brahmsstücke liefen großartig. Wahrscheinlich das erste Mal so, wie
es sich die Dirigentin vorstellte. Mit echten Pianostellen und gekonnt bis zum
Forte steigernd war der Chor vollkonzentriert Auge in Auge mit Juliane. Siegmar
Schmidt begrüßte die Zuhörer im Namen des Liederkranzes Warthausen und
führte aus, dass es ihm als gebürtigem Ummendorfer eine besondere Freude sei,
in Ummendorf aufzutreten. Nach dem Hinweis auf das Warthause Geburtstagskonzert
ging es weiter im Reigen der Melodien. Dass "Zum Tanze da geht ein
Mädel" sehr hoch angestimmt wurde, hat das Publikum wahrscheinlich gar
nicht gemerkt, sehr wohl aber die Oberstimmen. Um so erstaunlicher, dass der
schwierige Tonartwechsel in der Mitte des Stückes auch gemeistert wurde und das
Mädel seinen Tanz bis zum Schluss durchstand. Als Zugabe wurde dann schon mit
Erleichterung das Plaisir d'amour gesungen. Die Warthauser blieben
geschlossen nach dem Konzert noch sitzen und man gönnte sich dann schon ein
oder auch mehr Gläser Wein nach dem gelungenen Auftritt und es wurden angeregte
Gespräche mit den Gastgebern geführt.
Jubiläumskonzert 140 Jahre Liederkranz
Am 16./17. Oktober 2004 feierte der
Liederkranz Warthausen unter dem Motto "Sängergemeinde Warthausen" seinen 140. Geburtstag.
"Das Beste was der Liederkranz seit dem 100. jährigen Jubiläum auf die Beine gestellt hat", war die Meinung unter den vielen positiven Rückmeldungen.
Fritz Zitzler hatte die Geschichte des LKW auf Pinwänden fotografisch aufgearbeitet und besonders die alten Aufnahmen und das Puzzle mit den über 60 Bildern von ehemaligen und aktiven Sängern wurden viel bestaunt. Juliane Kotulla und Andrea Sigg eröffneten den Festakt am Samstag mit zwei Stücken für Querflöte.
Der Vorsitzende Siegmar Schmidt begrüßte die Gäste, allen voran Ehrenmitglied und Ehrenbürger Karl Sauter. Aus der Rede von Sauter, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums, zitierte Schmidt, dass es eine Ehre sei einem Verein vorzustehen und dass man bedingt durch das Amt zwangsläufig durch die Mühlen gedreht würde. Diese Feststellung treffe sehr wohl auch heute noch zu, bestätigte Schmidt. Bei der Vorstellung von Altbürgermeister Wohnhaas ging der Vorsitzende witzig auf das Missgeschick beim 130. Geburtstag ein und meinte, jetzt wäre doch der rechte Zeitpunkt, wieder Mitglied im LKW zu werden. Bürgermeister Fark wurde als dritter in der Runde der Bürgermeister begrüßt und Schmidt unterstrich die guten Kontakte zum derzeitigen Bürgermeister. Als vierten BM konnte Schmidt noch Herrn Pohlers aus Waldenburg begrüßen, der den Verein auch Grußworte überbrachte und eine Chronik von Waldenburg übergab. Ingrid Bachert überbrachte die Grüße der Chorgemeinschaft Waldenburg.
Als herausragende Person der Vereinsgeschichte wurde Franz Reichle begrüßt. Franz Jakesch und Franz Heckenberger waren ebenfalls anwesend und wurden mit viel Applaus willkommen geheißen. Otto Lang hatte sich auf Grund der nicht behindertengerechten Baulichkeiten in der Festhalle entschuldigt. Franz Glöggler musste aus gesundheitlichen Gründen absagen und Günter Offenwanger hatte sich wegen der Wahrnehmung eines anderen Termins entschuldigt. Franz Sonntag, durch den jährlichen Kulturtag mit dem Verein noch sehr verbunden und Markus Gerowski waren ebenfalls anwesend. Juliane Posner war eben als nicht anwesend genannt worden, da erschien sie dann doch noch und Schmidt ging in seinem Manuskript einfach nochmals an die Stelle Posner zurück. Bernhard Bentz hatte seine Verspätung angekündigt, war aber beim Konzert anwesend. Der letzte Chorleitergruß galt der derzeitigen Chefin Juliane Kotulla. Alle noch lebenden Vorsitzende und Chorleiter waren eingeladen worden aber einige konnten anscheinend nicht über ihren Schatten springen und hatten sich nicht einmal entschuldigt. Die Raiba Risstal unterstützte das Jubiläum mit einer Spende von 1000 € die von Wolfgang Merk übergeben wurde. Leider war der Pressevertreter Eugen Schlachter zum Festempfang nicht erschienen, deshalb wurde die Scheckübergabe in der Pause nachgestellt.
Fünf Warthauser Chöre an einem Konzert, eigentlich unvorstellbar und doch so geschehen anlässlich des 140. Geburtstages des Liederkranz. Als Geburtstagskind eröffnete der Liederkranz den Abend. Nach Musica, die ganz liebliche Kunst begrüßte der Vorsitzende ganz kurz die vollbesetzte Halle. Er führte aus, dass alle geladenen Gäste bereits beim Empfang begrüßt worden seien aber wenn man schon mal vier Bürgermeister in der Halle hätte, dann möchte man das schon kundtun. Der Liederkranz hatte bewusst "Komm holder Lenz" gewählt, denn dieses Stück war bereits vor 30 Jahren beim 110-jährigen Jubiläum auch gesungen wurde. Dem Wunsch der Chorleiterin wurde mit den romantischen Brahmsliedern entsprochen, bevor es heiter zum Tanze mit dem Mädel ging und zur Blonden aus "Vaters Garten". Mit der angemessenen Gelassenheit und "probier's mal mit Gemütlichkeit" verabschiedete sich das Geburtstagskind von der Bühne.
Der Kirchenchor als ältester Chor der Gemeinde brachte einen bunten Strauß von Melodien. Unter der Leitung von Maria-Luise Doll, präzise mit Taktstock angebend, folgte der Choral "füllt mit Schalle die Halle". Unter der Klavierbegleitung von Mathias Denzel ging der Kirchenchor zum Zigeunerleben über und zum Abschluss gab es das kleine Lied vom Frieden.
Nach den alten Vereinen gab es nach der Pause das Kontrastprogramm. Frisch und quirlig trauten sich die Kinder von Tonika mit "Trau dich" auf die Bühne bevor es in die Bar zum dicken Hund ging. Ganz groß in Form waren die Kleinen beim Geburtstagslied: "Sing mit uns für den Liederkranz" und als beim Publikum die anfängliche Hemmschwelle gefallen war, gelang dieses Lied mit Hilfe von Frau Hiller sogar als Kanon.
Chorisma war danach an der Reihe und lud sanft ein "Come with me". Martin Lang moderierte eine musikalische Weltreise und lud zu einem swingenden Jazzkanon nach Amerika ein. In den für den Kontinent Afrika stehenden Liedern beeindruckte die Begleitung durch die Trommeln und das Solo von Anja Trinius in Sesebacha. Die Reise ging weiter nach Südamerika zu dem armen Lama das nie spucken konnte bevor es irgendwo über den Regenbogen (somewhere over the rainbow) zurückging. Mit Mercy, mercy verabschiedete sich der Chor.
Zum Abschluss waren die Bräschdleng los und wie. Ob gefühlvoll schmusig mit "how deep is your love" oder lautstark vom Publikum das "Hey" in Mama Loo fordernd, es ging die Post ab. Den absoluten Höhepunkt des Abends aber bildete der grandiose Abschlusschor: Tonika, Chorisma und Bräschdleng auf der Bühne und wegen Platzmangels Kirchenchor und Liederkranz vor der Bühne, sangen gemeinsam unter der Leitung von Julian Kotulla "O happy day".

Standing Ovations und begeisterte Zugabe-Rufe um 23.15 Uhr hat es in der Festhalle Warthausen wohl noch nie gegeben. Begeisterung und Zustimmung von allen Mitwirkenden und aus den Reihen der Zuhörer gab es nach dem Konzert zuhauf und man blieb natürlich auch noch lange sitzen. Chorisma und Bräschdleng verstanden sich musikalisch prima und das gemeinsame Repertoire wurde begeistert erweitert.
Das Programm am Sonntag begann um 10 Uhr mit einem ökumenischen Festgottesdienst. Der Liederkranz umrahmte die Messe, wobei es nicht einfach war, nach der langen Nacht mit dem Gloria gleich in höchste Töne auszubrechen. Die Pfarrer Riedle und Bosch zelebrierten eine schöne Messe zu der sich leider nur 140 Besucher eingefunden hatten. Der Männerchor des Liederkranz, unter der Leitung von Siegmar Schmidt, überbrückte die Zeit bis zum Mittagessen mit Trinkliedern. Den Männern machte es sichtlich Freude wieder einmal als reiner Männerchor aufzutreten. Das Singen über den Rebensaft gab dann auch reichlich Durst und so stießen die Männer bei "in vino veritas" mit den Zuhörern an. Auf der Speisenkarte war die Essensausgabe mit eine Stunde zu spät angegeben, dies führte zu einigem Unmut und die Bedienungen hatte daraufhin alle Hände voll zu tun um die hungrigen Gäste zu bedienen. Aber es wurden dann doch alle satt und ohne Gemaule kann es wohl nicht abgehen. Das Geschnetzelte mit den selbst gemachten Spätzle (es bleibt ein Geheimnis ob die wirklich selbst gemacht waren) mundete allgemein und auch für die Vegetarier war gesorgt.
Ab 14 Uhr wurde es wieder hektisch in der Festhalle, denn die fünf Kinder- und Schulchöre trafen ein. Jedes Kind und die Begleitpersonen erhielten einen Button, der für ein Getränk und Pommes oder Kuchen berechtigte. Die Buttons, von Ines Kling entworfen und verteilt, kamen gut an und ein paar von den Kleinen fragten, ob sie die Anstecker abgeben müssten wenn sie Pommes wollten. Thomas Schuster, alias Jumping Joe, brachte die versammelten Gruppen erst mal auf Touren, bevor die einzelnen Vorträge starteten.
Die Kleinen des Schulchores Warthausen unter der Leitung von
Martina Riedel tanzten unbeschwert unter den Regenschirmen. Gekonnt und mit profihaften
Tanzeinlagen die SingKids aus Alberweiler unter der Leitung von Wolfgang
Hirsch. Der Kinder- und Jugendchor aus
Emerkingen begeisterte mit den Urwaldliedern und dem witzigen Papagei und
dem Nilpferd das grüne Seife liebt. Leitung des Chores Ruth Seethaler. Der Gutenzeller Kinderchor unter
der Leitung von Marianne Braunmüller brachte mit dem Musical
die Wassertropfen-Weltreise vielleicht den einen oder anderen
zum Nachdenken über das Gut Wasser. Mit ihrem 60 Mann (Mädchen und
Buben) starken Schul- und Kinderchor aus Baustetten, machte Uli Fremgen
eine musikalische Bergtour.
Zum Abschluss versammelten sich
alle noch einmal um den Schulamtsleiter Ferdinand Kramer und
verabschiedeten sich mit Jumping Joe vom Publikum.
Den krönenden Abschluss der 140-Jahrfeier bildete das Konzert mit den Mannes Sangesmannen. Was die sechs Oberschwaben vom Stapel gelassen haben kann man mit Worten nicht beschreiben, man muss diese Komik, den feinen Gesang und die Spontanität einfach erlebt haben. Die sächsischen Gäste aus der Partnerstadt Waldenburg waren dabei ein lohnendes Ziel z.B. bei der Übersetzung von schwäbischen Wörtern. Aber selbst eingefleischte Schwaben hatten es nicht immer leicht dem gesanglichen Durcheinander zu folgen aber die Sangesmannen lösten alle Schwierigkeiten und wurden mit viel Applaus verabschiedet.
Der Akkordeon Spielring Mettenberg hatte Chorisma am 13. November 2004 zu einem
gemeinsamen Konzert eingeladen. Viele der Chorisma Sänger konnten sich im Vorfeld wohl schlecht vorstellen an
einem gemeinsamen Konzert mit Akkordeon Musik teilzunehmen aber als
bekannt wurde, dass so bekannte Gruppen wie Mannes Sangesmannen oder
Geiers schon in Mettenberg zu Gast waren, wurde das Ganze dann doch etwas
ernster genommen. Zumal die Mettenberger Gruppe im Chor eine starke Fraktion bildet.
Das war auch der Grund dass die Mettenberger Elvira Weber und Bea Math den Chor vorstellten
und witzig und passend durch die Liedfolge führten. Rhythmischen Rückhalt gab auch
wieder das Trommelspiel von Sabine Bauch bei den afrikanischen Stücken. Wie gut Akkordeon und Gesang
harmonieren zeigte das Duett von Juliane Kotulla und Ehrenfried Müller
bei "Something stupid". Klasse gesungen und gefühlvoll von den Akkordeonisten
untermalt gab es donnernden Applaus und am Ende fehlte nur noch der Kuss. Als gemeinsames
Abschlusslied war im Program "An der schönen blauen
Donau" angekündigt. Dieser Programmpunkt hatte dem Chor einige
Bauchschmerzen bereitet. Gerade mal zwei Proben waren Zeit für das
umfangreiche Werk und der Straußwalzer weicht doch erheblich vom
Standardliedgut von Chorisma ab. Einige wollten aufgeben aber in der
gemeinsamen Generalprobe wurde dann entschieden, dass das Stück
durchgezogen wird und abgesehen von ein paar Einsatzschwächen klappte es
so gut, dass das Publikum vehement eine Zugabe verlangte. Am Ende waren sich die
Chorismatiker einig: Es war ein gelungener Abend und der Einsatz hat sich
doch gelohnt. Mit den Sängerinnen und Sängern von Canto Bello (Roland
Weber) wurde dann noch einiges gemeinsam gesungen und Man(n) oder Frau
blieb dann noch eine ganze Weile in Mettenberg.
Die Kreissparkasse hatte im vergangenen Jahr das Liederbuch "Freude am Singen"
vorgestellt. Zur Freude am Singen war in diesem Jahr der LKW am 19. November zum Liederabend in
die Hauptgeschäftsstelle eingeladen. Der LKW hatte diese Einladung gerne
angenommen, da es doch gute Plattform darstellt, sich auch einmal in der großen
Kreisstadt zu präsentieren. Die Chorleiterin war an diesem Abend leider
andersweitig verpflichtet, aber mit Melanie Straub hatte der LKW eine gute
Vertretung gefunden. Conny Schuler begrüßte die über 300 Gäste und moderierte
gekonnt und kurzweilig durch die Veranstaltung. Der Männerchor der Ksk eröffnete
den Liederreigen mit Wanderliedern. Der Liederkranz hatte ein Programm mit
Liedern, teilweise aus dem Liederbuch, natürlich vierstimmig, und einige
bekannte Volks- und Liebeslieder vorbereitet. Den Abschluss bildete das von
beiden Chören vorgetragene "Wir wandern heut ins Schwabenland". Mit viel Applaus
wurden die Chöre von der Bühne verabschiedet. Die bereitgestellten Häppchen und
Getränken wurden von den Gästen bereitwillig angenommen und so gestärkt, wurde
anschließend zum Gitarrenspiel von Conny Schuler noch kräftig aus dem Liederbuch
gesungen.
Die traditionellen Adventssingen im Krankenhaus und in Birkenhard wurden natürlich wieder durchgeführt.
Am 4. Dezember sangen wiederum beide Chöre auf dem WarthausenWeihnachtsmarkt. Anstatt einer Adventsfeier wurde ein gemeinsames Helferfest als Dankeschön für die am Konzert geleistete Arbeit abgehalten. Am Stephanstag wurde nicht gesungen
2005
Am Freitag, 14. Januar 2005 fand die gemeinsame Jahreshauptversammlung von Liederkranz und Chorisma statt. Der Freitag sei bewusst gewählt worden, um den Mitgliedern von Chorisma auch die Teilnahme zu ermöglichen und außerdem würde der Vorsitzende noch in der Nacht nach Afrika fliegen. Mittels Beamer visuell unterstützt, zeigte der erste Vorsitzende, Siegmar Schmidt, der Versammlung die Hauptereignisse des vergangenen Jahres auf. Neben dem Jubiläum gehörte die Übergabe der neuen Proberäume zu den Höhepunkten. Schmidt verdeutlichte den immensen Zeitaufwand, den er in die Vereinsarbeit steckt. Da Juliane Kotulla berufsbedingt leider nicht weiter machen könne, komme nun eine schwierige Aufgabe auf die Vereinsführung zu, so Schmidt. Er dankte der Chorleiterin für ihr Engagement. Auch dankte er allen Sängerinnen und Sängern, der Gemeindeverwaltung, Bürgermeister Fark, sowie der gastgebenden Feuerwehr. Die Fotoausstellung von Fritz Zitzler zum Jubiläum sei großartig gewesen, meinte Schmidt.
Schriftführer Gerhard Pahl berichtete von den vierzehn Auftritten des Liederkranzes. Darunter waren Meilensteine wie die Teilnahme an der 750-Jahrfeier der Partnerstadt Waldenburg/Sachsen, wo man die Randfichten mit ihrem „alten Holzmichel“ live erlebte, und die gelungene Mitgestaltung des Liederabends in der Kreissparkasse.
Kassier Hubert Pfender betonte, dass der komplette Geldtransfer inzwischen „online“ abgewickelt wird. Die Kasse weist ein kleines Minus auf und wären nicht die Spenden von der Raiba Risstal und von der Kreissparkasse, sowie die Privatspenden gewesen, dann wäre eine beträchtliche Differenz herausgekommen, so Pfender. Die Kasse stimmt! -stellten die Kassenprüfer Ingrid Raiber und Thomas Schmid fest. Bürgermeister Fark führte die Entlastung der Vorstandschaft durch, die auch einstimmig erteilt wurde.
Martin Lang, Sprecher von Chorisma, ließ acht Auftritte Revue passieren. Es hat viel Spaß gemacht, besonders im Pflegeheim von Warthausen ist es ganz toll gewesen, erzählte Lang. Obwohl die meisten Heimbewohner gar kein Englisch verstanden hätten, hätte es viel Beifall gegeben, fügte er verschmitzt hinzu.
Bürgermeister Fark gelang es verständlich zu machen, warum die Gemeinde Benutzungsgebühren von den Vereinen abverlangen muss. Bei den folgenden Wahlen wurde Irmgard Weiler einstimmig als zweite Vorsitzende gewählt. Magda Haug wurde für Jutta Kohnle in den Ausschuss gewählt. Aufmerksamkeit zuteil wurde Hugo Hofherr und Karl Härle mit einer Ehrenurkunde für 40-jährige Mitgliedschaft. Für 40-jähriges Singen im Liederkranz wurden Franz Heckenberger und Winfried Stelzner geehrt. Elsa Hörmann hatte es inzwischen auf 20 Jahre gebracht. Den Dreien wurde die Ehrennadel des Oberschwäbischen Sängergaues überreicht. Zur Hauptversammlung war kein Antrag eingereicht worden. Also alles paletti beim Liederkranz? Jein! Wie viele andere Chöre hat auch der Liederkranz mit seinem Durchschnittsalter von 60 Jahren erhebliche Nachwuchssorgen. Und seit Jahren schrumpft die Anzahl der passiven Mitglieder gleichmäßig um 5 bis 10. Zwar noch nicht brisant, aber dennoch zu bedenken, ist die finanzielle Situation. Wie schon im letzten Jahr, muss die Kasse wieder ein kleines Manko verkraften. Der 1. Vorsitzende Siegmar Schmidt hat Bedenken, was die zukünftigen Einnahmen angeht. Es gibt nicht jedes Jahr solche Spenden, wie zum Jubiläum. Schmidt sieht auch im Liedgut einen Umbruch kommen. Ich bin mit einer anderen Musik aufgewachsen, sagte er und fügte vieldeutig hinzu: Mal sehen, wohin es geht. Traditionsgemäß wurde die Hauptversammlung des Liederkranzes, mit einem Lied beschlossen.
Nach dem großen Erfolg im Vorjahr wurde Chorisma auch dieses Jahr gebeten wieder den Gottesdienst an der Konfirmation am 13. März zu begleiten. Das Einsingen um 9.15 Uhr, was ja für Gottesdiensteinsingen recht human ist, gestaltete sich ziemlich tröpfelnd aber zum eigentlichen Auftritt war dann doch der Großteil des Chores anwesend. Von Thomas Sauter am Keybord begleitet, gelang zum Auftakt "My soul has been redeemed" großartig. Selbst der schwierige Übergang klappte. Die Kanons "O praise the Lord" und "Gracious Lord" sind ja recht einfach zu singen aber durch die Vielfalt der Stimmen und die Ungewissheit, wann ist nun Schluss, denn der Juliane fällt immer etwas anderes ein, musste auch hier volle Konzentration wallten. Mit "Wade in the water" wurden die Fluten des Gotteshauses nochmals durchwühlt. Stimmgewaltig und dann wieder feinfühlig leise gelang dieses Stück dieses Mal hervorragend und niemand musste für das in die Pause singen eine Runde ausgeben.
Erstmals seit Jahren war wieder ein zweitägiger Ausflug vom Liederkranz am 16. / 17. April
ausgeschrieben worden. Nach anfänglich zögerlichen Anmeldungen war es am Ende dann doch so,
dass Fritz Zitzler einen größeren Bus bestellen musste. Angenehme Begleiterscheinung davon:
Es gab als Bonus 22 € pro Person zurück.
Am Samstag ging es gewohnt früh los. Die Mitfahrer wurden an den üblichen Sammelstellen eingeladen
und es war wiederum sehr erfreulich, dass alle pünktlich anwesend waren.
Reiseführer Franz Sonntag zeigte bereits beim Durchfahren des schönen Donautales seine Qualitäten.
Über jede Burg wusste er zu berichten aber auch über die Wildvögel dort und die Wandermöglichkeiten
klärte er auf. Der erste Zwischenstopp wurde am Benediktiner-Kloster Beuron eingelegt.
Die Sage berichtet, Graf Gerold von Bussen, ein treuer Gefolgsmann und Bannerträger, Karls des Großen,
habe 777 das erste Kloster Beuron gegründet. Beeindruckend, weil einfach anders, war die Gnadenkapelle
im Beuroner Stil. Dem Ort angebracht wurde "Gott ist die Liebe" und "Ave verum" angestimmt.
Bereits schon Tradition ist das Sektfrühstück mit Sekt und Brezeln, das beim ersten Stopp
eingenommen wird. Zwar war der Himmel noch leicht bedeckt aber man konnte die Sonne schon
erahnen und so schmeckte dieses erste Frühstück vorzüglich und der zweite Becher Sekt schon
besser.
Rechtzeitig zum Mittagessen trafen wir in Freiburg ein. Das Lokal hatte tatsächlich für so viele Hungrige reserviert und es fing auch ganz flott an. Die Mitteltische wurden flott bedient aber die Flanken hatten irgendwie einen schlechten Platz und als die Bedienung dann auch noch zwei Tabletts fallen ließ, schien es um das Mittagessen geschehen zu sein. Aber gut Ding braucht Weile und so erhielten letztlich alle ihr Mahl. So gestärkt ging es an eine Marathonführung mit Franz Sonntag. Es schien als ob er jedes Haus und jeden Winkel kenne und zu allen Plätzen wusste er eine Geschichte zu erzählen. Es war so intensiv dass gegen 16 Uhr alle nach Kaffee und Kuchen lechzten. Dies sah der Franz dann ein, wir sollten uns aber pünktlich zur Besichtigung des Münsters eintreffen. Das taten die meisten dann auch und Franz spielte sein grandioses Wissen am und im Münster noch einmal aus. Nachdem der Dorauszieher, der Teufel und der Kempf erklärt waren, ging es zu Fuß zum Hotel. Keine Zeit zum Ausspannen, denn es ging bald wieder los. Vorbei an blühenden Kirschbäumen ging es in die Straußenwirtschaft des Weingutes Probst nach Staufen. Als Magda nach einem Bier verlangte, meinte die etwas derbe Bedienung, in etwa 3,5 km Entfernung gäbe es eine schöne Bierkneipe. So sprachen dann doch alle den verschiedenen Weinen zu und es wurde auch kräftig gevespert. Wie es sich für einen Gesangverein gehört, wurde dann auch gesungen. Mit den typischen Trinkliedern des Männerchores wurde begonnen, dann ging es unter Akkordeonbegleitung von Hubert Pfender zu den Liedern aus dem Kreissparkassenbüchlein über und schließlich wurde von den Chorismatikern etwas modernere Weisen angestimmt. Leider musste auf dem Höhepunkt der Stimmung schon wieder der Bus bestiegen werden, da der Fahrer sein Zeitkontingent überschritten hatte. Im Hotel ließen die ganz Harten dann den Tag noch eine geraume Zeit lang nach und ausklingen.
Am Sonntagmorgen gab es ein reichhaltiges Frühstück und ein paar hatten sogar die Vorzüge des Hallenbades genossen, bevor es nach Colmar weiter ging. Leider hatte der Wettergott kein Einsehen mit dem LKW, denn die Führung durch Colmar fiel buchstäblich ins Wasser. So fanden wir in der Dominikanerkirche Unterschlupf und Franz erklärte Martin Schongauers "Madonna im Rosenhag". Bei so viel Ergriffenheit war "Gott ist die Liebe" erneut angebracht. Wunderbare Schilder, schönes Fachwerk und das Kleinvenidig Colmars konnten nur unterm Schirm und triefend nass im Sauseschritt abgehakt werden. Die Gruppe teilte sich dann in verschieden Cafes auf bevor wir uns dann wieder auf die Heimreise machten. Über den Hochschwarzwald, vorbei am verschneiten Feldberg, wurde am Titisee wurde noch eine Pippipause eingelegt und der Touristennippes begutachtet. Zum letzten Ma(h)l ging es in's Neuhaus in Bechingen. Riesenschnitzel und deftige Brotzeit waren der richtige Abschluss. Es wurde auch noch einmal gesungen und sogar "in meines Vater's Garten" klappte ohne Noten entgegen allen Unkenrufen. Zwei schöne, erlebnisreiche Tage waren viel zu schnell vorbei aber alle Dabei gewesenen waren sich einig: Es hat sich gelohnt mal wieder einen zweitägigen Ausflug zu machen. Mit viel Applaus wurden Fritz Zitzler und Franz Sonntag für die hervorragende Organisation und die Führung bedankt.
Singen ohne Ende war angesagt am Chorwochenende 22. – 24. April in der Landesakademie in Ochsenhausen.
Über 70 interessierte Sängerinnen und Sänger hatten das Angebot der Region Biberach wahrgenommen
und sich zu der zweitägigen Fortbildung gemeldet und 14 Warthauser waren auch dabei.
Nach einer ersten musikalischen Einheit mit der Referentin Maike Biffar am Freitagabend,
ging es am Samstag voll zur Sache. Von morgens 9.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr wurde gesungen
und gelernt, unterbrochen lediglich von den Essenspausen und einer Führung durch das Kloster.
Dozent Klaus Brecht überraschte wieder mit Improvisationen und Übungen: Das im Verein so verpönte
Einsingen war hier selbstverständlich – oder war es etwa gar kein Einsingen? Das sonst so
verschmähte Ausländisch, egal ob Englisch oder Latein war plötzlich gar nicht mehr so fremd und
dass „Der Winter ist vergangen“ im Pop-Rhythmus gesungen werden kann, wer hätte das gedacht?
Mit dem achtstimmigen Satz „Amen“ von J. Rutter war dann die Grenze erreicht, es wollte nicht klappen.
Vielleicht war dieses Stück auf die Schnelle einfach zu schwierig. Zuviel war es nicht, denn
als Brecht gegen 21 Uhr noch eine Gospelstunde mit dem Stück „steal away“ anbot, blieb fast die
gesamte Mannschaft auf der Bühne und machte mit. So ging es erst gegen 22 Uhr zum gemütlichen
Teil in den Bräuhauskeller und auch dort wurde noch lange und viel gesungen.
Der Sonntag begann mit einem guten Frühstück und einer erneuten Probeeinheit, bevor zum Abschluss das Gelernte im Bräuhaussaal zur Aufführung gebracht wurde. „Das Erlebnis Chorwochenende und nicht der Druck des Erlernens eines Konzertprogrammes sei das Ziel gewesen“, so Maike Biffar als Begründung, dass dieses Abschlusskonzert nicht öffentlich angekündigt worden sei.
Am 29. April wurde wieder eine Werbeveranstaltung durchgeführt. Sage und schreibe 8 Dampfreiniger hat der Vertreter an den Mann und die Frau gebracht und in die Vereinskasse immerhin 680 €.
Am 5. Juni wurde eine Stimmbildung durchgeführt. Immerhin 20 Frauen und 7 Männer hatten das Angebot wahrgenommen und waren von den Ausführungen von Daniela Heinrich begeistert. Nicht nur die Sitzhaltung sondern auch die Atmung und die Bereitschaft haben bei den Teilnehmern sichtlich Eindrücke hinterlassen, schade nur, dass so wenig das Angebot genutzt haben.
Der Männerchor sang am 11. Juni anlässlich der goldenen Hochzeit von Erwin Manz im Vereinsheim der Gartenfreunde.
Am 25. Juni trat Chorisma beim Jubiläum von TSV und KLJB auf (erstmals mit den neuen T-shirts). Leider war im Programm des TSV der Chor nicht erwähnt worden und auch das Wetter spielte nicht mit und das Fußballspiel Deutschland - Brasilien (2:3) war dem Besucherandrang nicht gerade förderlich. Aber irgendwie fand man in dem Zelt ein Plätzchen und überraschte die Gäste mit einem Querschnitt an Melodien. Von "Pommes, Ketchup und Wienern" über den "Jazzkanon" ging es zu den afrikanischen Liedern, die für etwas Unverständnis sorgten, aber wer kann schon Afrikanisch. Das "Only You" begeisterte die Zuhörer und Chorisma verabschiedete sich mit "Good night sweetheart". Ein weiblicher Fan sorgte dann für etwas Wirbel: "Die Mädels haben so schön gesungen", meinte die etwas besäuselte Frau und stellte erst nach Protest der Sänger fest, dass da auch noch Männer im Chor mitgesungen hatten. Der Vorsitzende Moosmann hatte dann seine Schwierigkeiten diesen Fan wieder von der Bildfläche zu entfernen. Obwohl das Wetter nicht so recht mit machte, blieben die meisten Sänger und Sängerinnen noch lange auf dem Platz und verkosteten die verschiedenen Longdrinks, ehe es durch die Wucht der aufgestellten Boxen doch zu laut wurde.
Bei strahlendem Sonnenschein fand am 27. Juni 2005 im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung
80 Jahre TSV / 60 Jahre KLJB ein Spiel ohne Grenzen statt. Im Vorfeld gab es wieder
Bedenken ob die Oldies vom LKW gegen die Jugend bestehen könnte.
Aber Dabei sein ist Alles und so formierte sich wieder ein gemischte
Frau-Mannschaft. Bereits beim ersten Spiel zeigten die
LKW'ler Souveränität. Trotz der anfänglichen Zielschwäche von Siegmar
brachten die drei auf den Ski mit dem Löffel laufend Bälle an die Folianten
und diese übergaben die Wurfgeschosse weiter und schließlich waren alle
Dosen abgeräumt. Im Zwischenspiel zeigten die
Routiniers dann was alles auf einen Löffel passt. Die Küchenerfahrung zahlte
sich voll aus und mit ein wenig Wohlwollen
der strengen Schiedsrichterinnen wäre da glatt ein halber Zentimeter mehr zu
messen gewesen. Im zweiten Spiel hing letztlich alles von Spritzer
Klaus ab. Das mit dem Handtuch aufgefangene Wasser musste nämlich mit einer
Spritze aufgenommen werden und dann in eine Flasche abgedrückt werden.
Das Ballonspiel war etwas chaotisch, da die
Beständigkeit der Luftballons von den Veranstaltern wohl etwas überschätzt
wurde. So lagen die Puzzelteile vielfach gleich am Start und manch eine
Regelwidrigkeit wurde so provoziert. Erst Huckepack, dann als Schubkarre und
dann schließlich am Balken hatte Margot diesen schweren Part übernommen.
Zum Abschluss gab's die totale Rutsche. Über die mit
Spülmittel präparierte Folie musste nach 5 Runden Karussellaufen um einen
Pfahl, ein Eimer mit Wasser an den Hosenmatz übergeben werden. Unser Gebhard
mit dem Hosenlatz war vielleicht nicht so gut im Handstand aber das Wasser
reichte allemal aus, den mit Fruchtzwergebechern musste der Inhalt weiter
gegeben werden. Der Coach der Truppe hatte Karten für Carmina
Burana in Biberach und sich deshalb vor Spielende geduscht und umgezogen.
Die Mitspieler wollten ihn jedoch unbedingt bis zum Schluss da behalten und
steckten ihn deshalb kurzerhand in eine Mülltonne mit Wasser. Wenn er das
Ergebnis geahnt hätte, wär' vielleicht sogar Carmina ausgefallen.
Einen emotionalen und sangesfreudigen Halbjahresabschluss gab es
am 22. Juli. Ehrenmitglied Siegfried Bretzel hatte sich ein
Ständchen zu seinem 70. Geburtstag gewünscht und was lag näher, als den
Siegfried und seine Familie zum Halbjahresfest einzuladen und dort das
Ständchen zu singen und zu feiern. Der Männerchor hatte eigens die
Silcherlieder "Frisch gesungen" und das "Schifferlied" aufgefrischt.
Der Vorsitzende Siegmar Schmidt klärte die anwesenden
Unwissenden über die mannigfachen Tätigkeiten und Verdienste von Siegfried
Bretzel auf bevor der gemischte Chor mit "O Täler weit" und "als Freunde
kamen wir" sein Dankeschön brachte. Für alle gab es zum Mitsingen dann noch
"Wir wandern heut ins Schwabenland". Irmgard Weiler beschrieb in
Gedichtform die Vorzüge des Alters und der Jubilar bedankte sich, in dem er
in seiner spitzbübischen Art manche Anekdote aus den alten Zeiten erzählte.
In seiner unnachahmlichen Art erzählte er dann etliche Witze und jedes
Nachfragen: "welled'r no oin" wurde lautstark bejaht. Zur Stärkung hatte es wieder
Leberkäse gegeben. Die Salate und das vielfältige Drumherum hatten die
Sängerinnen (und Sänger?) selbst mitgebracht und als das Geburtstagskind
verkündete, dass die Getränke frei seien, wurde kräftig zugelangt. Das
Dessertbuffet fand auch reichlich Zuspruch obwohl beim einen oder anderen
fast nichts mehr hinein passte. So gestärkt leitete Siegmar Schmidt zum „traurigen“
Teil des Abends über. Juliane Kotulla wird nach fünf Jahren, aus beruflichen
Gründen, den Liederkranz verlassen und in Villingen-Schwenningen am
Gymnasium am Breitenberg ihr Referendariat antreten. Der Frauenchor bedankte
sich gesanglich und gab ihr in Bezug auf Männer die besten Ratschläge mit
auf den Weg. Siegmar Schmidt zeichnete noch einmal ihren Weg auf: Vom
kleinen, unsicheren Mädchen bis zur souveränen Chorleiterin hätte Sie sich
entwickelt und die vier Konzerte unter ihrer Leitung hätten diesen Werdegang
wieder gespiegelt. Einen Bildband mit Fotos und Infos über die Zeit beim LKW
sowie eine Billiarde Euros erhielt Sie als Geschenk vom Traditionschor.
Bürgermeister Fark hatte es sich nicht nehmen lassen Frau Kotulla persönlich zu
verabschieden. Er könne sich noch gut an die erste Begegnung mit ihr bei
seiner Amteinsetzung erinnern und dass man ihm geraten hätte: "Das wäre doch
die rechte Frau." Der Bürgermeister bedankte sich für ihr Engagement um den
Verein und in der Gemeinde und überreichte Blumen und ein Fensterbild.
Martin Lang bedankte sich im Namen von Chorisma für den Einsatz und vor allem die
Geduld die Sie gehabt hätte. Birgit Kutter und Doris Weber hatten zwei Lieder umgetextet und
darin die Vorzüge und die Geduld von Juliane zum Ausdruck gebracht. Beim
„Good by sweetheart“ wurde es manch einem schwer ums Herz.
In Anspielung auf die „neue Schulzeit“ wurde Juliane mit einer Schultüte mit Süßigkeiten und
Schulgeld ausgestattet. Nicht zu vergessen: Neben der
Vorstandschaft war Juliane Kotulla maßgeblich an der Gründung von Chorisma
beteiligt. Sie hatte im Jahr 2002 die Gründung eines neuen Chores
unterstützt und sich bereit erklärt die Leitung dieses Chores zu übernehmen.
Der kleine Oberhöfener Männerchor hatte noch seine Version des Beatles-Song
„When I get older“ auf Juliane zugeschnitten.
Dann verkündete der Vorsitzende: Der König ist tot – es lebe der König. Gemeint
war die neue Chorleiterin Christine Wetzel, die mit der
Vertragsunterzeichnung nun für die Geschicke von Chorisma und Liederkranz
zuständig ist. Der Männerchor ermunterte Sie hoffentlich mit dem Lied
„Männer singen“.
Singen am Heggbacher Sommerfest am 24. Juli. Leider spielte auch hier das Wetter nicht mit, so dass der Auftritt nicht im Freien stattfinden konnte. Zur Freude der Bewohner und der Bediensteten sang Chorisma ein halbstündiges Programm. Mit ihrem letzten Auftritt als Chorleiterin präsentierte Juliane Kotulla nochmals einen Querschnitt aus dem Repertoire von Chorisma. Als Uraufführung gelang "The lion sleeps tonight" recht gut. Das Heggbacher Sommerfestlied wurde wieder für die Gehörlosen durch Gebärden übersetzt. Mit viel Küsschen und "Mach's gut" wurde Juliane endgültig ade gesagt.
Nachdem Chorisma zwei Wochen zuvor einen Intensivtag durchgeführt hatte, war auch für den LKW am 24.09.2005 extra Probe angesagt. Leider konnte Juliane an diesem Samstag nicht und so wurden die Männer in der Einzelprobe von Siegmar Schmidt betreut. Das Mittagessen wurde bei strahlendem Sonnenschein im Freien eingenommen, bevor es dann unter der Regie von Christine zur gemeinsamen mittäglichen Probe ging. Pata Pata und das tanzende Mädel wurden intensiv durchgenommen und es waren viele anerkennende Worte der Chorleiterin zu hören. Alles in allem wieder ein gelungener Intensivtag der sicherlich einiges auf dem Weg zum Konzert gebracht hat (wenn nur die Männer das auch glauben würden).
GIN" die gemeinsame Initiative Nachwuchssingen hatte am 2. Oktober zu diesem Konzert eingeladen und eine volle Festhalle in Laupertshausen beschert. Dass sich die Bezeichnung "Junger Chor" nicht unbedingt auf das Alter bezieht, bewies wieder einmal Chorisma. Die Popsongs die teilweise älter sind als der Durchschnitt von Chorisma wurden überzeugend gebracht: "I'm walking", "Only you" und mit dem afrikanischen "Sesebacha" sangen die Chorismatiker auch mal nicht Englisches. Der erste öffentliche Auftritt mit der neuen Chorleiterin Christine Wetzel war eine gute Generalprobe für das Konzert am 15. Oktober.
Zur Unterstützung des Missionsprojektes "Kujbyschew" in Sibirien, hatte Tabularasa am
29.Oktober wieder zu einem Benefizkonzert der jungen Chöre nach Ingerkingen geladen. Rotraud
Angenbauer, begrüßte die Gäste und Chöre recht herzlich und erklärte den
Benefitzgedanken für das Projekt "Kujbyschew". Vor drei Jahren hatte Chorisma
in Ingerkingen einen schweren Stand zwischen all den jungen Chören und man
stufte sich am unteren Ende der Skala ein. In diesem Jahr war Chorisma mit
seinem afrikanischen Programm sicherlich ein Highlight und eine absolute
Abwechslung. Man sah es den Sängerinnen und Sängern auch an, dass das Singen
unter der neuen Dirigentin Christine Wetzel sichtlich Spaß macht. Eigentlich war Chorisma nur auf
3 Lieder eingestellt, als dann im Programm "Sing for Africa" doch
ausgeschrieben war wurde dieser Urwaldsong eben kurzerhand ins Programm
genommen. Die Unterstützung durch die Trommelgruppe Tinsabi passte wie
angegossen zu den afrikanischen Rhythmen und "African jo" ist geradezu
gemacht für Trommeln und Singen. "Pata pata" wurde mit einem Riesenbeifall
bedacht und mit "Good night sweetheart" verabschiedete sich Chorisma.
Im Birkenharder Gemeindehaus fand am 3. Dezember der gemeinsame
Jahresabschluss von Chorisma und Liederkranz statt. Vom Konzert waren noch
Saitenwürste übrig geblieben und so gab es Linsen mit "selbst gemachten" Spätzle
und eben diese Saitenwürste. Der Vorsitzende hatte die rechte Brenne an die
Linsen gemacht und es schmeckte. Den Appetit hatten die Köche unterschätzt und
so gab es zum Schluss nur noch gestreckte Linsen aber auf jeden Fall genug
Würste.
Dem geschäftsführenden Vorstand, den Notenwarten, Martin Lang für Chorisma und der
Chorleiterin wurden für die geleistete
Arbeit gedankt und sie wurden mit kleinen Präsenten bedacht. Gerhard Pahl hatte
für die zweite Vorsitzende sogar die Weihnachtssterne vom Himmel geholt.
Gesungen wurde viel an diesem Abend und Hubert Pfender hatte eigens ein
Adventsliederheft vorbereitet und mit der Ziehharmonika begleitet. Sabine und
Frank Hüntelmann geben ein weihnachtliches Flöten Potpourri. Es wurden auch
wieder etliche besinnliche und heitere Vorträge gebracht und so wissen wir jetzt
von Iris Wagner wie es zum Hergöttle von Biberach kam. Martin Lang verlas eine
X-Mas Mail und Christa Radszuweit eine besinnliche Weihnachtsgeschichte. Irmgard Weiler und
Siegmar Schmidt spielten einen Sketch über die Weihnachtswünsche älterer Leute.
Ein besonderes Schmankerl war das Gedicht von Franz Jakesch, das gut zu den
Aktivitäten am Warthauser Weihnachtsmarkt passte.
Der Liederkranz, seit Jahren fester kultureller Bestandteil des Warthauser
Weihnachtsmarktes, war am Wochenende 2. bis. 4. Dezember mit einem Kaffeezelt präsent.
Für das erste Mal ganz ordentlich, hatte man doch so gar keine Ahnung wie das
alles ablaufen wird und wie die Resonanz sein wird.
Mal abgesehen davon, dass am Anfang wohl die wenigsten Besucher wussten, dass es in
dem Rundzelt ein süßes Angebot gab, sprach es
sich doch schnell herum, dass es im Zelt beheizt war. Und so waren am
Freitagabend bald mehr Suppen- als Kuchenesser zugegen. War ja auch
verständlich, denn wer mag um diese Zeit noch Kaffee und Kuchen? Chorisma hatte
sich nach der Probe zu einem weihnachtlichen Ständchen eingefunden. Die Resonanz
des Publikums zu den heiteren Klängen war eher verhalten, denn ohne
entsprechende Ausrüstung wie Bühne und Rückwand ist im Freien eben nicht zu
singen und dem Warthauser Publikum war der Glühwein zu dem wichtiger.
Der Liederkranz machte am Samstag eine ähnliche Erfahrung. Keine Ansage und kein
rechter Platz zum Singen aber der Chor gab
sein Bestes auf dem weiten Rund des Warthauser Marktplatzes. Am Sonntag gab es
dann noch ein richtig gutes Kaffeegeschäft und Kasper und Bürgermeister machten
sich gut im Rund von Kaffee- und Kuchenduft
Der Biberacher Hegering hatte den den Liederkranz gefragt, ob er nicht die
Waldweihnacht im Burrenwald mit weihnachtlichen Weisen verschönern wolle. Da die
beiden Chöre zum Weihnachtsmarkt sowie ein weihnachtliches Repertoire
vorbereitet hatten, sagte man zu. Bei schönstem Winterwetter ging es am 18.
Dezember in den Burrenwald. In der Grillhütte wurde noch eingesungen und mit
einem Schnäppschen aufgewärmt bevor die Sänger an den Hermannsteich wanderten.
Viel Publikum hatte sich eingefunden.Wo gesungen werden sollte, wusste aber
niemand und als dann noch ein paar stinkende und qualmende Schwedenfeuer
angezündet wurden, waren die erschwerten Bedingungen komplett. Nach dem Blasen
der Jagdhören hielt der Chef der Heger, Herr Wölfle, eine Ansage die aber genau
so wenig verstanden und gehört wurde wie das anschließende Singen der beiden
Warthauser Chöre. Auf jeden Fall war das Wetter schön, die Stimmung
vorweihnachtlich und der Glühwein ausverkauft.
2006
Am Freitag, 13. Januar 2006 fand im Feuerwehrhaus in Warthausen die
141. Jahreshauptversammlung des Liederkranz Warthausen statt. Eröffnet wurde der
Abend mit dem Lied: "In Freud und Leid".
Mittels Powerpoint und Beamer wurden die einzelnen Beiträge visualisiert. In
seinem Rechenschaftsbericht stellte Schmidt die Tätigkeiten des Vorsitzenden und
den zeitlichen Einsatz dar. Im Anschluss daran legte er seine Gedanken über die
Zukunft dar: Es werde immer schwieriger das Publikum zum Besuch von
Chorkonzerten zu bewegen und bei der Vielfalt der Angebote würden nur noch die
qualitativ hochwertigen Veranstaltungen Bestand haben. Die Qualität zu halten
und zu fördern sei das vorrangige Ziel für die Zukunft. Die Chorleiterin können
ihr Wissen anbieten und die Leistung überprüfen, das Angebot umzusetzen, sei
aber Sache jedes einzelnen Sängers.
Schriftführer Gerhard Pahl listete die Aktivitäten des Liederkranz auf. Im Vergleich
zum Vorjahr sei es geruhsamer gewesen und doch sei der LKW an sieben
Auftritten präsent gewesen. Fünf gesellige Veranstaltungen und ein
Jahresausflug zeugten auch von den nichtsängerischen Aktivitäten im
Verein. Beim Spiel ohne Grenzen hätte der LKW den 3. Platz belegt.
Als eher trockene Angelegenheiten bezeichnete er die vier Ausschuss- und drei Sondersitzungen.
Hubert Pfender legte alle Ein- und Ausgaben dar. Die Minderung des
Vereinsvermögens um 125 € sei nur minimal aber in Anbetracht der extrem
sparsamen Haushaltsführung hätte es eben doch keine Zunahme gegeben.
Für Chorisma hätten sich Ein- und Ausgaben die Waage gehalten.
Thomas Schmid und Ingrid Raiber hatten die Kasse geprüft und
bescheinigten dem Kassier eine tadellose Kassenführung.
Renate Bader berichtete von 10 musikalischen Auftritten. Der Workshop
Stimmbildung mit Daniela Heinrich sei auch sehr gut bei beiden Chören
angekommen. Sie bedankte sich beim Liederkranz für die Zahlung der Chorisma
T-shirts und bei Fritz Zitzler für den Ausflug, der auch von
etlichen Chorisma Sängern wahrgenommen worden sei. Chorisma hätte
derzeit 54 Mitglieder wobei 15 aus Warthausen kämen, der Rest aus den
umliegenden Gemeinden.
Gemeinderätin Martina Benz überbrachte die besten Wünsche der Gemeinde und
insbesondere des verhinderten Bürgermeisters. In Anbetracht der positiven
Berichtete schlug Sie der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft vor, was
dann auch einstimmig erfolgte. Für Chorisma wurde der Jahresbeitrag von 40 € bestätigt.
Der Vorsitzende zeigte auf, dass beim jetzigen Beitragsaufkommen ein
jährlicher Fehlbetrag von etwa 600 € zur Deckung der Chorleiterkosten
entstehe. Dieser Betrag sei auf die Dauer nicht mit Arbeitseinsätzen zu
kompensieren und deshalb wurde eine Erhöhung um 12 € vorgeschlagen.
Mehrheitlich wurde dieser Vorschlag angenommen und der zukünftige
Beitrag für Aktive des LKW auf 25 € pro Jahr festgelegt.
Christine Wetzel führte aus, dass Sie sich sehr wohl fühle bei den Chören, dass
Sie aber am Anfang doch unsicher gewesen sei, als Neuling in der Chorleitung
diese Herausforderung zu bestehen. Durch die herzliche Aufnahme und die gute
Zusammenarbeit sei es ihr aber leicht gefallen. Sie lüftete auch ein Geheimnis:
Sie sei noch nie so aufgeregt gewesen wie am ersten öffentlichen Auftritt mit Chorisma in
Laupertshausen aber eben dieser Auftritt hätte ihr eine gewisse
Sicherheit für das Konzert gegeben.
Es sei in ihrem Sinn, dass die beiden Chöre in diesem Jahr getrennte
Aufführungen machen würden, denn so könnte sich jeder Chor besser verwirklichen.
Franz Jakesch leitete in gewohnt sicherer Manier die Wahlen. Die Amtszeiten des 1. Vorsitzenden
sowie der Beiratsmitglieder Marlies Schmidberger und Claudio Blasizzo
waren abgelaufen. Alle drei hatten sich bereit erklärt wieder zu
kandidieren und wer hätte es gedacht - alle drei wurden wiedergewählt.
Erstaunt zeigte sich Siegmar Schmidt nach der geheimen Wahl des 1.
Vorsitzenden, dass es nur eine Gegenstimme gegeben hatte.
Fitz Zitzler als Vertreter der fördernden Mitglieder war nach 12 Jahren
im Amt nicht mehr bereit zur Kandidatur und es konnte kein Bewerber für
dieses Amt gefunden werden. Für seinen großen Einsatz wurde Fritz mit
einem Sängerkrug belohnt. Für Belustigung sorgte die Auswertung der
Singstundenbesuche und jede Stimme hatte eine Entschuldigung bzw. einen
Seitenhieb für die anderen parat.
Für vollständigen Probenbesuch konnte niemand ausgezeichnet werden. Für
zwei Fehlstunden wurden Rosa Braith und Karl Ackermann gelobt. Rosa sei
seit vielen Jahren ein Vorbild, meinte der Vorsitzende. Walter Merk
meinte, die Ehrenmitglieder seien sicher bereit den neuen Beitrag zu zahlen,
wenn sie angeschrieben würden. Der Vorsitzende dankte ihm für die Bereitschaft,
sagte aber, dass die Ehrenmitglieder satzungsgemäß vom Beitrag befreit seien und
diese Befreiung auch verdient hätten, dass aber Spenden nicht ausgeschlagen
würden.
Mit dem gemeinsamen Lied "This little light of mine" wurde der
offizielle Teil der Hauptversammlung beschlossen. Es wurde noch viel
diskutiert und die Würstchen waren schon längst ausgegangen aber
Fritzens Sängerkrug wurde noch einige Male gefüllt.
Im Februar 2006 wurde die Festhalle und Franz-Reichle-Saal wegen Risse in den Leimbindern gesperrt. Der Gemeinderat hatte sich schnell und spontan zur einer Sanierung der Halle entschlossen. Was folgte, war ein für Warthausen typisches Trauerspiel, denn es tat sich ewig nichts. In einer Gemeideratssitzung zu diesem Thema, bei dem die Verwaltung den Anbau eines Stuhllagers vorschlug, zeigte sich, dass einige Gemeindevertreter wohl noch nie die Festhalle und das Bestuhlen aktiv miterlebt haben, denn so blöd waren die Argumente gegen das Stuhllager bzw. gegen eine entsprechende Sanierung der Wände. Bis in den Sommer hinein war immer noch unklar, ob und wann die Halle wieder zu benutzen sei. Der LKW verlegte seine Probenaktivitäten wieder ins Heggelinhaus. Und auch dort gab es wie gewohnt Schwierigkeiten.
Nachdem die Festhalle und unser Probenraum wegen Einsturzgefahr geschlossen war, fand die
Fasnetssingstunde am 17. Februar im Feuerwehrhaus statt. Die
Aufmerksamkeit beim Singen war nicht wie gewohnt, vielleicht lag es an
der Riesenschüssel mit Wurstsalat, die an der Theke stand oder
vielleicht lag es am schönen Rücken der Chorleiterin. Es hatten sich auch einige Mäschgerle
eingefunden und nach der offiziellen Singstunde wurde der Hunger erst
einmal mit ordentlich Wurstsalat und Knauzenwecken gestillt. Beim Holzmichel gingen dann doch
die Hände nach Oben und bei der Schunkelrunde, von Hubert Pfender und
seinem Akkordeon ging es gymnastisch nach Vorne, nach Hinten, nach
Links und nach Rechts. Rosamunde und es gibt kein Bier auf Hawaii wurde
natürlich auch besungen. Zum Mozartjahr hatten sich Margot und
Ehrenfried etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Ausschnitt aus der
Zauberflöte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Orchester (die
Kassette war zu kalt), brachten die Beiden das Duett von Papageno und
Papagena zum Besten. Anschließend kam ein Sittlichkeitsdelikt
zum Aufruf vor den Richter Weiler. Der angeklagte Sänger Siegmar wusste
sich aber den Fragen und Anschuldigungen musikalisch zu erwehren. Ob es
sein Alter oder der Geburtsort war was der Richter wissen wollte, immer
hatte der Angeklagte ein passendes Lied anzubieten. Bei der Frage wie es
zu dem besagten Delikt gekommen sei sang der Angeklagte: "Es war
Frühling, wieder blüht der Flieder, die Röcke werden kurz und die Männer
brechen nieder, denn die Damen zeigen gerne was sie haben unter engen
Blusen ihre allerschönsten Gaben - Möpse" Um die Leibesfülle ging es im Dialog von
Frau Mollig und Frau Rundlich.
Einfach köstlich wie Irmgard Weiler und
Ingrid Raiber die Vorzüge der Vollschlanken gegenüber den klappernden
Dürren verständlich machten. Ein Feuerwerk an Witz und Komik und als
Dankeschön gab es viel Applaus für die Models. Nicht einfach hatte es Familie "Saudumm"
nach dem der Arzt Suppositorien verschrieben hatte. "Er" meinte, es
müsse sich wohl um einen Schreibfehler handeln und in Wirklichkeit wären
es wohl Suppennudeln. Nach mehrfachen Anrufen in der Arztpraxis und den
Auskünften, die Arznei "annal" oder "rektal" einzunehmen war das Ende: "Schieb's
halt en's Fiedla nei". Die ganz Unentwegten wagten noch ein
Tänzchen. Christa tanzte Tscha-tscha zu Charleston und Ehrenfried den
Wiege-Schritt beim Tango.
Die mitgebrachten Krapfen und Küchle wurden verzehrt und so manches Viertele geschlotzt.
Frühlingslieder hatte der Liederkranz für den Auftritt am 5. März 2006 anlässlich der Weihe des
neuen Mannschaftswagen der freiwilligen Feuerwehr eingeübt. Winter- bzw.
Schneelieder wären angebrachter gewesen, denn in der Nacht hatte es Unmengen an
Schnee heran geworfen. Aber was soll's, die Fahrzeugübergabe war durch die Sperrung der Turnhalle und
die Landtagswahl verschoben worden und es war einfach kein anderer Termin mehr
zu finden und so hieß es eben: "Veronika der Schnee ist da"
Die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Margot Müller machten dann das
Beste daraus und die Frühlingsmelodien und die Lieder aus der Italienreise
vermittelten dann doch über die Kaffeezeit angenehme, warme Gefühle.
Das Singen von Chorisma an der Konfirmation gehört inzwischen schon dazu und eine Konfirmandenmutter meinte
nach dem Singen am 2. April 2006: "Euer Gesang hat den Gottesdienst sehr bereichert."
Nach dem Einsingen im Heggelinhaus (9.15 Uhr ist zu spät) ging es in die
katholische Pfarrkirche um mit der ungewohnten Akustik vertraut zu
werden. Thomas Sauter hatte sein Keyboard bereits aufgebaut und
begleitete den Chor wieder in souveräner Art und Weise.
"Halleluja, salvation and glory", in den Strophen jeweils von den Frauen
zuerst allein gesungen, bevor die Männerstimmen dazukommen, kommt zuerst
fast aus dem Nichts und steigert sich nach dem Mittelteil zu einem
großartigen: "He is wonderful". "My soul has been redeemed"
klappte bei dem Wechsel zwischen dem getragenem Anfang und dem rasanten
Mittelteil sehr gut und Mine der Chorleiterin strahlte Zufriedenheit
aus. "O happy day" hieß es dann und Chorisma, mit dem Solo von
Ehrenfried Müller, bereitete den Konfirmanden damit sängerisch
sicherlich einen glücklichen Tag. "Wade in the water", ein von den
Chorleiterinnen geliebtes, vom Chor gefürchtetes Stück, klappte bis zur
schwierigen Pause vorzüglich, dann war irgendwie die Pausenangst
umgegangen aber letztendlich wurde es gut zu Ende gebracht. Das musikalische Highlight
war sicherlich zum Abschluss "Adiemus". Dieses Kunstlied, das obwohl es
eigentlich gar keinen Text hat, passte hervorragend und die
Kirchenbesucher waren sichtlich ergriffen. Pfarrer Bosch bedankte sich
auch beim Chor und meinte: "Schade dass Sie sich nicht selber hier unten
im Kirchenraum gehört haben."
Am Sonntag, 9. April fand wieder eine Stimmbildung mit Daniela Heinrich statt. Die Soprane starteten bereits um 10 Uhr, es folgte der Alt und in der Zwischenzeit gab Christine Wetzel Theorie. Am Mittag fanden sich dann doch auch noch 9 Männer zur Fortbildung im Feuerwehrhaus ein.
Am 6. Mai 2006 trat Chorisma
beim Musikfrühling in Biberach auf. Das Einsingen erfolgte im Museumshof und
alle waren sich einig, dass dies auf Grund der Akustik der rechte Ort für den
Auftritt "Vocal im Spital" sei. Die entsprechende Aufmerksamkeit auf bei dem
Getümmel auf dem Marktplatz verschafften sich die Trommlerinnen von Tinsabi mit
ihrem Eingangsstück und die ungewohnten Klänge veranlassten dann bald jede Menge
Publikum zum Verweilen vor dem Musikpavillon. Man sah und spürte, dass es
Sängern und Zuhörern Spaß machte. Mit viel Applaus wurden die Aktiven bedacht
und als Dankeschön gab es dann zwei Zugaben.
Daran hatte bei der Terminplanung im Vorfeld niemand gedacht: Die Deutsche Fußballnationalmannschaft spielte als Gruppenerster am Samstag, 24. Juni um 17 Uhr im Achtelfinale der Fußball WM 2006. Aber abgemacht ist abgemacht und so war der Chor des Liederkranz fast vollständig nach der ersten Halbzeit zum Einsingen in der Kirche. Die Kirchgänger wurden sozusagen persönlich besungen, denn es kam auf jeden Besucher etwa ein Sänger.„Gott ist die Liebe“ ist eine sichere Bank und verschaffte dem LKW die notwendige Sicherheit für das nachfolgende „Locus iste“, das bei Einsingen noch solche Probleme bereitet hatte. Es ist beim Singen wie beim Sport: Beim Wettkampf ist es eben doch anders als beim Training. Die Stücke aus der Schubert-Messe gelangen vorzüglich und nach Mozarts „Ave verum“ erhielt der zum Abschluss einen Applaus. Ein gelungener Auftritt, leider zur falschen Zeit aber wer weiß – vielleicht hat das Singen den Kickern zum Weiterkommen geholfen oder zumindest den Elfer der Schweden über das Tor gelenkt. Noch intensiver wurde der Verzicht bei der Probe am 30.06. Die Deutsche Nationalmannschaft hatte das Viertelfinale gegen Argentinien, das im Elfmeterschiessen dann doch zu Gunsten der DFB-Elf ausfiel und schließlich belegte unsere Mannschaft bei dieser sagenhaften WM den dritten Platz. Nach den vielfachen Entbehrungen der Proben hatte der Vorsitzende ein Eintrittskarte zum sagenhaften Spiel um den dritten Platz und das machte doch allen Verzicht wett.
Bereits zum dritten Mal war Chorisma am 2. Juli 2006 zum Singen nach Heggbach geladen. Beim Einsingen und
Aufstellung geht's nun mal nicht ohne Geschnatter, ohne hin und her und eben
allem so, was man vor dem Auftritt noch schnell erledigen muss. Schließlich
kehrte dann doch die nötige Besinnung ein und die Chefin konnte das Zeichen zum
Beginn geben. Falls Chorisma im nächsten
Jahr wieder eingeladen wird, würden wir gerne etwas mehr aus unserem
Repertoire vortragen. Die Zeit war wieder kurz bemessen und für den
besinnlichen Abschluss kamen so nur bereits bekannte Sachen zur Aufführung:
"Come with me my love" und "Only you" hört man trotzdem jedes Mal gern.
Ehrenfried unterstützte den Chor beim "Sesebacha" mit der Trommel
und Anja als Solistin. "Sing for Africa"
rundete den afrikanischen Block ab und der Löwe brüllte auch noch beim "The
lion sleeps tonight". Das Heggbacher Sommerfestlied wurde den
Gehörlosen wieder mit Gebärden übersetzt und anscheinend hat die Übersetzung
der Wurst und des Trinkens die Chorisma-Sängerinnen gleichermaßen animiert,
denn es schmeckte anschließend der Wecken und auch das Bier.
Die Fußball-WM 2006 hatte
auch beim Liederkranz einiges durcheinander gebracht. Der Jahresablauf war von
der Terminplanung her um einen Monat verkürzt. Der LKW hatte beim
Achtelfinalspiel gegen Schweden einen kirchlichen Einsatz und beim sagenhaften
Kampf gegen Argentinien war eine Chorismaprobe. Schließlich wurde die Deutsche
Mannschaft, vielleicht auch durch den Einsatz des Liederkranz Weltmeister der
Herzen.
Am 14. Juli fand der Halbjahresabschluss für den Liederkranz und Chorisma
statt. Chorisma hatte zunächst noch eine intensive Probe mit den Trommlerinnen
von Tinsabi für den Auftritt im Museumshof. Der Liederkranz beschränkte sich auf
das Durchsingen des Programms für Vocal im Spital. Ein Regenschauer sorgte für
Abkühlung aber anschließend war es doch so lau, dass man einen angenehmen Abend
im Pfarrgarten hinter dem Heggelinhaus abhalten konnte.
Das vorgesehene Konzertthema "Lateinamerika", oder zumindest so ähnlich geplant,
wollte sich musikalisch einfach nicht so recht einstellen. Zu viele
Unwägbarkeiten gibt es das bei Chorisma: Zu viele Verpflichtungen, zu viel
Urlaub, zu unregelmäßiger Chorprobenbesuch und und und...
Aus diesen Gründen musste der Chortag am 16. September für Chorisma
wieder für eine Intensivprobe herhalten und es hat sich wieder gelohnt.
Wenn Engel reisen, dann ist nicht
immer bestes Wetter, das hatten wir im letzten Jahr erlebt, aber zum LKW-Ausflug
am 24. September 2006 hatte es Petrus wahrlich gut gemeint. Sonne pur, Kultur
und Kulinarisches en masse wurden an diesem Tag geboten. Gewohnt früh startete
der Fromm-Bus um 7.00 Uhr zum Einsammeln der Ausflügler und alle waren pünktlich
an den Einstiegsstationen. Erfreulicher weise hatten sich dieses Jahr auch
einige passive Mitglieder und Ehemalige sowie Bea und Elvira von Chorisma zum
Ausflug angemeldet. Leider hatten einige Aktive das Angebot ausgeschlagen, aber
selber schuld.
Über Ulm ging es auf die A7 und Irmgard Weiler verkürzte die Fahrt mit
Geschichtchen und Witzen, so dass wir fast zu früh das obligatorische Frühstück
mit Sekt und frischen Brezeln einnehmen konnten. Viele Stufen und Stäffele galt
es in Schwäbisch Hall zu bezwingen bis wir endlich an der großen Treppe vor der
St. Michael Kirche angekommen waren. Die Freilicht-Treppe für "Jedermann"
erschien als der rechte Ort für ein Gruppenfoto aber der Regisseur hätte die
Positionen besser umgedreht. In der Kirche erfuhren wir dann noch mehr über die
Geschichte der Stadt und insbesondere über den Reformator Johannes Brenz. Auch
ohne Chorleiterin, unter dem Dirigat des Vorsitzenden, gelang "Mögen sich die
Wege" recht gut und das Stück war dem Haus sicherlich angebracht.
Der Busfahrer
hatte keine Getränke an Bord und in der prallen Nachmittagssonne zeigten sich
schon die ersten Austrocknungserscheinungen, so dass die Reise zügig in die
Weinberge nach Bretzfeld-Adolzfurt ging. Mit dem Saft der Trauben noch einmal
dem Verdursten entkommen, erhielten wir noch eine Schnelleinführung in Weinbau
und Rebenkultur. Die Fußkranken oder Faulen wurden mit dem Bus zurück gebracht,
der Rest genoss die Wanderung durch die Weinberge zurück in die Besenwirtschaft
Borth.
Michael Borth, der Wengerter, ist übrigens der Neffe unseres Sängers
Alois Weber. Salzfleisch, Siedfleisch, Blut- und Leberwürste, Bratwürste, Kraut,
Püree und Soße wurde dann aufgefahren und das alles soviel man wollte. Einzige
Bedingung war, dass es gegessen werden musste und nicht eingepackt würde.
Die Weine des Erzeugers wurden dann ausgiebig probiert. Ob Trollinger, mit und ohne
Lemberger, ob Weißherbst und insbesondere die weißen Spätlesen mundeten
vorzüglich. Gesungen wurden dann natürlich auch. "Ei du Mädchen vom Lande", "Aus
der Traube in die Tonne" und andere Trinklieder des Männerchores. Zum Abschluss
gab es noch eine kleine Weinprobe vom Winzer Michael Borth für Irmgard und
Beate. Das Schwenken des Glases, die Duftaufnahme und letztendlich das Verkosten
wurde intensiv geübt.
Konzert In 80 Minuten um die halbe Welt. Nachdem Chorisma drei Konzerte zusammen mit dem Liederkranz
gestaltet hatte und Stimmen der Zuhörerschaft laut wurden, dass eigentlich jeder
Chor seine eigene Berechtigung hätte, entschloss sich der Chor, dieses Jahr ein
eigenes Konzert durchzuführen. Als geeigneter Ort erschien der Knopf-Stadel,
wegen des intimen Rahmens und des kuscheligen Ambientes. Leider hatten sich die
Verantwortlichen in ihrer eigenen Attraktivität geirrt, denn bereits im
Vorverkauf waren die 170 Plätze ruckzuck vergriffen. So konnte das ansprechend
gestaltete Plakat nicht für Werbezwecke dienen und auch auf eine
Veröffentlichung in der Presse oder im Mitteilungsblatt musste verzichtet
werden, denn man wollte die Besucher schließlich nicht in ein ausverkauftes Haus
locken. Die glücklichen Kartenbesitzer erlebten am 18. November 2006 ein
Feuerwerk verschiedenster Melodien, Rhythmen und Musikvorträge. Als musikalische
Reise in 80 Minuten um die halbe Welt war das Konzert im Programm angekündigt
und der Ballon als Reisegefährt, startete pünktlich um 20 Uhr.
Mit Bildern von
den einzelnen einzelnen Zielen, wurde die Reise visualisiert. Die ehemalige
Chorleiterin von Chorisma, Juliane Kotulla, hatte den Solopart bei „Shadowland“,
dem wohl schönsten Stück aus dem Musical „König der Löwen“, übernommen. Bei der
Überleitung spielte Sie mit der Querflöte und gemeinsam mit Peter Haller am
Klavier führte Sie den Chor zum fulminanten Höhepunkt, ehe es wieder ganz
behutsam hieß "Fathse lesu". Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Martin Lang
bei Juliane für ihre Bereitschaft wieder bei Chorisma mit zu wirken. Adiemus"
war das Highlight und der krönende Abschluss des ersten Teils von Chorisma.
Leise beginnend steigerte sich der Chor zum Forte um dann ganz behutsam Frank
Hüntelmann bei seinem Flötensolo zu untermalen, ehe es wieder in die Vollen
ging. Gänsehaut hätte dieses Stück vermittelt, meinten im Anschluss einige
Besucher.
Mit viel Applaus wurde Chorisma verabschiedet und der Jugendchor aus
Eberhardzell empfangen. Mir send d'r Zeller Jugendchor" stellten sich die 25
Mädels erst mal musikalisch vor. Es folgten Schlager der 70-Jahre oder sogar
noch früher: "Marina" und "Sugar sugar Baby". Das hätte sich Bernd Klüver wohl
auch nicht träumen lassen, dass sein "Junge mit der Mundharmonika" einmal von
einem Jugendchor als Literatur gewählt werden würde. Die Begleitung am Keyboard
hatte Claus Lippert übernommen. Mit so viel Schwung ging es dann in die Pause,
wo der Schwund an der Theke erst mal gebremst wurde, denn die beiden Bedienungen
waren einfach überfordert. Doch schließlich bekam jeder sein Getränk und mit
etwas Glück auch eine Seele und so gestärkt konnte der zweite Teil beginnen. Die
Zeller Mädchen, diesmal in Rot-Schwarz und mit Zylindern gut behütet, begannen
mit "The lion sleeps tonigth" aber in einer schwäbischen Fassung. Anschließend
durfte der kleine grüne Kaktus stechen.
Dann gab es ein Gegacker des weiblichen Hühnerhaufens der überging in "Ich wollt
ich wär' ein Huhn". Unter der Leitung von Christine Wetzel stimmten die Mädels
dann "Singing alltogether" an. Dies war die Aufforderung für Chorisma mit zu
singen und so entwickelte sich ein großer Kanon beider Chöre. Die Zeller Mädels
erhielten zum Dank jede eine Rose und auch das eine oder andere Küsschen und
dann verließ der Jugendchor die Bühne und Tinsabi leitete mit südamerikanischen
Trommelrhythmen auf die letzte Station der Reise über.
"La Cucaracha" und "Un pocita cantas" waren die ersten, fetzigen Stücke aus
Südamerika und einige Sängerinnen und Sänger hatten sich stilecht einen
Sombrero aufgesetzt, denn um Sombreros und Machos ging es schließlich in den
Liedern. Schließlich gab es noch die Zugabe und was hätte besser passen können
als "Time to say goodbye"?
Am 25. November fand die Jahresabschlussfeier
des Liederkranzes in Birkenhard statt. Der Termin war bewusst so früh gewählt
worden, da während der Advents- und Weihnachtszeit sowieso viele Termine
wahrzunehmen sind. Leider hatten nur ein paar Mitglieder von Chorisma das
Angebot angenommen aber vielleicht lag es auch einfach daran, dass durch die
Misere des Probenraumes und der damit verbundenen Einschränkungen das Angebot
nicht richtig veröffentlicht werden konnte. Auf jeden Fall war es ein
unterhaltsamer und kurzweiliger Abend. Zur Stärkung gab es erst Mal eine
Gulaschsuppe.
Iris Wagner sorgte anschließend für gute Stimmung mit dem Akkordeon und Sie
wurde gesanglich gern begleitet. Über die Italienreise und andere Schlager
reichte das Repertoire und Gerhard Pahl gab sein Debüt als Solist bei "La
Paloma", das er in Manier von Hans Albers perfekt darbot. Dann ging das Licht
aus und eine kleine Gruppe simulierte die Lichtprobleme beim Singen auf dem
Weihnachtsmarkt. Die Vier zeigten aber auch Wege auf, wie mit Stirnlampe,
Lichterkette oder Minileuchten das Problem in den Griff zu bekommen ist und
letztendlich kam "This little light of mine" auch ohne Licht auf den Weg. Ingrid
Raiber hatte dann noch eine köstliche Geschichte wie Gott die überzähligen
Tierjahre den Männern zusprach und warum sich diese nun zum Esel, Hund und Affen
machen.
Marlies Schmidberger berichtet von einem Mann der als als Beifahrer sein Maul
nicht halten konnte und dann geläutert den Weg zu Fuß nach Hause antreten
musste.
Sabine und Frank Hüntelmann spielten mit ihren Flöten besinnliche und schöne
Weisen auf.
Schließlich ließ es sich Irmgard Weiler nicht nehmen, trotz schlechter Stimme,
noch eine Geschichte über das Missgeschick der Birkenharder Weihnachtsgans zum
Besten zu geben.
Am 1. Dezember fand im Feuerwehrhaus in Warthausen
die Abteilungsversammlung von Chorisma statt. Schade dass nur etwa die Hälfte
des Chores die Möglichkeit wahrgenommen hatte, seine Meinung zu sagen und über
den weiteren musikalischen Verlauf abzustimmen.
Martin Lang ließ das abgelaufene Jahr und die vielfältigen Termine noch einmal
Revue passieren.
Auch Wahlen standen auf der Tagesordnung: Bea Math wurde als Stellvertreterin
des Chorsprechers und Else Schweikhardt als neue Beisitzerin, einstimmig
gewählt. Petra Kling erhielt als Notenwartin wieder das Vertrauen. Bea bedankte
sich bei Martin für seinen Einsatz, insbesondere für sein Engagement am Konzert
mit einem Fresskorb aus eigener Schlachtung.
Bei der anschließenden Aussprache wurde allgemein das Konzert gelobt aber auch
verschiedene Kritiken waren zu hören.
Vom 1. bis 3. Dezember gab es auch in Warthausen
wieder einen Weihnachtsmarkt. Das Wetter war nicht gerade weihnachtlich und viel
zu warm für die Jahreszeit aber das hatte dem Besucherandrang nur gut getan. Der
Liederkranz hatte wieder im Cafe-Zelt bewirtet und diesmal mit einem
beleuchteten Schild auch auf sich aufmerksam gemacht.
Am Freitagabend war die Eröffnung und der LKW war mit adventlichen Weisen,
Gospels und afrikanischen Liedern sängerisch präsent. Leider interessierte das
Singen keinen Besucher und es war schon frustrierend wie wenig Anstand manche
Marktbesucher hatten und nicht einmal in unmittelbarer Nähe dem Chor gehör
schenkten. Was soll's, man hat seine Pflicht getan und der Gruppe von Tonika
erging es am Samstag auch nicht viel besser. Das Kuchenbuffet war jeden Tag
reichlich bestückt und letztendlich an Ende jeden Tages auch reichlich
aufgegessen, so soll es ja schließlich sein. Schließlich klappte auch der Abbau
zügig, da sich doch einige Helfer eingefunden hatten.
2007
Am Freitag, 12. Januar 2007 fand im Feuerwehrhaus in Warthausen die 142. Jahreshauptversammlung
des Liederkranz Warthausen statt. Der Platz reichte kaum aus, denn es waren erfreulich viele Mitglieder
von Chorisma, nach der Probe auch zur Jahreshauptversammlung des Gesamtvereines gekommen.
Mittels Powerpoint und Beamer wurden die einzelnen Beiträge visualisiert, wobei es kurzfristig
hektisch wurde, da der Laptop des Vorsitzenden nicht funktionierte, aber die hilfreiche Feuerwehr
besorgte einen Ersatz und so konnte doch präsentiert werden. Eröffnet wurde der Abend mit dem
Lied: "Als Freunde kamen wir".
Nach Feststellung der
ordnungsgemäßen Einberufung eröffnete der Vorsitzende Siegmar Schmidt
die 142. ordentliche Jahreshauptversammlung des Liederkranz Warthausen
und wünschte allen Anwesenden ein gutes neues Jahr. Besonders begrüßt
wurden der Ehrenvorsitzende Franz Reichle sowie alle anwesenden
Ehrenmitglieder.
Josef Weckenmann wurde als Vertreter der Gemeinde herzlich
willkommen geheißen und Schmidt führte aus, dass sich Bürgermeister Fark
telefonisch entschuldigt hätte und er gebeten hätte, auf Gemeinderat
Weckenmann wegen der Festhallenproblematik nicht zu sehr herumzuhacken.
Als Höhepunkt konnte der Vorsitzende einen ganz
besonderen Ehrengast begrüßen - die Vorsitzende des Oberschwäbischen
Sängergaues, Sabine Kees.
Die Besuche der Vorsitzenden des OSG in
Warthausen hätten sich bis jetzt sehr in Grenzen gehalten, meinte
Schmidt, denn lediglich zum 100 jährigen Jubiläum und dann noch
einmal 1975 hätte man so hohen Besuch begrüßen dürfen. Um so mehr freue
er sich und fühle sich geehrt, dass die Vorsitzende des Dachverbandes
sich die Zeit genommen hätte, die Hauptversammlung des Liederkranz
Warthausen zu besuchen.
Man würde ihm inzwischen glauben, dass er fleißig sei und dass er deshalb
nicht jede Tätigkeit vortragen müsse, hätte nach der letzten
Hauptversammlung ein Teilnehmer gemeint, und deshalb hielt sich der
Vorsitzende auch sehr kurz in seinem Rechenschaftsbericht. Die
wichtigsten Tätigkeiten waren auf der Präsentation abzulesen. Auf das
nicht stattgefundene gemeinsame Fest der Vereine und das wegen
Schließung der Festhalle ausgefallene Konzert ging der Vorsitzende dann
doch noch etwas näher ein, und gab mit einem Beispiel seinen Unmut über
unpopuläre Gemeinderatsentscheidungen an Gemeinderat Weckenmann weiter.
Dann konnte es sich der Vorsitzende nicht verkneifen auf die
Singstundenbesuchproblematik einzugehen. Er zitierte einen Artikel in
dem es um laue, also nicht engagierte Sänger ging und dass diese Sänger
die Bremse des Chores seien. Als er dann aber bekannt gab, dass der
zitierte Artikel bereits aus dem Jahre 1911 stammte, ging die
Ernsthaftigkeit in schallendes Gelächter über.
Die stellvertretende Vorsitzende, Irmgard Weiler, hatte in diesem Jahr
auch um das Wort gebeten, und da der 1. Vorsitzende wusste, dass Sie nie
über ihre Arbeit berichten würde, hatte er die vielen, vor allem
organisatorischen Tätigkeiten aufgeführt und unter viel Beifall
ausgeführt, dass Irmgard letztlich die Seele des Vereines sei.
Irmgard bedankte sich schließlich im Namen des gesamten Liederkranzes
bei Siegmar Schmidt für dessen Einsatz und sein Engagement für den
Verein.
In seiner unnachahmlichen Weise ließ Gerhard Pahl das vergangene Jahr
noch einmal Revue passieren. Im Vergleich
zum Vorjahr sei es lediglich ein Einsatz weniger gewesen und das sei das
ausgefallene Konzert gewesen. Die Beteiligung beim Singen im Spitalhof und
der Auftritt im Kreiskrankenhaus seien musikalisch sehr gelungene
Auftritte gewesen. Besonders erwähnte er das Engagement des
Liederkranzes bei der Fußball-WM. Beim Länderspiel Deutschland-Schweden
sei praktisch der gesamte Chor, mit Ausnahme zweier Sängerinnen und
eines Sängers, in der
Kirche gewesen und hätte die Messe musikalisch umrahmt. Auch das Singen auf dem Weihnachtsmarkt sei etwas
gewesen, zumindest hätten die Sängerinnen und Sänger einander gehört,
ansonsten hätte es eh niemanden interessiert.
Dass auch eine Werbeveranstaltung interessant sein kann führte Gerhard
aus, dass der Betten-Peter kein Geschäft gemacht hätte, sei schließlich
seine Schuld gewesen und hätte nichts mit der Sparsamkeit der Sänger zu
tun. Auch auf den Ausflug, von Irmgard Weiler organisiert, ging der
Schriftführer ein. Es sei eine runde Sache gewesen mit Bildung, Kultur
und der Abschluss mit der Einkehr in der Besenwirtschaft Borth hätte der
Gemeinschaft gut getan.
Hubert Pfender legte alle Ein- und Ausgaben dar. Bei beiden Chören waren die
Ausgaben für die Chorleiterin wieder die dicksten Brocken. Der
Kassenstand hätte beim LKW sowie bei Chorisma wieder abgenommen und es
sei im abgelaufenen Jahr ein Verlust von 522 € zu verzeichnen.
Der Vorsitzende führte aus, dass er in naher Zukunft keine weiteren
Einnahmemöglichkeiten sehe, und dass man wohl auch in Zukunft mit einer
Abnahme des Vereinsvermögens rechnen müsse.
Thomas Schmid und Ingrid Raiber hatten die Kasse geprüft und
bescheinigten dem Kassier eine tadellose Kassenführung.
Abteilungssprecher Martin Lang gab eine Übersicht über die Aktivitäten
von Chorisma. Die Auftritte bei der Konfirmation, beim Musikfrühling, in
Heggbach und
beim Vocal im Spital seien durchwegs gut gewesen. Mit einer eigenen
Powerpointpräsentation führte er noch einmal durch das Konzert "In 80
Tagen um die halbe Welt".
Interessant waren auch seine Ausführungen zur Herkunft der
Chorisma-Sänger. Lediglich 24 % kommen aus Warthausen, der Rest verteilt
sich auf die umliegenden Gemeinden und eine Sängerin scheue auch den
weiten Weg von Zwiefalten nicht. Leider hätten einige der jüngsten
Sängerinnen den Chor verlassen, insgesamt habe sich aber die Zahl der
Mitglieder bei Chorisma erhöht.
Er bedankte sich beim Vorsitzenden für die stets aktuelle Internetseite
des Liederkranzes, die insbesondere von den Sängerinnen und Sängern von
Chorisma genutzt würde.
Gemeinderat Josef
Weckenmann überbrachte die besten Wünsche der Gemeinde und ging auch
kurz auf die Problematik der Festhalle ein und dass er schon selbst bei
der Bestuhlung der Festhalle beteiligt gewesen sei.
Er wisse was der Liederkranz für die Gemeinde leiste und in Anbetracht der positiven Berichtete
schlug er der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft vor, was
dann auch einstimmig erfolgte.
Der Vorsitzende schlug vor, trotz des Defizits, die Beiträge auf dem
derzeitigen Niveau zu belassen, was dann von der Versammlung einstimmig
beschlossen wurde.
Christine Wetzel konnte leider nicht anwesend sein, da sie kurzfristig
für ein Hochschulprojekt eingeteilt worden war. Sie hatte jedoch dem
Vorsitzenden ihren Bericht zukommen lassen, mit der Bitte diesen zu
verlesen:
"Ich möchte Euch für euer Engagement im vergangen Jahr danken. Leider
konnte wegen der Halle kein Konzert stattfinden, aber wir haben die Zeit
trotzdem sinnvoll genutzt und einige neue Lieder gelernt. Diese Lieder
werden in unser Konzertprogramm vom 12.Mai einfließen. Des Weiteren
haben wir beim Auftritt im Biberacher Spitalhof uns von einer sehr guten
Seite gezeigt. Der Auftritt war meiner Meinung nach sehr gelungen und
hat einen schönen Kontrast zum übrigen eher modernen Programm gesetzt.
Ebenfalls aus musikalischer Sicht sehr gut waren das Singen im
Krankenhaus BC und die Messe an Stefanstag! Ich danke Euch recht
herzlich für die Mitarbeit im vergangenen Jahr und auch für das Verständnis,
dass manchmal eine Probe zu Gunsten von Chorisma ausfallen musste! Als großes
Ziel in naher Zukunft sehe ich das Konzert am 12.05.2007 ...Ich danke Euch recht herzlich und
freue mich auf die musikalische Zusammenarbeit in diesem Jahr!
Siegmar Schmidt bedankte sich für den großen Einsatz der Chorleiterin
und er betonte, dass Sie ständig besser werde und dass die Chöre
ihrerseits diesen Forstschritt mit entsprechender Probenbereitschaft
honorieren sollten.
Franz Jakesch hatte
wieder die Wahlleitung übernommen. Die Amtszeiten des Schriftführers,
des Kassiers
sowie der Beiratsmitglieder Albert Schädler und Klaus Enderle
waren abgelaufen. Zum Erstaunen Aller erklärte sich Gerhard Pahl
zunächst nicht bereit, erneut für das Amt zu kandidieren. Er korrigierte
diese Aussage dann allerdings, dass wenn sich kein anderer finden würde,
dann würde er es eben noch eine Amtsperiode lang machen. Man kann sich
ausdenken, wie es ausging. Es konnte kein anderer Bewerber gefunden
werden und so wurde Gerhard in seinem Amt bestätig. Die anderen drei
Kandidaten stellten sich wieder zur Verfügung und wurden ohne
Gegenkandidaten und ohne Gegenstimme wieder gewählt. Keiner der
Anwesenden fördernden Mitglieder war bereit als Vertreter für die
fördernden Mitglieder zu kandidieren, so dass dieses Amt weiter
unbesetzt bleibt.
Monika Pahl hatte ihre Tätigkeit als Notenwartin zum Ende des Jahres
2006 abgegeben. Da half auch der Blumenstrauß des Vorsitzenden nichts,
sie ließ sich nicht mehr umstimmen aber der Strauß war auch nicht als
Bestechung sonder als Dankeschön gedacht. Keiner der anwesenden, lauen
Sängerinnen oder Sänger war bereit diese wichtige Tätigkeit zu
übernehmen. Zum Glück hatte sich im Vorfeld Konstanze Neugebauer, eine
neue Sängerin, bereit erklärt, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen.
Zahlreiche Ehrungen konnte der Vorsitzende anschließend vornehmen:
Für 40 Jahre fördernde Mitgliedschaft wurden Eugen Bisinger (nicht anwesend), Franz Laub, Otto Mäschle
(nicht anwesend), Peter Reichle (nicht anwesend) und Karl Schälkle ausgezeichnet. Für
60 Jahre erhielten Karl Natterer, Franz Reichle und Albert Schröter (nicht
anwesend) die Ehrenurkunde des Liederkranz.
Der Vorsitzende fand speziell für die ehemaligen Sänger lobende und
dankende Worte. Speziell für die fördernden Mitglieder hatte der
Männerchor des LKW das Stück "Abendfrieden" einstudiert und als
Dankeschön dargebracht.
Für langjähriges aktives Singen wurden geehrt: Susanne Enderle (10 Jahre), Alois Rahn (20), Klau Fehse (30)
Peter Milz (40), Josef Schad (50), Karl Mönig (60) und Willi Städele (60). Die
Jubilare erhielten die Urkunden und Nadeln aus den Händen der Gauvorsitzenden.
Sabine Kees würdigte insbesondere die 60-er Jubilare und führte aus, dass diese Herren quasi
Gründungsmitglieder des jetzigen Vereins seien, denn im Jahre 1947
erfolgte die Wiedergründung des Liederkranzes Warthausen nach dem Krieg.
Die Beiden hätten inzwischen 7 Vereinsvorsitzende und 11 Chorleiter
mitgemacht und seien trotzdem noch dem Gesang mit Leib und Seele verbunden.
Diese beiden "jugendlichen" Sänger seien Vorbilder und Sie wünschte
ihnen noch viele Jahre Spaß beim Singen.
Gemeinderat Weckenmann überbrachte die Wünsche der Gemeinde und übergab
als Präsent ein Fensterbild mit dem Warthauser Wappen. Er betonte, dass
er beide seit langem kenne und ihre gewissenhafte Art ihm in vielen
Dingen Vorbild gewesen sei.
Siegmar Schmidt überreichte beiden einen Sängerkrug und bedankte sich im
Namen des Liederkranzes, verbunden mit der Hoffnung, dass sie noch lange
mitsingen mögen. Der Männerchor dankte den Jubilaren und sang nach Silcher
"Hab' oft im Kreise der Lieben". Auch der Frauenchor des Liederkranzes
hatte es sich nicht nehmen lassen und dankte allen Jubilaren mit zwei
Liedbeiträgen.
Mit Spannung wurde
die Auswertung der Singstundenbesuche erwartet. Dem vehementen
Applaus nach 80 % Sopranbesuch, folgte die Ernüchterung bei der
Verkündigung des Altbesuches. Die Tenöre hatten wieder knapp die Nase
vorn und die echten Looser waren in diesem Jahr die Bässe. Da sollte
sich die Chorleiterin doch überlegen ob Sie die nicht auch in dieser
Hinsicht motivieren kann.
Für vollständigen Probenbesuch konnte niemand ausgezeichnet werden. Eine
Fehlstunde und damit einen Römer konnte Irmgard Weiler für sich
verbuchen.
Iris Wagner
meinte, dass das 25 jährige Bestehen des gemischten Chores doch
erwähnenswert sei. Ansonsten gab es keine Wortmeldungen. "Siyahamba"
wurde auswendig als Abschlusslied intoniert und Chorisma sang dann noch
"Come with me" und beschloss die Veranstaltung treffen "Good night
sweet heart".
Der Vorsitzende bedankte sich zum Abschluss bei allen Anwesenden und
beim Gastgeber, der Feuerwehr Warthausen und beschloss die 142.
Hauptversammlung mit der Hoffnung, dass man sich nächstes Jahr wieder
sieht.
Es blieben noch viele sitzen und lebhafte Diskussionen und Gespräche gab
es an den Tischen. Mit Moni Schellinger wurden vergangene Zeiten
durchgesprochen und Sie erinnerte auch daran, dass der LKW noch von den
Sipplingern was gut hätte. Schließlich waren die letzten Saitenwürste
gegessen und man konnte mit der Gewissheit nach Hause gehen: "S'war a scheana Generalversammlong"
Fasnet 2007
Ein Programmteil jagte den anderen bei der Fasnets-Singstunde vom
Liederkranz am 9. Februar 2007.
Alle Sketche und Darbietungen hielten das Stimmungsbarometer auf „Hoch“,
auch bei den Teilnehmern von Chorisma, die einen Tisch besetzt hielten
(ca. 8 Personen).
Dafür sorgten gut gelaunte Schauspielerinnen und Musiker, als da waren:
„Die Frauen aus Birkenhard“(Irmgard, Magda, Marlies, Rosa, Margret) und
Ingrid Raiber. Die Pausen überbrückte unser „singende Akkordeonspieler“,
Hubert mit Stimmungsliedern.
Da klagte doch die Frau Haleschka bei Frau Pospischil über ihre Krankheiten:„Jesus Maria, wo es doch iberall fehlen kann, Frau Pospischil. Wissen Sie, da ist mein Gänick, mecht ich am liebsten nicht dran denken, kann es drehen wie ich will, immer diese Schmerze.“„Ach Frau Haleschka, gibt es doch so gute Gänickologen bei uns, die mechten ihnen bestimmt helfe.“ Ja aber Frau Pospischil, wenn es das allein bloß mechte sein, doch habe ich auch große Probleme mit Hämorrhoiden, weiß gar nicht mehr auf welche Backe ich soll sitzen, dass ich mechte mittig sitzen, ist nicht meglich. Weiß ich guten Rat, Frau Haleschka, sie sollten fahren nach Ägipten, gibt es die besten Arschiologen, die mechten ihnen bestimmt helfe.“„Ach, Frau Pospischil, sie sind ja soo gescheit“! Natürlich ging die Geschichte weiter über das Gedärm und was sonst noch alles. Köstlich, wie sich Magda Haug (Haleschka) und Marlies Schmidberger (Pospischil) in das Stück hinein steigerten.
Da kam dann noch die alte Linie 8 zur nächsten Haltestelle „Heggelinhaus“.
Ich denke, der alte Weiß-Ferdl hätte sich beim Vortrag von Gerhard
ebenso amüsiert wie die Fasnets-Teilnehmer. Es ist doch kaum zu glauben, wie schnell ein Fläschchen ausgetrunken ist,
wenn das richtige Mittel drin ist.
Irmgard Weiler, als „Kräuterweible“, hatte ihre Kräutlein in Alkohol
eingeweicht. Sie brachte z. B. Birnenschnaps gegen Halsschmerzen mit, Brombeerlikör
gegen Nieren- und Harnwegsleiden usw.-ja sogar ein besonderes
Holder-Likörchen gegen nachlassende Libido hatte Irmgard im Korb.
Es ist doch sonderbar, da war doch tatsächlich der Holder-Likör in
Null-Komma-nix leer, so dass man z. B. Halsschmerzen vorgab, um noch
eine Arznei zu bekommen.
Christa wagte sich, eine Geschichte auf schwäbisch vorzulesen. Der Vortrag hätte ohne ihre Ankündigung, dass sie nun schwäbisch lesen werde, die Zuhörer vielleicht darüber rätseln lassen, welche Sprache nun gemeint ist, ob Hanse-hessisch oder Nordic-pfälzisch, weil sich Christa jedoch mit ihrer Ankündigung festgelegt hatte, hat sie unfreiwillig eins ums andere Mal eine „Lacherei“ produziert. Zwischendurch musste sie dann zugeben – „das ist nicht so richtig, glaube ich, oder?“ Worauf dann doch herzlich gelacht wurde.
Eine echte Schwäbin, wie z.B. Bea Math, tut sich da leicht. Dia froget – „send sie heit au henna? Wisset se, I be weaga meine Henna henna“, worauf die imaginäre Ratsch-Teilnehmerin zur Antwort gab: „Ond I be weage de hene Henna henna“.
Auch das Ehepaar Irmgard und Gerhard, das zum 50. Hochzeitstag mal wieder nach langer Zeit gepflegt Essen gehen wollte, hatte Probleme mit dem Lesen. In der Speisekarte stand so allerlei Exotisches, von Lederspätzla bis zum Troschtbrot.„I glaub, du bisch it ganz bei Troscht,“ sait sui noch zu eahm.„Woisch bei Lederspätzla, do kriag I doch wieder mei Lederallergie,“ sait er zu ihra, „i glaub mir ganget wieder hoim und machet en Gsondheitsdag“.„Jo, des machet ma,“ sait sui, „weil dahoim isch noch so, do gibt’s morgens Schwarzmus,“ „middags Epfelmus,“ sait er zwischanei „ond obends Orgasmus,“ sait sui. Schea wärs, wenn‘s so wär, allaweil. S‘isch aber bloß so, bei dr Liaderkranz-Fasnet.
Zum Schluss hatte sie noch eine Geschichte parat. Wer schon? Irmgard! Sie erzählte von einem Mehrfamilienhaus, wo es im wahrsten Sinne drunter und rauf ging. In dem Haus wohnten Brüstles, Bäuchles, Rots und Schwänzles, die sich gegenseitig besuchten, aber seltsamerweise nur dann, wenn Rots außer Haus gewesen sind. Also ehrlich, ich kenne gar niemand im Liederkranz, die wo Rots heißen.
Beerdigung Otto Lang und Hermann Kästle
Aber beim Liederkranz ist nicht immer Lachen und Fasnet. Am 2. März sang der Liederkranz an der Beerdigung von Otto Lang. Otto Lang war von 1981 bis 1982 Vereinsvorsitzender und insbesondere durch seine Kreativität beim Liederkranz bekannt.
Am 7. April 2007 begleitet der Liederkranz Hermann Kästle auf seinem letzten Weg. Siegmar Schmidt sprach
ergreifende Abschiedsworte:
Auch der Liederkranz Warthausen trauert um Hermann Kästle. 54 Jahre lang war er einer der aktivsten Sänger des Vereines
und das Singen war ein fester Bestandteil seines Lebens. Es mussten schon ganz besondere Umstände sein,
wenn er eine Singstunde versäumte und erst seine Krankheit im Endstadium lies er als solchen Umstand gelten.
Hermann Kästle war als Mensch wie seine Stimme: Fein und klar. Er konnte zuhören und er konnte erzählen.
Mit seinem Wissen um die Geschichte der Gemeinde und des Liederkranzes war er dem Verein und mir oft ein weiser Ratgeber.
Hermann Kästle war von 1974 bis 1992 aktiv im Ausschuss des Liederkranzes tätig. Seit dem Jahr 2001
hatte er das Amt des Fähnrichs übernommen und dabei manchem Sänger mit der Fahne die letzte Ehre erwiesen.
Heute bleibt uns nichts übrig als die Fahne über seinem Grab zu schwenken und ihm mit den
Worten eines seiner Lieblingslieder zu gedenken: "Nun schlafe Herz und ruh’ dich aus, Vorbei ist Sorg’ und Müh’.
Ganz leise rauscht am stillen Grab Die alte Melodie: "S’ist Feierabend, das Tagwerk ist vollbracht,
s’geht alles seiner Heimat zu ganz leise kommt die Nacht."
Vom 2. bis 4. März 2007 fand in der Landesakademie in Ochsenhausen
wieder ein Chorwochenende für die Chöre der Region Biberach statt.
Im Vorfeld hatte es einigen Missmut gegeben, da sich 28 Interessenten
gemeldet hatten und die Vorstandschaft ursprünglich eine 50% ige
Beteiligung des Vereines in Aussicht gestellt hatte und dabei von etwa
15 Interessenten ausgegangen war.Im Nachhinein muss festgestellt werden,
dass das vereinsmäßige Vermögen nicht besser angelegt werden kann, als in die Fortbildung seiner Mitglieder.
Was die Teilnehmer von den Referenten Maike Biffar und Klaus Brecht vermittelt bekamen, war großartig und die
Meinung hinterher war: "Das hat sich gelohnt"
Konfirmation
Chorisma begleitete am 25. März 2007 die Messe anlässlich der Konfirmation. Es war eine gelungene Bereicherung des Gottesdienstes und BM Fark war anschließend ganz begeistert von Adiemus. Man war konzentriert bei der Sache, sichtlich wie Regina und die großen (Orgel)pfeifen. Es hat einfach Spaß gemacht auch wieder Mal in der guten Akustik der Warthauser Kirche zu musizieren. Mit "Give thanks" (weltlich heißt der Text Go west) animierte Chorisma die Konfirmanden zum Dank an Gott. Nicht gewöhnlich bei Kirchenkonzerten, war der Applaus nach dem Stück "Komm sag es allen weiter", aber anscheinend hatte dieses im Swing-Rhythmus und in Deutsch dargebrachte Stück, die Kirchenbesucher begeistert. "Oh happy day" mit dem Solo von Ehrenfried Müller, passte ebenfalls zu dem schönen Tag. "Let my light shine bright" und das abschließende "Adiemus" erfüllten das Gotteshaus zur Freude Aller. Selbst Frau Doll, die Organistin und Leiterin des Kirchchores war voll des Lobes für den gelungenen Auftritt von Chorisma. Anschließend gab es noch ein Gläschen Sekt, denn Christine Wetzel hatte an jenem Sonntag Geburtstag und Sie war trotz des intensiven Chortages des LKW am Samstag und trotz der Geburtstagsfeier in voller Konzentration bei ihrem Chorisma: "Alles Gute, liebe Christine"
Chorisma in Schemmerberg
Als Gastchor war Chorisma zum Konzert des Liederkranz Schemmerberg eingeladen worden. Nach einigem Hin und Her um den Termin, blieb es dann doch beim 28.04. und auf die Schnelle wurden in zwei Proben die drei gemeinsamen Stücke eingeübt. Sauer war die Chorleiterin als zum Auftritt nur 30 Sängerinnen und Sänger erschienen waren aber Martin Lang führte bei seiner Ansage aus, dass dies eben die 30 Besten wären. Nach den prima Vorträgen des Kinderchores und des Schemmerberger Jugendchores, war die Reihe an Chorisma. Für die südamerikanischen Stücke aus dem letzten Konzert, rassig und schnell vorgetragen, gab es reichlich Applaus. Das Adiemus zum Schluss klappte diesmal ohne jene Fehler und war wohl das Highligt von Chorisma. Der Liederkranz Schemmerberg sang ein Medly bekannter Disney-Musical-Melodien. Die Dekoration, die Masken und die Bereitschaft solistisch aufzutreten hinterließen auch bei den Chorismatikern tiefen Eindruck. Die gemeinsamen Stücke und insbesondere "Hello Mary Lou" klappten zur Freude des Publikums, sehr gut und ein lang anhaltender Applaus war der Dank.
Mumm - Mozart und Manches mehr
Nachdem der Liederkranz in den letzten Jahren zusammen mit Chorisma konzertiert hatte, wurden Stimmen laut, dass man den traditionellen Chor mal wieder ohne Popzusatz hören wolle und deshalb gab es am 12. Mai 2007 wieder ein traditionelles Liederkranz-Konzert. Von Marlies Schmidberger und Susanne Enderle war die Bühne der neu renovierte Festhalle frühlingshaft dekoriert worden. Ein Team von Chorisma hatte sich bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen und der Mumm-Sekt stand parat. Was fehlte waren die Zuhörer und mit etwas mehr Zuspruch aus der Gemeinde hatten die Veranstalter schon gerechnet. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch und die Besucher wurden von W. A. Mozart, in Person von Ehrenfried Müller, höchstpersönlich begrüßt. Der Meister verteilte Mozartkugeln und manches "Küss die Hand". Mozart führte auch durch den klassischen Teil des Programms und dabei gab er etliches Unbekanntes sowie viele heitere Anekdoten aus seinem Leben preis. Vom Liederkranz hieß es dann "So soll unsre Freundschaft sein". Es folgte die "Warnung" in der die Väter, sprich Männer, vor den süßen Verlockungen durch die Plätzchen, gemeint sind die Frauen, gewarnt wurden. Ruhig erklang anschließend die "Abendruhe". Zwischen den einzelnen Mozartstücken plauderte der Meister aus dem Nähkästchen. Ob es ein Brief an seine Schwester war oder die überzogene Kündigung beim Landesfürsten, Ehrenfried Müller stellte den Mozart prächtig dar. "Im Grünen" war wohl das schwerste Stück des Abends aber der Chor folgte der Chorleiterin auf jeden Wink und war voll konzentriert. Fein und ganz nach Schumann Art hieß es dann "Mich zieht es nach dem Dörfchen hin". Der erste Block des Salonorchesters war mit "Frühling in Wien" überschrieben und die Zuhörer in den vordersten Reihen wurden nicht nur von den Melodien, sondern auch vom Duft des riesigen Fliederstraußes in das frühlingshafte Wien versetzt. Das Highlight war sicherlich der vom Chor und Orchester gemeinsam dargebrachte Strauß-Walzer "An der schönen blauen Donau". Viele Zuhörer meinten nach dem Konzert man hätte in dieser Art mehrere Stücke gemeinsam aufführen sollen. Ja man hätte sollen, aber durch die lange Sperrung der Festhalle war die Planung schwierig gewesen und Kooperation mit dem Salonorchester relativ kurzfristig zu Stande gekommen. Nach der Pause spielte das Salonorchester beliebte und bekannte Evergreens. "Puppchen, du bist mein Augenstern", "Ich hab das Fräulein Helen baden sehn" oder "Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren" brachten den verdienten Beifall. Auch beim Liederkranz ging es im zweiten Teil heiter und tierisch zu. "Ich wollt ich wär ein Huhn" gackerte der Chor und dann trieb "der Floh" sein Unwesen. In rasantem Tempo kitzelte und bitzelte das Tierchen durch die Weiberwelt. In dem Stück "Bel ami" wurden die Vorzüge des Mannseins besungen und zum Schluss hieß es "Probier's mal mit Gemütlichkeit". Siegmar Schmidt bedankte sich mit je einer Flasche Mumm bei Klaus Pfalzer, Florian Eggert (Klavier) und Ehrenfried Müller (Mozart). Einen Blumenstrauß und riesigen Beifall erhielt die Chorleiterin Christine Wetzel, ehe sich der Liederkranz mit dem Kanon "Bona nox - bist a rechter Ochs" vom Publikum verabschiedete.
Radtour um den Federsee
Am Sonntag, 10. Juni machten 18 Sängerinnen und Sänger des LKW und deren Angehörige eine Radtour um den Federsee. Gestartet wurde um 13.30 Uhr an der Kirche in Birkenhard bei herrlichem Wetter. Die Fahrt ging zunächst bis zur Burrenwirtschaft, wo Fam. Enderle noch dazu kam. Leider ging es so nicht lange, denn es fing an zu regnen. Zwei Memmen (Männern) gefiel dies gar nicht und sie drehten wieder um. Die anderen beteten aber zum Herrgöttle von Biberach und tatsächlich war nach einer halben Stunde wieder schönstes Wetter. Wir fuhren bis Ahlen und bogen dann nach Ödenahlen ab. Weiter ging es nach Alleshausen, Moosburg , dann durch das Naturschutzgebiet über den Steg nach Bad Buchau. Bevor wir in die Stadt einfuhren, besuchten wir noch den Wackelwald. Bei Jutta, Irmgard und Fritz wackelte dabei nicht nur der Boden. In Bad Buchau war es an diesem Sonntag ausnahmsweise sehr ruhig und bald hatten alle ein Eis in der Hand. Nach der Eispause ging es dann weiter über Oggelshausen und Stafflangen zur Burrenwirtschaft, wo wir unser verdientes Vesper zu uns nahmen. Am Schluss war jeder der Meinung, dass es ein schöner Nachmittag war und dass eine Radtour auch im nächsten Jahr wieder angeboten werden soll.
Chorisma in Heggbach
Bereits zum vierten Mal sang Chorisma zum Ausklang des Heggbacher Sommerfestes. Pünktlich um 17 Uhr hatten sich die Sängerinnen und Sänger auf dem Marktplatz in Heggbach eingefunden. Christine Wetzel war beim Kreismusikfest in Uttenweiler verpflichtet und so hatte Vizedirigentin Margot Müller die Leitung übernommen. In der Heggbacher Kirche wurde eingesungen und man könnte sich gut vorstellen, im nächsten Jahr dort ein kleines Konzert zu geben, anstatt nur ein paar Lieder zum Ausklang zu singen. Der Sonntag hatte mit wunderbaren Wetter begonnen, aber pünktlich zum Auftritt von Chroisma zogen dicke Regenwolken auf, also sputen. Pünktlich ging es um 18 Uhr los mit "O praise the Lord". Allerdings musste das Preisen vorzeitig abgebrochen werden, denn das Glockengeläut hielt massiv dagegen. Schließlich klappte es doch noch. "Kommt sagt es allen Leuten" swingte es anschließend von der Treppe des Marktplatzes. "Let my light shine bright" war der nächste Gospel und das Publikum, darunter Bürgermeister Fark und einige Sängerinnen vom Liederkranz, klatschten begeistert Beifall. Es reichte gerade noch zum "O happy day", denn dann setzte der Regen ein und das Heggbacher Abschlusslied fiel ins Wasser.
Zweitägiger Ausflug ins Allgäu
Man sollte mal wieder ein gemeinsames Erlebnis wie früher organisieren, war nach den Singstunden immer wieder im Gespräch. So wurde ein Ausflug mit Übernachtung und Hüttenabend ausgeschrieben. Als der Anmeldetermin näher rückte, waren dann die Bedenken zunächst groß ob eine Übernachtung im Matratzenlager noch angebracht sei. Was die Gruppe am Wochenende des 1. und 2. September erlebte, stellte alle Unkenrufe in den Schatten, denn der Ausflug wurde zu einem grandiosen Erlebnis. Um 10 Uhr startete der Bus in Oberhöfen und in Warthausen und Birkenhard wurden die Mitreisenden an Bord genommen. Auf Schloss Zeil wurde der erste Zwischenhalt gemacht und die Schlossanlage besichtigt. Das erste positive Erlebnis war das ausgiebige und gute Mittagessen im Grünen Baum beim Schloss Weiter ging die Fahrt nach Isny. Viel zu kurz war, laut Stadtführerin, die Zeit für die Stadtführung bemessen und so konnte sie uns nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erklären. Erstaunt war man über die vielen Gemeinsamkeiten der ehemals freien Reichsstädte Isny und Biberach. In Isny gab es im Mittelalter, wie in Biberach, die Flachsbauer, die Weber und die Färber. Interessant auch die Geschichten um die Gefängnistürme und den Steuerzahlerbrunnen. Besonders beeindruckt hatte auch die Besichtigung der Hechelmann-Ausstellung im Schloss Weiter ging es nun nach Weitnau zum Quartier beziehen. Die Begrüßung mit Sekt, Kaffe und Kuchen machte gleich gute Laune. Und als sich das Matratzenlager dann als Mehrbettzimmer entpuppte, waren auch die größten Skeptiker beruhigt. Es war keine Zeit zum Verweilen, denn der LKW hatte sich für das Singen während der Abendmesse in Kleinweiler angemeldet. Anscheinend haben es die Allgäuer nicht so sehr mit der samstäglichen Abendmesse, denn es waren noch etliche Plätze frei aber immerhin waren die mitgereisten Partner und etliche Fans im Kirchenraum. Dass der Liederkranz mit dem englischen "Come with me" begann, hatte sicherlich einige Kirchenbesucher überrascht aber der Chor ging dann mit "Heilig" und "Gott ist die Liebe" zum sakralen Liedgut über. "Die Rose" wurde noch gesungen und mit "Mögen sich die Wege" verabschiedete sich der Liederkranz. Zum Abendessen hatte die Küche Schnitzel mit Kartoffelsalat vorbereitet und so gestärkt konnte der gesellige Teil kommen. Nach einem Warmsingen moderierte Irmgard Weiler ein Quiz um Berggipfel. Anschließend hatte Siegmar Schmidt die Aufführung eines Theaterstückes vorbereitet. Die Mitspieler wurden verkleidet als König, Königin, Prinzessin, Prinz und Kater und das reine Auftreten führte zu schallendem Gelächter. Die Mimen steigerten sich und als schließlich der König ermordet wurde und Tot und Entsetzen auf der Bühne herrschte und Kater Alois die Regentschaft übernommen hatte, fand der Beifall und das Lachen fast kein Ende. Als nächstes trat DJ Ötzi mit seiner Truppe lederbehoster Alpenrapper auf. "I bin der Anton aus Tirol" wurde kräftig mitgesungen und getanzt. Mit einer Lightshow verabschiedete sich die umjubelte Truppe. Eine Meisterschaft am Kicker wurde ebenfalls ausgetragen. Manch eine hatte angeblich noch am Kicker gespielt, und wuchs während des Turniers über sich hinaus. Das Turnier wurde am Sonntagmorgen fortgesetzt, aber wie in Sängerkreisen üblich gab es keinen Verlierer, sondern nur Gewinner. Das Aufstehen am Sonntag war für manche nicht einfach aber man hatte keine Hetze und jeder konnte gemütlich frühstücken. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann zur Wanderung durch den Eistobel. Der Argen entlang ging es durch die wunderbare Landschaft. Nicht ganz einfach der Weg aber alle schafften es. Zum musikalischen Abschluss musste nochmals gewandert werden, den der wurde in der Galluskapelle an der Autobahn gehalten. Die sagenhafte Akustik hätte wohl keiner hinter diesem einfachen Rundbau vermutet. Der letzte Einkehrschwung mit Kaffee oder Vesper wurde bei Ellwangen eingelegt und bei den Gesprächen dort waren sich alle einig, dass dieser Ausflug klasse war. Siegmar Schmidt bedankte sich auf der Heimfahrt bei Claudio Blasizzo für die Organisation des gelungenen Ausflug, denn im Vorfeld hatte Claudio sich einiges anhören müssen.
Der Schützenverein Birkenhard hatte wieder zum Jedermanns-Schießen eingeladen. Auch beim Liederkranz wurde die Teilnahme angesprochen und es hatten sich dann tatsächlich vier Personen zu einer Mannschaft gefunden. Allerdings war auch das nicht ganz einfach, denn der erste Probentermin wurde nur von Peter Milz wahr genommen, dafür hat der dann den Wettkampf vergessen und überhaupt war das Proben eher ein personelles Durcheinander als ein geordnetes Üben. Aber es hat Spaß gemacht und manch einer war doch erstaunt wie klein so eine Schießscheibe in 10 Metern Entfernung ist. Und eine körperliche Anstrengung ist es letztendlich auch noch, denn die Gewehre haben ein ganz schönes Gewicht. Das war auch mit der Grund warum am Wettkampf dann mit Auflage geschossen werden durfte. Am 5. September machten wir dann unseren Wettkampf. Mit ruhiger Hand hatten Irmgard Weiler, Magda Haug, Klaus Enderle und Siegmar Schmidt den Wettkampf für den Liederkranz aufgenommen. Man war sich natürlich nicht sicher, ob das nun gut oder schlecht war und bei der großen, jugendlichen Konkurrenz hatte man sich eher geringe bis gar keine Chancen auf die vorderen Plätze gemacht. Aber es kam ganz anders. Am 22. September war die Siegerehrung und um ein Haar, oder schlappe 10 Plätze, hatte das Team des LKW das Siegertreppchen verpasst. Aber wir waren doch sehr zufrieden, als beim Verlesen der 24 Gruppen unser Name nicht als erster genannt wurde, denn die Bekanntgabe erfolgte von Hinten her. Ja und dann waren wir nicht 20. und nicht 15. sondern sagenhafe 13. geworden. Beifall gab es für alle Teilnehmer und wir hatten unsere Platzierung natürlich besonders bejubelt. Für das Siegerfoto mussten wir uns zwar einen Pokal ausleihen, aber das hat dem Spass keinen Abbruch getan. Letztlich sind wir bis zum Schluss gesessen, haben gegessen und getrunken und die Teilnahme ausgiebig gefeiert und vielleicht machen im nächsten Jahr dann zwei Mannschaften des LKW mit.
Chorisma in Eberhardzell
Unter dem Titel "Junge Stimmen - Junge Melodien" hatten die jungen Chöre des Liederkranz Eberhardzell am 7. Oktober 2007 eingeladen Der Jugendchor aus Eberhardzell (Les Crescentis) war beim Konzert 2006 als Gastchor bei Chorisma gewesen und so hatte Chorisma die Einladung nach Zell gerne angenommen. Neben der Cescentis waren der "Junge Chor Eberhardzell", die "Voice Querbeet" aus Münsingen und Chorisma die Aufführenden. Die Crescentis, unter der Leitung von Birgit Barth, brachten einen Querschnitt, sakraler Lieder, klasse gesungen, in Deutsch und alles auswendig. Neben "Jesus, höchster Name" und "Richtet die Augen auf zum Herrn" brachten die Mädels auch das vom Liederkranz Warthausen gesungene "Die Rose". Der "Junge Chor" aus Eberhardzell, altersmäßig auch etwa in der Klasse von Chorisma, startete vielstimmig mit "Michelle" von den Beatles. Chorleiter Helmut Schönecker gab zwischendurch Erläuterungen zum Inhalt der einzelnen Stücke. Rhythmisch schwierige Stücke "I say a little pryer" wechselten mit Bekanntem "Aquarius" und Witzigem "Always look on the bright side of life". Die "Voice Querbeet" mit ihrem Leiter Helmut Hauber sangen zunächst bekannte Gospels "Ride the chariot" und "Go down Moses". Querbeet gingen sie über zu "Three gipsies" und zum Schluss gab es ein Medley über Singing und Swinging New York. Chorisma unter der Leitung von Christine Wetzel machte mit 29 Sängerinnen und 10 Sängern den Schluss. Der Chor zeigte sich gut auf- und eingestellt und das Repertoire mit bekannten Liedern "Give thanks" und der Swingfassung von "Komm sag es allen weiter" kam beim Publikum bestens an. Frank Hüntelmann spielte den Flötenteil in dem mystischen "Adiemus" und Thomas Sauter begleitete am Klavier bei "Oh happy day", bei dem Ehrenfried Müller den Solopart übernommen hatte. Viel Applaus für alle Akteure war der Dank des Publikums für diese rundum gelungene Veranstaltung. Leider war das Wetter wohl zu gut, denn es hättern noch ein paar Zuhörer in die Kirche gepasst. Die Anwesenheit des Vorsitzenden des Oberschwäbischen Sängergaues, Dr. Georg Eickhoff, und es OSG-Geschäftsführer Eugen Kienzler, sowie deren lobende Worte, sollten den Veranstalter ermutigen, diese Art Konzert weiter zu führen. Es war eine Demonstration gegen das Vorurteil, dass Singen nicht mehr in ist. Gerade beim "Mittelalter" ist das Chorsingen im kommen - es kommt eben drauf an, was man draus macht. Die Gastgeber hatten anschließend noch zu einem Imbiss eingeladen, den die Sängerinnen und Sänger gerne einnahmen und bei dieser Gelegenheit das Konzert noch einmal Revue passieren liesen.
Chorisma-Konzert für alle Sinne
Am Samstag, 24. November gab Chorisma ein nicht alltägliches Konzert in der Festhalle Warthausen. Nicht nur die Ohren, sondern auch die Augen und der Geschmackssinn wurden intensiv gefordert. Mit lautem "Yabba-Dabba-Doo!" stürmten die kleinen Funkys aus Äpfingen auf die Bühne. Als Steinzeitmenschen verkleidet, wirbelte die Gruppe um Fred Feuerstein mit Musik, Tanz und Showeinlagen über die Bühne. Nach diesem ersten Augenschmaus gab es von Chorisma, unter der Leitung von Christine Wetzel, zunächst mit „I’m walking“ fetzigen Rock’n Roll auf die Ohren. Nach dem in den vergangenen Konzerten die musikalischen Schwerpunkte in Afrika und Lateinamerika lagen, hatte Chorisma diesmal auch deutsche Schlager im Programm. „Hello Mary Lou“ und klasse Satz des Schlagers „Liebeskummer Liebeskummer lohnt sich nicht“ wurden vom Publikum begeistert aufgenommen und mitgeklatscht. "Yesterday" von den Beatles rundete den ersten Block von Chorisma ab. Der Vorhang schloss sich zum nächsten Umbau aber es gab keinen Leerlauf, denn in den Umbaupausen verloste Chorsprecher Martin Lang Eintrittskarten für die Sinn-Welt des Jordanbades. Dass Akkordeon-Musik abwechslungsreich, unterhaltsam und anspruchsvoll sein kann, bewies anschließend das Ensemble des Akkordeon-Spielring Mettenberg. Bei dem Stück „Oregon“ fühlte man sich in die Weite Amerikas versetzt und beim „Pink Panther“ konnte man Paulchen Panther förmlich über die Bühne schleichen hören. Mit dem gemeinsam vorgetragenen „California dreamin’“ verabschiedeten sich Chorisma und das Akkordeon-Ensemble in die Pause. Für den Geschmackssinn hatten die Sängerinnen und Sänger von Chorisma ein riesiges Buffet vorbereitet. Von salzig über pikant bis süß reichte das Angebot. Für 2 € konnte ein Teller voll beladen werden und schon bald war das komplette Buffet leergefegt. Martialisch, zu den Klängen von „Also sprach Zarathustra“, marschierte eine römische Kohorte, dargestellt von der Jazztanzgruppe „Maniac“ aus Äpfingen, auf die Bühne. Es folgte ein Feuerwerk aus Tanz und Akrobatik. Von der Choreographie über die Mimik bis hin zur Musik passte alles bei diesem Vortrag. Das Publikum war hingerissen und dankte den Mädels mit Szenenapplaus und einem riesigen Schlussbeifall. Mystisch wurde es anschließend in der verdunkelten Festhalle. Aus dem Nichts erklang von Chorisma das „Adiemus“, schwoll zum Forte an um dann wieder geheimnisvoll im Dunkel zu enden. Die Kerzen tragenden und in Kutten gehüllten Mönche im Zuschauerraum und das Querflötenspiel von Ines Kling unterstrichen die geheimnisvolle Atmosphäre. Die Schönheit der Welt besang Chorisma dann einfühlsam mit dem Stück „What a wonderful world“. Anstelle von Louis Armstrong hatte Simon Föhr den Solopart übernommen und ganz nebenbei am Klavier begleitet. Martin Lang bedankte sich bei allen Mitwirkenden und insbesondere Christine Wetzel erhielt neben Blumen lang anhaltenden Applaus. Zum Abschluss verabschiedete sich Chorisma mit „Time to say good bye“. Der Forderung des Publikums nach einer Zugabe kam der Chor mit „Thank you for the music“ gerne nach. Das viele Proben, die viele Arbeit im Vorfeld (Dekoration, Buffet), die Werbung und insbesondere der Einsatz von Chorsprecher Martin Lang wurden mit einem riesigen Besucherinteress belohnt. Die Sängerinnen und Sänger von Chorisma genossen den Erfolg bis tief in die Nacht. Zwar hatten sie vom Buffet nichts abgekommen aber schließlich ist der Applaus das Brot der Künstler.
Und mit dem Singen am Stephanstag in Birkenhard wurde das Jahr abgeschlossen.
2008
143. Jahreshauptversammlung
Am Freitag, 18. Januar 2008 fand die 143. Jahreshauptversammlung des
Liederkranz Warthausen statt. Wahrscheinlich zum ersten Mal in der
Geschichte des Liederkranzes war der Austragungsort nicht Warthausen
sondern Birkenhard. Auf Grund der frühen Fasnet hatten die Narren in
Warthausen die Oberhand und das Feuerwehrhaus besetzt. Eröffnet wurde
die Versammlung mit dem Lied: „Mögen sich die Wege“.
Beim Totengedenken wurde in diesem Jahr der neun verstorbenen Mitglieder
gedacht: Hugo Hofherr, August Gerster, Otto Lang, Hermann Kästle, Josef
Müller, Walter Merk, Siegfried Bretzel und Franz Fischer.
Der Vorsitzende gab als Erster seinen Rechenschaftsbericht ab. Neben der
Vorbereitung und des Besuches von Sitzungen auf Vereins-, Regions- und
Gauebene hätte insbesondere die Neugestaltung und Aktualisierung der
Internetseite viel Zeit benötigt. Auch die Erstellung der Vereinsinfo
sei sehr zeitaufwändig, erläuterte Schmidt und manchmal frage er sich,
ob das dann auch jemand lese. Um so erfreuter sei er, wenn es dann auch
einmal Rückmeldungen gebe. So konnte er einen Brief von Pater Gretzinger
vorlesen, in dem dieser sich für die Informationschrift bedankte und
seine Verbundenheit zum Liederkranz zum Ausdruck brachte.
In seinem Resümee stellte Schmidt fest, dass 2007 musikalisch ein
geruhsames Jahr für den Liederkranz gewesen sei. Er sei enttäuscht
gewesen über den dürftigen Besuch des Mozartkonzertes. Schmidt führte
an, dass Chorisma mit seinem Event „für alle Sinne“ ein volles Haus
hatte. Er gab aber auch zu bedenken, dass der Liederkranz bei diesen
Überlegungen nicht seine Identität vergessen dürfe. Der Liederkranz sei
ein kultureller Bestandteil der Gemeinde und deshalb dürfen nicht nur
finanzielle Überlegungen bei der Durchführung von Konzerten im
Mittelpunkt stehen.
Schriftführer Gerhard Pahl meinte, er bräuchte eigentlich gar nichts
mehr zu sagen, da der Vorsitzende ja alles schon vorweg genommen hätte,
aber er widerlegte in seinen Ausführungen die Aussage, dass es sich um
ein geruhsames Jahr gehandelt hätte. Sogar mehr sängerische Auftritte
als im Jubiläumsjahr 2004 hätte der Liederkranz bestritten. Das
Mozartkonzert sei natürlich der Hauptauftritt gewesen, daneben habe der
Chor an vier Beerdigungen gesungen. Dann seien das Singen am
Volkstrauertag, im Krankenhaus und am Stephanstag feste Bestandteile im
Sängerjahr des LKW. Und auch der gesellige Teil sei nicht zu kurz
gekommen. Eine ausgelassene Vereinsfasnet, eine Radtour um den Federsee,
die Wanderung um Birkenhard, das Einkehren zur Metzelsuppe und
insbesondere der Ausflug nach Weitnau im Allgäu nannte der
Schriftführer.
Hubert Pfender war zunächst etwas konsterniert, denn auf der
Präsentation hatte sich eine falsche Zahl eingeschlichen. Der Fehler
wurde sofort behoben und dann konnte Hubert seit Jahren wieder einmal
von einer Zunahme des Kassenbestandes berichte. Insbesondere das gut
besuchte Konzert von Chorisma war dafür verantwortlich aber auch der
Liederkranz hatte unter dem Strich ein Plus gemacht. Säuberlich getrennt
hatte der Kassier alle Einnahmen und Ausgaben dargegelegt und die
Kassenprüfer Ingrid Raiber und Thomas Schmid bescheinigten dem Kassier
eine tadellos geführte Kasse.
Für Chorisma berichtete Martin Lang. Er sei selbst erstaunt, dass es den
Chor nun schon sechs Jahre gebe und dass man bereits sechs Konzerte
bestritten hätte. Die Auftritte bei der Konfirmation und in Heggbach
seien fast schon Tradition und der Chor sei in Schemmerberg und sehr
erfolgreich in Eberhardzell aufgetreten. Überrascht hatte den
Chorsprecher seine Auswertung der Herkunft der Besuches am Konzert der
Sinne, denn der Hauptteil (1/4) sei aus Warthausen gekommen.
BM Fark bedankte sich beim Liederkranz für sein Auftreten in der
Gemeinde, sei es beim Singen am Volkstrauertag oder bei der Teilnahme am
Weihnachtsmarkt. Er hoffe auch, dass sich der Verein an der Feier zum
900-jährigen Jubiläum einbringe. Fark schlug der Versammlung die
Entlastung der Vorstandschaft vor, was dann auch einstimmig erfolgte.
Die Festlegung des Beitrages ist eine der satzungsgemäßen Aufgabe der
Hauptversammlung. In Anbetracht des finanziell erfolgreichen Jahres
schlug der Vorsitzende schlug vor, den Beitrag für LKW-Sänger
unverändert bei 25 € zu belassen, was dann von der Versammlung
angenommen wurde. Martin Lang schlug vor, dass die in beiden Chören
singenden Mitglieder den höheren Betrag zahlen sollten, auch dieser
Vorschlag wurde mehrheitlich angenommen. Der Vorsitzende führte aus,
dass dieser Beitrag dann auf beide Chöre verteilt werde, dies aber im
Ausschuss geklärt werden wird. Die Festlegung des Beitrages für Chorisma
gestaltete sich wesentlich schwieriger. Martin Lang führte aus, dass auf
Grund der Ungewissheit des neuen Chorleiters und der damit verbundenen
Kosten noch keine Aussagen gemacht werden könne und deshalb erst einmal
die Rücklagen zur Deckung der Chorleiterkosten verwendet werden sollen.
Zwei Vorschläge den Beitrag im Vorfeld zu erhöhen, erhielten keine
Mehrheit und so bleibt der Beitrag auch für Chorisma zunächst
unverändert
Chorleiterin Christine Wetzel zeigte sich zufrieden mit den Leistungen
des Liederkranzes. Sie sei sehr erfreut über die Resonanz des
Projektchores und Sie freue sich auf das bevorstehende Kirchenkonzert.
Danach müsse man sich erst einmal sammeln und dann das Kommende
überdenken. Sie sei ursprünglich sehr skeptisch gewesen in Bezug auf den
zweitägigen Ausflug, aber das Wochenende sei so klasse gewesen, das
müsse unbedingt wieder gemacht werden.
Jedes Jahr das gleiche Übel mit den Wahlen. Wahlleiter Franz Jakesch
führte aus, dass das Amt des stellv. Vorsitzenden und zweier
Ausschussmitglieder zu besetzen sei. Die Ausschussmitglieder Magda Haug
und Peter Milz hatten sich zur Wiederwahl bereit erklärt und so war es
keine Frage, dass beide bestätigt wurden. Schwieriger wurde die Suche um
den Posten des Stellvertreters. Irmgard Weiler hatte im Vorfeld erklärt,
dass Sie den Weg frei machen wolle für Neue. Aber wie zu erwarten, war
niemand bereit sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen und nach
viel Zureden erklärte sich Irmgard schließlich bereit, das Amt noch
einmal zu übernehmen. Ein kräftiger Applaus und ein einstimmiges Votum
waren der Dank dafür. Keiner der Anwesenden fördernden Mitglieder war
bereit als Vertreter für die fördernden Mitglieder zu kandidieren und so
bleibt dieses Amt weiterhin vakant.
Statistik: Mit Spannung wurde die Auswertung der Singstundenbesuche
erwartet. 58 Singstunden bzw. zählende Auftritte waren es im Jahr 2007.
Die Helden waren wieder einmal die Tenöre mit über 90 %. Die
Chorleiterin zeigte sich sehr erfreut über den allgemeinen guten
Probenbesuch, um die Bässe müsse Sie sich aber vermehrt kümmern.
Für vollständigen Probenbesuch bzw. nur eine Fehlstunde konnte niemand
ausgezeichnet werden. Zwei Fehlstunden hatten Maria und Gebhard Lerch
sowie Klaus Enderle Drei Fehlstunden hatten Paula Heckenberger, Josef
Raiber, Siegmar Schmidt und Anton Gantner
Verschiedenes: Martin Lang machte das Angebot, dass der Liederkranz an
drei Vorstellungen von SAG in der Festhalle bewirten könnte. Das Ganze
soll im November stattfinden, der LKW müsste die Halle anmieten, könne
aber das Geld aus dem Getränke- und Essensumsatz einnehmen. Der
Vorschlag stieß nicht auf die erhoffte Zustimmung und Schmidt meinte,
das müsse erst durchkalkuliert werden.
Mit dem Lied „Als Freunde kamen wir“ wurde die Versammlung beschlossen.
Bleib bei uns
Pfarrer Müller begrüßte die Besucher in der vollbesetzten Pfarrkirche.
In seinen Einleitungsworten zitierte er Bischof Georg Moser: „Die Musik
vermag es, in die tiefen Kammern des Gemütes hinunter und in die
verborgenen Winkel des Herzens einzudringen...und im Kampf der Welt, die
Schönheit der Vollendung aufleuchten zu lassen“.
Bei der Einleitung des „Ave verum“ hatte das Orchester anfangs Mühe, das
Tempo der Dirigentin richtig aufzunehmen, fand sich aber schnell und war
dann ein sicherer Begleiter des Chores. Das Mozartstück wurde
ergreifend, ausdrucksstark und überzeugend vorgetragen.
Jederzeit dem Dirigat der Chorleiterin folgend, harmonierten Chor und
Orchester in dem Stück „Verleih uns Frieden“.
„Freut euch alle“ hieß es anschließend beim „Festchor“ von J. S. Bach.
Bei diesem mächtigen Chorsatz konnten die mehr als 60 Sängerinnen und
Sänger ihr gesamtes Klangvolumen ausbreiten, aber auch dosiert
zurücknehmen.
Nach soviel klassischer Wucht war der deutsche Gospel „Oh Lord“
absolutes Kontrastprogramm. Von Dieta Hiller am Klavier und Ines Kling
an der Querflöte begleitet, sang der Chor begeistert und meisterte die
vielen Tonartwechsel und rhythmischen Schwierigkeiten bravourös.
Traumhaft erklang das einleitende Klavierspiel von Dieta Hiller bei John
Rutters „The Beauty of the Earth“. Von Andrea Sigg wurde das Thema
zunächst mit der Querflöte übernommen und dann setzten zunächst von die
Männer- und dann den Frauenstimmen, jeweils umspielt von der anderen
Stimme ein. Alle vereint, besangen dann die Schönheit der Erde.
„Die Himmel erzählen“ von Haydn ist der wohl mächtigste und populärste
Chor aus der „Schöpfung“. Nach imposanter Einleitung überzeugten Sabine
Krauß, Stefan Keck und Knud Balandis als Erzengel im solistischen
Zwischenteil. Mit intensiver Orchesterunterstützung und enormem Einsatz
der Dirigentin meisterte der Chor den schwierigen und fulminanten
Schlussteil.
Den passenden Abschluss bildete das sechsstimmige Abendlied von Josef
Rheinberger. Zart beginnend steigerte sich der Chor zum Forte um dann
piano zu enden: „Denn es will Abend werden“.
Lang anhaltender Applaus war der Dank des Publikums für die
beeindruckende Leistung. Sichtlich erleichtert gab der Chor als Zugabe
„Gott ist die Liebe“ und als der Applaus nicht enden wollte, nochmals
„Oh Lord“.
Konfirmation und Martin Luther Gedenktag
Chorisma begleitete am 09. März 2008 die Konfirmation in der
Stadtpfarrkirche in Biberach, weil in Warthausen katholisch kein Platz
war.
„I have a dream“
Viele haben die eindringliche Rede Martin Luther Kings beim Marsch für
Freiheit und Gerechtigkeit 1963 in den Medien gesehen und gehört und
Chorisma war der Einladung des Biberacher Friedensbündnisses gefolgt und
hatte die Veranstaltung im Martin-Luther-Gemeindehaus musikalisch
umrahmt.
Georg Berchthold und Werner Toporski skizzierten den Weg des
Freiheitskämpfers mit bewegenden Worten im vollbesetzten
Martin-Luther-Haus in Biberach am 7. April 2008.
Chorisma hatte sich kurzfristig unter der Leitung von Claus Lippert
bereit erklärt die Veranstaltung gesanglich zu unterstützen. Die
afrikanischen Originale (Thulsizwe und Sesebacha) führten musikalisch zu
den Wurzeln der Schwarzen.
„Oh happy day“, „Halleluja, Salvation and glory“ und „My soul has been
redeemed“ passten ebenfalls. Gemeinsam mit dem Publikum wurde der Hit
der damaligen Friedensbewegung angestimmt: „We shall overcame“.
Maisingen 2008
Nach einer Chorprobe Anfang Mai meinte die Chorleiterin: „Jetzt haben
wir so viele Maien- und Frühlingslieder im Repertoire jetzt brauchen wir
nur noch einen Auftritt“.
Diese Aussage wurde beim Einkehren von Irmgard Weiler und Siegmar
Schmidt diskutiert und so wurde kurzerhand die Idee des Auftrittes am
Maibaum in Birkenhard geboren. Der Birkenharder Maibaum hatte den
dritten Platz in der Kreiswertung der Maibäume belegt und so schien es
dem Führungsduo angebracht, eben dort die gelernten Lieder darzubieten.
In der Zeitung und im Mitteilungsblatt wurde das Maisingen bekannt
gemacht und so kam es zum Maiensingen am 30.05.2008 am Birkenharder
Maibaum.
Tatsächlich hatten sich etliche Zuhörer auf den bereitgestellten Bänken
eingefunden und der Liederkranz gab ein dreivietelstündiges
Platzkonzert. Von Maienliedern mit viel Falala über traditionelle
Volkslieder spannte sich der gesangliche Bogen. Frühlingslieder
schlossen sich an und die „Veronika“ ließ in rasantem Tempo den Spargel
wachsen, denn es war Lenz. Passend zur einbrechenden Dämmerung
verabschiedete sich der LKW mit Abendliedern und nachdem „Zugabe“-Rufe
laut wurden, gab es noch „Mögen sich die Wege“.
Anschließend hockte man am Birkenharder Gemeindehaus zusammen und ließ
die gelungene Veranstaltung ausklingen. Die angebotenen Gebäckstücke
fanden reißenden Absatz und es wurde das eine oder andere Bier
gezwitschert.
Eine gelungene Veranstaltung und viele Stimmen meinten: „Das müsst ihr
nächstes Jahr wieder machen.“
Ausflug 2008 ins Graswangtal
Bei herrlichstem Sonnenschein startete der Ausflug des Liederkranzes am
1. Juni 2008 pünktlich um 7.00 Uhr in Oberhöfen. Als dann die
Mitreisenden in Warthausen und Birkenhard zugestiegen waren, war der Bus
restlos besetzt. Busfahrer Franz, ein alter Bekannter, machte in Art
einer Flugstewardess, die Reisenden auf die Annehmlichkeiten und
Sicherheitseinrichtungen des Busses aufmerksam, wobei er die
nichtvorhandenen Sicherheitsgurte elegant aussparte. Über Ochsenhausen
ging es dann auf die A7.
„Danke für diesen guten Morgen“, passte auf jeden Fall als musikalischer
Muntermacher. Leider war die Straße entlang des idyllisch gelegenen
Plansees nicht für einen Halt geeignet, deshalb wurde das obligatorische
Sektfrühstück an der Autobahn eingenommen. Das Prickelwasser und die
frischen Brezeln mundeten wie immer vorzüglich und in Anbetracht der
frühen Stunde des Reisebeginns wurde „Schön Blümlein - Ich bin hinaus
gegangen, des Morgens in der Früh“ angestimmt. Irmgard hatte wieder
einige köstliche Anekdoten mitgebracht und so wissen wir jetzt, das
blaue Teddybären mit Vorsicht zu genießen sind und auch über den Jakob
Fischer hat Sie uns aufgeklärt. Der erste Vorsitzende, inzwischen auch
munter, begrüßte die Reisegesellschaft mit ein paar Gedichten von Heinz
Ehrhardt. Pünktlich sind wir im Schloss Linderhof angekommen. Das
Einchecken klappte problemlos und schnell und die Führung bereitete
großen Spaß. Man hat einiges über das Leben des Kini Ludwig erfahren. Da
die Mägen teilweise schon knurrten ging es dann auf schnellem Weg zum
Mittagessen auf die Gröbel-Alm. Das war nicht gerade almmäßig sondern
eher Busabfertigung, denn der Zwiebelrostbraten war kein Rostbraten und
die Pommes waren roh. Nach dem Essen sollst Du ruh‘n aber wir haben
lieber die tausend Schritte getun. Durch eine wunderbare, blühende
Landschaft mit Trollblumen, Männertreu und Wollgras mit dem
Alpenpanorama ging es zur Ettalmühle. Dort wurden wir vom Bus
aufgenommen und in das nahe Ettal gebracht.
In der Klosterkirche wurde „Gott ist die Liebe“ und „Mögen sich die
Wege“ angestimmt. Es klang hervorragend.
Und dann war schon wieder die Rückreise angesagt. Über die Ammergaue und
Steingaden wurde nochmals das Alpenpanorama abgefahren. Nun war es auch
an der Zeit die Kreissparkassenbüchlein heraus zu holen und es wurden
alle möglichen Titel kreuz und quer gesungen, bis es reichte. Auf der A7
zurück ging es zum Abendessen in den Gasthof Hirsch nach Edelbeuren. Der
Fotograf hatte versäumt eine Gruppenaufnahme zu machen, aber vor dem
Misthaufen in Edelbeuren wollte dann niemand mehr posieren und Irmgard
meinte: „Jetz hosch da ganza Dag nix denka messa, on des hosch au no
vergessa“. Der Vorsitzende gelobte Besserung und er bedankte sich bei
allen Mitreisenden, insbesondere aber bei Marlies und Helmut
Schmidberger für die Organisation des Ausfluges.
900 Jahre Warthausen
Beim Festakt am 3. Juli war der Liederkranz gesanglich aktiv. Vor dem
erlesenen Publikum mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel
und der vielen Prominenz brachte der Liederkranz zunächst den „Festchor“
von J.-S.-Bach dar. Dem freundlichen Anlass entsprechend folgte das
Mozartstück „So soll unsre Freundschaft sein“. Bürgermeister Fark hatte
im Vorfeld dem Vorsitzenden des Liederkranz den Wunsch eines
Geburtstagsliedes geäußert und wunschgemäß hatte deshalb der Liederkranz
„Neunmal hundert Jahre“ als Geburtstagständchen dargebracht. Bei der
letzten Strophe klatschte das Publikum dann sogar mit, ehe der
Liederkranz lautstark schloss:
„Wir gratulieren dir - Warthausen“.
Die Waschfrauen des LKW hatten zwei schwere Arbeitstage zu bewältigen.
Im hinteren Teil des Pfarrgartens hatten sie einen Waschplatz
hergerichtet. Waschzuber, Waschkessel, Waschbretter und alle Utensilien,
die früher für den harten Waschalltag gebraucht wurden, war in
liebevoller Weise hergerichtet worden.
Und als ob das Waschen nicht genug gewesen wäre, tanzten und sangen die
Waschweiber in etlichen Vorführungen um ihre Waschzuber. Iris Wagner
begleitete die Frauen mit dem Akkordeon und insbesondere die Moritat des
„Sabinchen“, die von Moni Grope mit Bildern untermalt worden war, kam
beim Publikum sehr gut an. Leider wurden sie am Samstag zu wenig
beachtet, so dass sie nach der Fahrradversteigerung auf der Hauptbühne
nochmals ihre Lieder zum Besten gaben. Zum Abschluss des Waschtages
wurde der Vorsitzende des LKW auch noch ordentlich gewaschen. Unter dem
Vorwand ein Bildchen zu machen, wurde Siegmar Schmidt in den Waschzuber
gelockt, um dann komplett abgeduscht zu werden. So sind sie halt, die
Waschweiber.
Am Sonntag, bei strahlendstem Sonnenschein und riesigem Besucherandrang,
zeigten die Waschweiber vor großem Publikum nochmals ihr Können.
Die Männer des LKW waren als Wanderburschen bei der 900-Jahrfeier
singend tätig. Siegmar Schmidt klärte die Zuhörer auf, dass obwohl im
Bericht der Schwäbischen Zeitung vom Festakt der Liederkranz Birkenhard
genannt war, der Liederkranz immer noch aus Warthausen komme. Mit
Leiterwagen und Bierfass sangen sie auf der Bühne Trinklieder von Wein
und Bier. Auch die hübschen Mädchen vom Lande wurden besungen. Leider
fiel der zweite Auftritt am Sonntag auf der Schulbühne dann buchstäblich
ins Wasser.
Radtour 2008
Irmgard Weiler hatte, nach dem Erfolg der Radtour im Jahr 2007, wieder
eine Tour beim Liederkranz angeboten und über 20 Radler hatten sich am
24. August eingefunden. Bei idealem Radwetter fanden sich alle beim
letzten Sammelpunkt um 13 Uhr in Barabein ein. Entlang dem Öchsleradweg
ging es über Reinstetten zum Ponyhof Bareis nach Wasenburg. Diese
Lokalität war manchem bis dahin unbekannt, aber die Tochter des
Vorsitzenden betreibt dort einen Ponyhof und im dortigen Biergarten
konnte man erst mal rasten.
Kaffee und selbstgemachten Kuchen und ein paar Wurstsalate wurden dort
zur Stärkung eingenommen und man konnte vergnüglich in der Sonne sitzen.
Einziges Handicap waren die vielen Fliegen aber das ist nun Mal Natur
pur.
So gestärkt ging es weiter an den Bahnhof nach Ochsenhausen. Die
Radmüden verfrachteten ihre Gefährte ins Öchsle und wurden mit viel
Hallo von den Weiterradlern verabschiedet.
Über Hattenburg, Mittelbuch, Fischbach und Ummendorf strampelte der Rest
nach Warthausen und war nur kurz nach den Bahnreisenden im Knopf & Knopf
angekommen. Dort wurde erst mal der Durst und mit Flammkuchen, saurem
Käs und Wurstsalat auch der Hunger gestillt. So gesättigt nahmen dann
endlich auch die letzten die letzte Etappe nach Hause in Angriff.
Quer Beæt
war der Titel des Konzertes am Samstag, den 18. Oktober 2008 das
Chorisma in der voll besetzten Festhalle in Warthausen veranstaltete.
Phantastisch, herbstlich dekoriert wurden die Besucher gleich mit dem
riesigen Buffet begrüßt. Und viele nahmen die Gelegenheit war, sich
vorab zu stärken.
Zunächst suchte der Chorleiter seine Sänger, die sich dann allmählich
mit dem Kanon „Singen wir ein Lied zusammen“ auf der Bühne einfanden.
Das Beste aus sechs Jahren seit seines Bestehens hatte der Chor im
ersten Teil vorbereitet. Darunter waren die Hits „Only you“, „I‘m
walking“ und „Yesterday“. Im letzten Jahr noch als Klavierbegleitung,
sang Simon Föhr diesmal den Solopart bei „What a wonderful world“ als
Chorleiter. Erst seit diesem Sommer Chorleiterleiter von Chorisma, hat
er es verstanden den Chor zu motivieren und mitzureißen und der Funke
sprang auf das Publikum über. Es wurde begeistert mitgeklatscht und
selbst beim afrikanischen „Sana sananina“ mitgesungen. Dass moderne
Chormusik auch deutsch gut klingt und eine Botschaft hat, demonstriere
Chorisma bei dem Stück „Wie kann es sein“ von den Wise Guys, arrangiert
vom Chorleiter.
Die Bühne musste umgebaut werden und Chorsprecher Martin Lang nutzte die
Zeit für die Verlosung von Eintrittskarten für das Theater von SAG. Die
Gutenachtgeschichte der Gruppe „Chica-Baillas“ aus Eberhardzell begann
zunächst gemächlich mit dem Zubettgehen. Doch kaum eingeschlafen,
entwickelte sich der Traum zu einem rasanten Showtanz.
Nur wenige Konzertbesucher konnten zunächst mit dem angekündigten „Human
beatboxing“ etwas anfangen. Aber was Paul Brenning und Julian Knörzer
aus Freiburg demonstrierten war einfach klasse. Nur mit dem Mund
imitierten sie ein komplettes Schlagzeug mit Becken und Bongos. Dazu
gesellten sich dann noch ein E-Bass und verschiedene Blasinstrumente und
das alles aus zwei Mündern. Dass aus einem Hustenanfall ein Rap mit
Hirn- und Herzoperation wurde, führte zu Lachsalven und begeistertem
Applaus. Ebenso das fiktive Fensterputzen mit den dazugehörigen
Geräuschen.
Dschungelatmosphäre verbreitete der Chor in der abgedunkelten Halle mit
den afrikanischen Liedern „Akanamandla“ und „Sana sananina“. Daran an
schloss sich das aus sister act bekannte Stück „I will follow him“, das
natürlich auch wieder ein Mitklatscher war.
Der musikalische Höhepunkt war sicherlich „Bohemian Rhapsody“. Dieser
Hit von „Queen“ mit den schwierigen Passagen (Gallileo figaro, Bismilla
usw.) und den vielen Rhythmuswechseln gelang großartig, nicht zuletzt
auch Dank der Unterstützung von Marcel Schwennig am Klavier und von
Daniel Held am Schlagzeug. Mit den Zugaben „Thank you for the music“,
begleitet von den Beatboxern und „This little light of mine“, mit den
Soli von Ehrenfried Müller und Siegmar Schmidt verabschiedete sich
Chorisma, begleitet von viel Applaus.
Die Spannung war abgefallen aber die Freude am Singen immer noch präsent
und so wurde kurzerhand das Klavier von der Bühne in die Halle
transportiert und Simon spielte und der Chor sang sehr zur Freude der
verbliebenen Gäste fast das ganze Konzert nochmals durch
Benefizkonzert in Ingerkingen
Bereits zum dritten Mal war Chorisma Gast beim Singen junger Chöre fpr
einen guten Zweck und dieser Auftritt war sicher der beste den Chorisma
dort abgeliefert hat.
Gewinner des Abends waren, neben den begeisterten Zuhörern, das
Kinderheim der Heggbacher Einrichtungen dem ein Scheck über 700 €
überreicht wurde.
Chorisma hatte einen Teil seines Konzertprogrammes dargebracht. In der
abgedunktelten Halle gab es zunächst Dschungelgeräusche aus denen dann „Akanamandla“
erklang das dan in das melodische „Sana sananina“ überging. Chorleiter
Simon Föhr animierte das Publikum zum mitsingen.
„I will follow him“ wurde vom Publikum ebenfalls begeistert aufgenommen
und mitgemacht. Der absolute Knüller aber war „Bohemian Rhapsody“.
Dieser schwierige Hit, von Freddy Mercury, mit seinen vielen Tempo- und
Tonartwechseln begeisterte das Publikum aber leider war der Zeitrahmen
abgesteckt, so dass Chorisma ohne Zugabe aber mit viel Applaus die Bühne
verlies.
Zum Abschluss versammelten sich alle Chöre auf der Bühne zum gemeinsamen
„Es klappert die Mühle“, warum gerade dieses Lied als Abschlusslied der
jungen Chöre gewählt wurde, bleibt wohl ein Geheimnis der Veranstalter.
Gemeinschaftkonzert Liederkranz & Musikverein: Musik erfüllt die Welt
Für die Gemeinde Warthausen war der 900. Geburtstag das zentrale
Ereignis, das mit dem Festwochenende im Juli seinen Höhepunkt fand.
Maßgeblich am Erfolg dieser Veranstaltungen waren die Warthauser Vereine
beteiligt und aus diesem Miteinander der Vereine entstand die Idee, dass
Liederkranz und Musikverein mit einem gemeinsamen Konzert die
Feierlichkeiten beschließen sollten.
So einfach die Idee zunächst schien, denn beide Vereine machen Musik, so
schwierig war die Umsetzung. Bläser und Sänger sind zwei Welten, aber
die musikalisch Verantwortlichen, Christine Wetzel für den Liederkranz
und Peter Schuck für den Musikverein, hatten eine gemeinsame Basis
gefunden.
Die ersten Proben waren alles andere als harmonisch aber mit jeder
weiteren gemeinsamen Probe wuchsen Chor und Orchester zusammen und
letztendlich gelang am 15. November 2008 ein gemeinsames Konzert, das
wohl als einmalig bezeichnet werden kann.
„Freude schöner Götterfunken“ war die musikalische Begrüßung von Chor
und Orchester. Von einem Bläserensemble begleitet besang der gemischte
Chor des Liederkranzes anschließend das Konzertmotto: „Musik erfüllt die
Welt“. Auch bei „Drei schöne Dinge fein“ und „die Rose“ wurde der Chor
von den Bläsern elegant begleitet.
Beeindruckend waren die Solisten mit großartigen und ausgebildeten
Stimmen. Christine Wetzel mit „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical
Elisabeth und ebenso Roland Weber bei „Il signore con te“. Die Bläser
verstanden die Solisten dezent zu untermalen und in den freien Passagen
ihr Volumen zu unterbreiten.
Das Prunkstück und den Abschluss des ersten Konzertteiles bildete der
„Triumphmarsch“ aus Verdis Oper „Aida“. Hier konnte der Klangkörper der
über 100 Aktiven seine Masse voll zur Geltung bringen. Vom bekannten
Trompetensolo über den Frauenchorteil bis zum Stakato des Männerchores
beim Einmarsch der Ägypter, gelang dieser Teil vortrefflich.
Gegenüber den sonst üblichen Saitenwürsten hatten die Aktiven ein
umfangreiches Buffet im Franz-Reichle-Saal vorbereitet.
Beim „Donauwalzer“, bei dem sich das Schifflein des Chores anfänglich
durch durch die Wellen des Orchester durchzusetzen hatte, kam man
schließlich mit frischem Mut in Wien an.
Weiter ging der Streifzug durch die Musikgeschichte dann bis in die
Gegenwart. Bei den „Morning Spirituals“, einer Rhapsodie verschiedener
Spirituals, war der Chor, bedingt durch die vielen Tempowechsel und die
englische Sprache, intensiv gefordert aber durch das präzise Spiel des
Orchesters wurde diese Schwierigkeit bravourös gemeistert.
Als Soldat Berger und als Hippies hatte sich das Quartett der Sänger
(Margot und Ehrenfried Müller, Christine Wetzel und Siegmar Schmidt) für
das Medley aus dem Musical „Hair“ hergerichtet und als bei „Hare
Krishna“ noch Blumenkränze umgehängt wurden, sprang der Funke auf das
Publikum über und es wurde mitgeklatscht. Von den Musikern war bei
diesem acht Minuten dauernden Stück Höchstleistung gefordert, denn das
Tempo steigerte sich permanent.
Zum Abschluss gab es ein Medley aus den Hits von Udo Jürgens und
insbesondere bei „Mit 66 Jahren“ bestätigten die Sänger, dass noch lange
nicht Schluss ist.
Lang anhaltender Applaus war der Dank des Publikums für die große
Leistung von Chor und Orchester. Die Vorsitzenden der beiden Vereine
bedankten sich insbesondere bei den musikalischen Leitern Christine
Wetzel und Peter Schuck für ihren Einsatz und die Programmauswahl.
Abwechselnd hatten beide die Konzertvorträge dirigiert.
Mit den Zugaben „Wahre Freundschaft“ und dem „Bozener Bergsteigermarsch“
wurde das Gemeinschaftskonzert beendet.
Jahresabschluss 2008
Das Singen im Kreiskrankenhaus ist bereits Tradition beim Liederkranz
und so traf sich der Chor am Vorabend des ersten Advents wieder in der
Krankenhauskapelle. Das Einsingen war traditionsgemäß wieder schlecht
aber der Auftritt gelang dann doch wieder gut. Insbesondere das neue
Lied „Sing ma im Advent“ wurde als Zugabe nochmals gesungen.
Anschließend trafen sich die Liederkranzsänger und ein Tisch voll
Chorismasänger im Gemeindehaus in Birkenhard zur Jahresabschlussfeier.
Fritz Weiler hatte ein süßes Eigenheim für alle vorbereitet und so
wartete man erst Mal auf das Essen. Im Vergleich zu den letzten Jahren,
hatte man sich entschlossen, die Konjunktur anzukurbeln und deshalb gab
es diesmal Spanferkel mit Kraut und Knauzen.
Nachdem alle gestärkt waren, begrüßte Siegmar Schmidt die Anwesenden. Er
führte aus, dass der Jahresrückblick in Kürze bei der Hauptversammlung
erfolge und er sich deshalb kurz fassen wolle. Er bedankte sich bei
allen für das Engagement bei den vielfältigen Veranstaltungen des
Liederkranzes und Chorisma im abgelaufenen Jahr.
Sabine und Frank Hüntelmann stimmten mit ihren Flötenweisen auf die
Adventszeit ein. Irmgard Weiler erzählte dann von einem Gespräch der
vier Kerzen „Frieden - Liebe - Glauben und Hoffnung“ und dass mit der
Hoffnung schließlich alles zu einem guten Ende kommt.
Iris Wagner brachte klärte dann auf, dass das vorweihnachtliche
Stibitzen von der Weihnachtsmaus kommt und Beate Ogger las aus Briefen
an das Christkind vor.
Irmgard Weiler und Siegmar Schmidt spielten ein altes Ehepaar. Das
Ungemach, dass der „Alte“ die Bretle nicht mehr essen wollte, klärte
sich in dessen Zahnlosigkeit auf.
Thomas Schmid machte dann noch einen interessanten Temperaturvergleich
und meinte es ist erst kalt wenn die Lappen ihre Ohrenklappen klappen.
Es wurde noch viel gesungen, insbesondere am Tisch von Chorisma und so
endete der Jahresabschluss des Liederkranzes.
2009
144. Jahreshauptversammlung
Nach Feststellung der
ordnungsgemäßen Einberufung eröffnete der Vorsitzende Siegmar Schmidt
die 144. ordentliche Jahreshauptversammlung des Liederkranz Warthausen
am 16. Januar 2009 im Feuerwehrhaus.
Besonders willkommen hieß der Vorsitzende die Ehrensänger und Gäste,
allen Anwesenden wünschte er noch ein gutes neues Jahr. Enttäuscht war Schmidt, dass
kein Vertreter der Gemeinde anwesend war aber kaum hatte er seinen Satz beendet,
erschien Bürgermeister Fark.
Mit einer Gedenkminute wurde den im abgelaufenen Jahr verstorbenen Mitgliedern
gedacht. Das Ehrenmal vor der Warthauser Kirche wird beim Totengedenken als Bild eingeblendet
und nachdem es nach dem Auftritt am Volkstrauertag einen unschönen Zeitungsartikel wegen falschen
Liedgutes gegeben hatte, las Schmidt ein passendes Gedicht von Heinz Erhardt zu diesem Thema vor:
Ein Trauertag
Hunderttausend Menschen strömen auf die Friedhöfe der Städte.
Die Gedanken gehn nach unten und nach oben die Gebete.
Vater Staat hat uns befohlen, heut der Toten zu gedenken –
ihnen Kränze oder Blumen oder Tränen gar zu schenken!
Vater Staat mischt sich in alles, selbst in die intimsten Dinge –
als ob der, der wirklich trauert, nicht auch so zum Friedhof ginge.
Schriftführer Gerhard Pahl eröffnete den Reigen der Berichte. Zu drei Ausschusssitzung hätte man sich getroffen. Dies sei wenig gewesen, aber der Vorsitzende hätte gemeint: "Es gibt halt nichts", dabei sei musikalisch soviel los gewesen wie schon lange nicht mehr. 10 offizielle Auftritte hätte der Liederkranz gehabt, dazu noch das Singen an der Beerdigung von Ehrensänger Anton Kahle und das Geburtstagständchen für Alois Weber. Als Höhepunkt bezeichnete Pahl das Kirchenkonzert. Das Motto "Bleib bei uns" hätten fünf neue Sänger als Aufforderung verstanden beim Liederkranz zu bleiben. Das Singen am Maibaum sei sehr gut angekommen und soll in diesem Jahr wiederholt werden. Auch die sonstigen Aktivitäten können sich sehen lassen und seien mit dafür verantwortlich, dass sich die "Neuen" beim Liederkranz wohl fühlen. Man konnte dem Schriftführer glauben, dass selbst eine Werbeveranstaltung und vor allem die Metzelsuppe bei den Gartenfreunden zu unterhaltsamen Abenden werden. Der Ausflug am 1. Juni bei schönstem Wetter hatte zum Schloss Linderhof und Kloster Ettal geführt. Der Schriftführer bedankte sich für die Organisation der Reise bei Marlies und Helmut Schmidberger
Auch Hubert Pfender begann seinen Kassenbericht mit einem Gedicht:
D'r Müller schempft an Maier na: "I sag d'r, i ben übel dra,
mei Alta macht me narret schier, all Tag verlangt se Geld von mir."
D'r Maier guckt da Müller a - wia no d'r Mensch so domm sei ka!
Er frogt: "Om alles en d'r Welt, was macht dui mit deam viela Geld?"
"Woiß i's? Jetzt lacht der Tropf vergnügt - se hot no nia ois von m'r kriagt
Der Kassier hatte es diesmal leicht seine Zahlen zu präsentieren, denn unter dem
Strich war ein Plus von 2391 € zu verzeichnen. Den größten Teil hatte der Liederkranz erwirtschaftet
und dabei sei der Einsatz beim Jubiläum der Gemeinde der größte Brocken gewesen.
Die Kasse war von Ingrid Raiber und Thomas Schmid geprüft worden und die Prüfer bescheinigten dem
Kassier eine tadellos geführte Kasse.
Die Reihenfolge der Berichte sei geändert worden, sagte der Vorsitzende, da er in den vergangenen Jahren meist
den Jahresablauf dem Schriftführer vorweggenommen hätte. So beschränkte er sich auf einen kurzen Rechenschaftsbericht
in dem er die vielfältigen Tätigkeiten des Vorsitzenden vorstellte.
Da in der vergangenen Woche das Thema der "sterbenden Chöre" in der Schwäbischen Zeitung behandelt wurde und er dort
in einem Interview seine Meinung gesagt hatte, wollte er die Gelegenheit nutzen und der Versammlung seine Gedanken
dazu näher bringen. Die traditionellen Dorfchöre hätten nach Überzeugung von Schmidt keine Überlebenschance und
junge Sänger seien für dieses Liedgut nicht zu gewinnen. Der Versuch des Liederkranzes mit dem Projektchor zum
Kirchenkonzert hätte zwar fünf Neue gebracht aber die Jugend würde sich wohl eher für Chöre wie Chorisma entscheiden.
Auch seine im Jahr 2005 gemachten Aussagen zum Schwund der fördernden Mitglieder hätten sich bestätigt und bis zum Jahr
2020 hätte der LKW wohl keine Passiven Mitglieder mehr. Dies sei insofern bedenklich, da in diesem Rahmen auch
das Publikum weniger werde.
Zum Abschluss seiner Rede bedankte sich der Vorsitzende bei den Sängerinnen und Sängern insbesondere dafür dass sie
bei den vielen spontanen Ereignissen immer mitziehen. Er bedankte sich auch bei den Vorstands- und Ausschussmitgliedern,
der Fahnenabordnung und den Notenwarten. Ein dickes Dankeschön zollte er der Chorleiterin, die zwar manchmal streng sei, aber
mit ihrer Beharrlichkeit letztendlich doch immer recht gehabt hätte.
Die stellvertretende Vorsitzende Irmgard Weiler wollte zunächst nicht, aber einer müsste sich letztendlich auch beim Vorsitzenden für seinen großen Einsatz um den Liederkranz bedanken.
Bea Math berichtete für Chorisma. Die Auftritte an der Konfirmation, am Martin-Luther-King-Gedächtnis und in Ingerkingen
seien durchwegs erfolgreich gewesen. Das Highlight sei das Konzert Quer Beæt gewesen. In der übervollen Festhalle sei der
Mix aus Chormusik, Tanz und den Beatboxern mit Begeisterung aufgenommen worden.
Chorisma hätte derzeit 54 aktive Sänger, davon aber nur 10 Männer und deshalb sei man dabei eine Werbeaktion für Männer
zu gestalten (SMS: Sänger-Männer-Suche). Die Chorsprecherin erläuterte die Schwierigkeiten der Chorleitersuche
und dass man mit Simon Föhr den passenden Mann gefunden hätte. Der wöchentliche Probenbesuch und die mitreißende Art des
Chorleiters hätten Chorisma einen Schub nach vorne gebracht.
Bürgermeister Fark entschuldigte sich zunächst für seine Verspätung, dankte dann den Chören des Liederkranzes für ihr Engagement in der Gemeinde und er wisse, dass er sich auf den Liederkranz verlassen kann. Die Problematik des demographischen Wandels hätte auch den Liederkranz erreicht, aber er sei überzeugt, dass die Vorstandschaft diese Herausforderungen meistern werde. Er sei froh, dass Frau Math bei ihren Ausführungen zur Männerwerbung ihn nicht direkt angeschaut hätte, aber Singen sei nicht seine Sache. Fark schlug der Versammlung die Entlastung der Vorstandschaft vor, die dann auch einstimmig erteilt wurde
Nach dem positiven Kassenbericht für den Liederkranz wurde von der Versammlung beschlossen, den Beitrag für die
aktiven des Liederkranzes unverändert bei 25 € und für die Fördernden bei 13 € zu belassen
Anja Willmann hatte für Chorisma wurde eine Budgetrechnung präsentiert aus der hervorging, dass bei einer Chorstärke von 50 Sängern, der Betrag
etwa 55 € betragen müßte. Die Versammlung stimmte deshalb dem in der Abteilungsversammlung gefassten Vorschlag zu, den
Jahresbeitrag für Chorismasänger auf 50 € festzulegen. Auch dem Vorschlag, dass Familienmitglieder für den halben Betrag
bei Chorisma singen können, wurde zugestimmt. Und auch der dritte Antrag, dass in beiden Chören Singende jeweils den höchsten
Betrag zahlen sollen, der dann zur Hälfte beiden Chören gutgeschrieben wird, wurde zugestimmt
Nach dem leidigen Thema Geld kamen die Chorleiter zu Wort. Simon Föhr konnte leider nicht anwesend sein und ließ ein Schreiben verlesen in dem er sich bei Chorisma für die tolle Mitarbeit bedankte. Der Entschluss den Chor zu übernehmen sei ihm zunächst nicht leicht gefallen aber inzwischen hätte er ihn keinen Tag bereut.
Chorleiterin Christine Wetzel atmete zunächst tief durch um dann dem Vorsitzenden erst einmal kräftig zu widersprechen. Ein Chor der in einem Jahr zwei solche außergewöhnliche Konzerte stemmen könne, bräuchte sich keine Gedanken um die Zukunft zu machen sondern solle sich an dem Erreichten erfreuen. Das Jahr 2009 solle nicht so stressig werden wie das vergangene, aber das Maisingen und eine ähnliche Veranstaltung im Sommer seien ihre nächsten Pläne.
Franz Jakesch, Gott sei Dank rechtzeitig wieder auf den Beinen, führte als Wahlleiter anschließend durch den nächsten Tagespunkt. Die Wahlen konnten rasch durchgeführt werden, da sich die zur Wahl Stehenden bereit erklärt hatten ihre Ämter weiter zu führen und keine Gegenkandidaten gefunden wurden. Wiedergewählt wurden der 1. Vorsitzende Siegmar Schmidt und die Ausschussmitglieder Maria-Luise Schmidberger sowie Claudio Blasizzo. Keiner der Anwesenden fördernden Mitglieder war bereit als Vertreter für die fördernden Mitglieder zu kandidieren und so bleibt dieses Amt weiterhin vakant.
Für Heiterkeit sorgte wieder die Auswertung der Singstundenbesuche. Erstmals seit vielen Jahren
konnte der Sopran mit 83,9 % die Tenöre überflügeln.
Für vollständigen Probenbesuch wurde Elsa Hörmann und für nur eine Fehlstunde Paula Heckenberger
mit einem Präsent belohnt. Zwei Fehlstunden hatten Maria-Luise Schmidberger und Anton Gantner und drei
Fehlstunden Maria Lerch.
Unter dem Punkt Sonstiges wurde angesprochen dass die Aufstellung am Gemeinschaftskonzert unvorteilhaft für die Frauen war. Und nachdem es bereits zwei Gedichte gegeben hatte, schloss Iris Wagner mit einem passenden Gedicht über die "Hauptversammlung des Gesangvereins"
Der Vorsitzende bedankte sich bei den Teilnehmern für ihre Geduld und bei der Feuerwehr für die Bewirtung und mit dem gemeinsamen Lied "Mögen sich die Wege" wurde der offizielle Teil der Hauptversammlung beschlossen.
Franz Reichle verstorben
Am 11. Februar 2009 ist der Ehrenvorsitzende Franz Reichle verstorben. Der Liederkranz umrahmte den Trauergottesdienst in der Warthauser Pfarrkirche.
Der Vorsitzende Siegmar Schmidt erinnerte in seiner Rede an das Wirken von Franz Reichle:
Liebe Familie Reichle, Verehrte Trauergemeinde,
Auch der Liederkranz Warthausen trauert um Franz Reichle.
62 Mitgliedsjahre, davon 39 Jahre als aktiver Sänger wären an sich schon bemerkenswert aber Franz Reichle war mehr. Er war und ist die herausragende Persönlichkeit in der Geschichte des Liederkranzes. Als 23 Jähriger ist er 1947 dem Männerchor beigetreten und bereits zwei Jahre später wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dabei sind ihm zunächst nicht alle wohl gesonnen gewesen und manch einer hat dem Jungspund damals nicht zugetraut dieses Amt auszufüllen. Aber Franz Reichle war der Richtige. Mit viel Einsatz und Herzblut hat er den Verein während seiner 25 Jahre als 1. Vorsitzender geprägt und zu einem entsprechenden Stellenwert verholfen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der Männerchor des Liederkranzes Warthausen in den 60 er Jahren zu den stärksten Männerchören im Oberschwabengau gehörte.
Der Vorsitzende war vorausschauend und offen für Neues, so knüpfte er schon damals internationale Kontakte - nämlich zur Sängervereinigung Innsbruck-Mühlau. Aus diesen Kontakten erwuchs eine Freundschaft und die Mühlauer Sänger sangen dann beim Festgottesdienst des 100 jährigen Jubiläums die Schubertmesse hier in der Warthauser Pfarrkirche. Dieses 100 jährige Jubiläum des Liederkranzes wurde zu einem herausragenden Ereignis für die gesamte Gemeinde und das Gelingen der Veranstaltung war in hohem Maß ein Verdienst von Franz Reichle.
Auch nach seiner aktiven Zeit blieb Franz Reichle dem Liederkranz verbunden. Wann immer er konnte, besuchte er die Veranstaltungen des Vereins und war mit seiner geselligen Art immer ein gern gesehener Gast. Musikverein und Liederkranz waren sich bei Namensgebung der neuen Probenräume einig, dass Franz Reichle, in Anerkennung seiner Verdienste, ein würdiger Namenspatron für den großen Probenraum sei.
Der Geehrte wollte in seiner Bescheidenheit kein Denkmal gesetzt bekommen und das soll es auch nicht sein, denn nach Albert Schweitzer steht das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, in den Herzen der Mitmenschen – und dort werden wir uns bei jedem Betreten des Franz-Reichle-Saales an ihn erinnern.
Chorisma in Mettenberg
Mettenberg scheint ein gutes Pflaster für Chorisma zu sein, denn wie beim ersten Auftritt mit dem Akkordeonring 2004, erhielt Chorisma viel Applaus,
und den Sängern hat es am 21. März 2009 in Mettenberg gefallen.
Chorleiter Simon Föhr war nach der Hauptprobe noch unzufrieden, aber das Engagement des Chores und die Einsatzbereitschaft am Auftritt stellten ihn zufrieden.
Mit den afrikanischen Stücken "Akanamandla und Sana sananina" eröffnete der Chor sein Programm. Es folgte das Bekannte "I will follow him" und das Schmusestück
mit dem Solopart von Simon Föhr "What a wonderful world". Dass Chorisma auch Deutsch kann, demonstrierte der Chor mit "Wie kann es sein". Die Post ging ab beim
"I'm walking" und eine Premiere war "And so it goes" mit dem Solo von Siegmar Schmidt. Super gelang "Bohemian Rhapsody" und auch die Zugabe "Time to say Goodbye".
Die Sängerinnen und Sänger von Chorisma standen den Musikern des Musikvereins Mettenberg nicht nach und sangen noch lange in der Festhalle in Mettenberg.
Bea Math und einige gute Geister des Chores hatten hatten für dieses "Danach" einiges vorbereitet: Hausgemachte Wurst, Käse, Eier, Scharfes und vieles mehr
wurde kredenzt und mit viel Gesang verzehrt.
Chorwochenende in Ochsenhausen
Ein großartiges und abwechslungsreiches Wochenende erlebten die Teilnehmer von Liederkranz und Chorisma beim Chorwochenende vom 27. bis 29. März 2009 in der Landesakademie in Ochsenhausen. Insbesondere Fridi Trüün war am Samstag eine großartige Referentin. Natürlich wurde auch der Bräuhauskeller intensiv genutzt aber vor allem waren die pädagogischen Angebote unglaublich und hilfreich.

